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Deutschlandwetter - aktuell

ausgegeben von der Vorhersage- und Beratungszentrale in Offenbach am
Sonntag, 20.09.2020, 11:30 Uhr

 

Schlagzeile:
Spätsommer bis zur Wochenmitte, danach herbstelt's.
 
Deutschlandübersicht:

Offenbach, Sonntag, den 20.09.2020, 11:30 Uhr -

"Sonne satt und spätsommerlich warm bei bis zu 27 Grad. So sieht das Wetter in weiten Teilen des Landes bis einschließlich kommenden Dienstag aus. Hoch MANFRED macht's möglich. MANFRED erstreckt sich am heutigen Sonntag vom Atlantik über die Nordsee bis zum Schwarzen Meer und hält die Kolleginnen vom Tiefdruck weitgehend auf Abstand.

Weitgehend? Ja! Denn ein namenloses Tief über Frankreich schafft es dann doch etwas feuchtere Luft in den äußersten Südwesten und Süden Deutschlands zu steuern. Diese macht sich heute und am morgigen Wochenstart in ein paar wenigen Wolken bemerkbar, die sich vor allem am Alpenrand allerdings vereinzelt zu Gewittern auftürmen können.

Am Dienstag, dem kalendarischen Herbstanfang, weitet sich der Tiefdruckeinfluss etwas weiter auf den Süden aus, die Wolken machen sich am Himmel etwas breiter und vom Schwarzwald bis zum östlichen Alpenraum muss mit Schauern und Gewittern gerechnet werden. Im großen Rest des Landes herrscht dagegen weiterhin eitel Sonnenschein.

Am Mittwoch nehmen die Wolkenanteile weiter zu und der Südhälfte steht ein unbeständiger Tag ins Haus. Der Norden und Nordosten bleiben dagegen noch größtenteils auf der Sonnenseite. Am bundesweiten Temperaturniveau (Höchstwerte um 25 Grad) ändert sich aber noch nichts.

Das ist jedoch ab Donnerstag der Fall, wenn sich das Wetter an den noch jungen kalendarischen Herbst anpasst. Ein Tiefdruckkomplex über der Nordsee übernimmt dann die Regie und leitet einen wolkenreichen, unbeständigen, mitunter windigen und spürbar kühleren Witterungsabschnitt ein. Am kommenden Wochenende sind nach jetzigem Stand dann nicht mal mehr 20 Grad drin. Es herbstelt halt. "

Das erklärt Dipl.-Met. Tobias Reinartz
von der Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.

Hinweis:

Die aktuellen Wetter- und Unwetterwarnungen finden Sie unter:
www.wettergefahren.de

Aktuelle Wetter- und Klimainformationen finden Sie unter:
www.dwd.de

Die Vorhersage- und Beratungszentrale des DWD ist rund um die Uhr
telefonisch erreichbar unter Tel.: 069/8062-3333

 

Deutschlandvorhersage:

für Sonntag, 20.September 2020
Heute Mittag und am Nachmittag im Süden und Südwesten heiter bis wolkig, dabei vom Hochrhein bis zu den Alpen einzelne Schauer oder Gewitter, lokal mit Starkregen. In den übrigen Gebieten vielfach sonnig. Höchsttemperatur zwischen 20 und 25 Grad, im Südwesten bis 27 Grad. An den Küsten mitunter etwas kühler. Meist schwacher Wind aus Nordost bis Ost.
In der Nacht zum Montag im Süden wolkig und an den Alpen noch vereinzelt Schauer. Ansonsten oftmals klar. Örtlich Nebel. Tiefstwerte zwischen 12 Grad im Südwesten und vereinzelt 3 Grad im Norden und im Bergland mit Gefahr von lokalem Frost in Bodennähe. Auf den Inseln etwa 15 Grad.
für Montag, 21.September 2020
Am Montag in vielen Landesteilen ungetrübter Sonnenschein. Nur ganz im Süden zeitweise wolkiger, dabei besonders am Alpenrand einzelne Gewitter mit Starkregen nicht ausgeschlossen. Höchstwerte zwischen 22 und 27 Grad, auf den Inseln etwas kühler. Schwacher Ostwind.
In der Nacht zum Dienstag im Südwesten teils wolkig, im Verlauf ganz vereinzelt Schauer, sonst oft klar. Im Süden hier und da Nebel. Tiefstwerte zwischen 12 und 6 Grad, auf den Inseln milder.
für Dienstag, 22.September 2020
Am Dienstag von Südwesten zunehmend bewölkt und vor allem vom Schwarzwald bis in den östlichen Alpenraum teils kräftige Schauer und Gewitter. In der Nordhälfte sowie im Westen bis zum Abend sonnig. Bei schwachem bis mäßigem Süd- bis Südwestwind Erwärmung auf 21 bis 28 Grad.
In der Nacht zum Mittwoch im Süden stark bewölkt mit zum Teil schauerartigem Regen im Alpenraum, sonst aber nur einzelnen Schauern oder Gewittern. Ansonsten wolkig oder gering bewölkt und niederschlagsfrei, im Norden auch vielfach klar. Örtlich Nebelbildung. Tiefsttemperatur 16 Grad bis 8 Grad.
für Mittwoch, 23.September 2020
Am Mittwoch im Norden und Nordosten noch heiter bis wolkig und weitgehend trocken. Sonst wechselnd, zeitweise auch stark bewölkt mit einzelnen, im Südosten vermehrt teils kräftigen Schauern und Gewittern. Höchstwerte zwischen 20 Grad im Allgäu und an der Nordseeküste und bis 27 Grad an Oder und Spree. Schwacher bis mäßiger Süd bis Südostwind.
In der Nacht zum Donnerstag von Westen Bewölkungsverdichtung und nachfolgend in der Westhälfte etwas Regen. Im Osten und Südosten dagegen bis zum Morgen aufgelockert, teils auch gering bewölkt und überwiegend niederschlagsfrei. Minima 14 bis 8 Grad. Im Westen und Nordwesten zunehmender Südwestwind, im Bergland mit starken, an der Nordsee auch stürmischen Böen.
 

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

 

10-Tage-Deutschlandvorhersage

20-09-2020 10:50


VHDL17 DWOG 201200
Deutscher Wetterdienst
10-Tage-Vorhersage für Deutschland
von Mittwoch, 23.09.2020 bis Mittwoch, 30.09.2020
ausgegeben von der Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
am Sonntag, 20.09.2020, 12:49 Uhr

Wechselhaft und mäßig warm.


Vorhersage für Deutschland bis Sonntag, 27.09.2020,
Am Mittwoch im Norden und Nordosten noch heiter bis wolkig und
weitgehend trocken. Sonst wechselnd, zeitweise auch stark bewölkt mit
einzelnen, im Südosten vermehrt teils kräftigen Schauern und
Gewittern. Höchstwerte zwischen 20 Grad im Allgäu und an der
Nordseeküste und bis 27 Grad an Oder und Spree. Schwacher bis mäßiger
Süd bis Südostwind.
In der Nacht zum Donnerstag von Westen Bewölkungsverdichtung und
nachfolgend in der Westhälfte etwas Regen. Im Osten und Südosten
dagegen bis zum Morgen aufgelockert, teils auch gering bewölkt und
überwiegend niederschlagsfrei. Minima 14 bis 8 Grad. Im Westen und
Nordwesten zunehmender Südwestwind, im Bergland mit starken, an der
Nordsee auch stürmischen Böen.

Am Donnerstag bei teils aufgelockerter, teils starker Bewölkung
besonders im Süden einzelne Schauer. Nachmittags und abends beginnt
es im Südwesten dann länger anhaltend zu regnen. Die Höchstwerte
liegen von West nach Ost zwischen 17 und 25 Grad, wobei der
Südwestwind im Westen und Nordwesten stark böig, im Umfeld und über
der Deutschen Bucht auch stürmisch weht. Allgemein treten im
exponierten Bergland stürmische Böen, auf dem Brocken teils auch
schwere Sturmböen aus Südwest auf.
In der Nacht zum Freitag regnet es besonders im Süden und über der
Mitte teils längere Zeit, nach Norden zu werden nur einzelne Schauer
erwartet. Die Tiefstwerte liegen zwischen 13 Grad auf den Inseln und
teils um 6 Grad im Binnenland.

Am Freitag regnet es im Süden längere Zeit, besonders am Alpenrand
zeitweise auch kräftig. Die Wolkendecke lockert nach Nordwesten
deutlich auf und dort bleibt es auch meist trocken. Der südwestliche
Wind weht über der Deutschen Bucht noch böig, im Bergland stürmisch
und sonst schwach bis mäßig. Die Höchstwerte liegen im Dauerregen nur
wenig über 10 Grad und sonst zwischen 14 und 19 Grad.
In der Nacht zum Samstag regnet es im Süden und Südosten weiter bei
einer auf rund 1500 m sinkenden Schneefallgrenze. Sonst entwickeln
sich bei überwiegend starker, im Norden zeitweise auch aufgelockerter
Bewölkung nur einzelne Schauer. Die Tiefstwerte liegen zwischen 13
Grad auf den Inseln und sonst zwischen 10 und 4 Grad.

Am Samstag regnet es besonders im Südosten Deutschlands noch längere
Zeit, sonst fällt bei meist starker Bewölkung nur zeitweise
Niederschlag. Die Höchstwerte liegen zwischen 10 und 17 Grad und der
West- bis Nordwestwind weht mäßig, im Bergland teils böig.
In der Nacht zum Sonntag lockert die Bewölkung im Nordwesten etwas
stärker auf, sonst überwiegt dichte Bewölkung mit etwas Niederschlag.
Die Tiefstwerte liegen unverändert zwischen 13 und 2 Grad (je nach
Aufklaren kann lokal leichter Frost in Bodennähe nicht ausgeschlossen
werden). Der Wind weht schwach, im Bergland mäßig aus West.

Am Sonntag regnet es bei starker Bewölkung zeitweise. Die Höchstwerte
liegen zwischen 12 und 17 Grad bei schwachem, im Norden mäßigem Wind
aus West bis Nordwest.


Trendprognose für Deutschland, von Montag, 28.09.2020 bis Mittwoch,
30.09.2020,
Montag bis Mittwoch leicht wechselhaft und mäßig warm.

Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach / Dipl.-Met. Helge Tuschy

 

 

Thema des Tages

20-09-2020 08:20

Wenn das Alphabet ausgeht...

Die diesjährige Hurrikansaison zählt zu den aktivsten seit Beginn der
Aufzeichnungen. Da kann einem bei der Benennung der Stürme schon mal
das Alphabet ausgehen.


Sie sind nicht mehr aus den Wetterkarten wegzudenken: Namen für Hoch-
und Tiefdruckgebiete. Die Idee dazu, Druckgebilde, die einen Einfluss
auf unser Wettergeschehen in Deutschland haben, zu benennen, hatte
1954 Karla Wege, damalige Studentin des Instituts für Meteorologie
der Freien Universität (FU) Berlin.

Vorreiter diesbezüglich waren allerdings die USA. Der US-Wetterdienst
begann bereits im Zweiten Weltkrieg damit, Taifune, also tropische
Wirbelstürme über dem Pazifik, mit Vornamen zu versehen. Der Grund
hierfür war recht simpel: Man konnte dadurch deutlich leichter den
Überblick über das aktuelle Wettergeschehen behalten. Dies machte
sich vor allem dann bezahlt, wenn nicht nur ein, sondern gleich
mehrere Taifune unterwegs waren. Diese Vorgehensweise war so
erfolgreich, dass man sich entschied, in Zukunft auch Hurrikane
(tropische Wirbelstürme über dem Atlantik mit Mittelwinden über 118
km/h) zu benennen.

Nach einigen Weiterentwicklungen dieses Benennungsprozesses werden
seit 1979 alle tropischen Stürme über dem Nord- und Zentralatlantik
(Mittelwinde über 60 km/h) mit männlichen und weiblichen Vornamen
versehen. Im Gegensatz zu Deutschland, wo man bei der FU Berlin ein
Hoch oder Tief gegen Bezahlung taufen lassen kann, sind die Namen der
Tropenstürme durch die WMO (Weltorganisation für Meteorologie)
vorgegeben. Sie entwickelte sechs Namenslisten, wobei pro
Kalenderjahr eine Liste genutzt wird. 1979 startete man mit Liste 1,
1980 wurde Liste 2 genutzt und 1984 schließlich Liste 6. Darauf
wiederholt sich dieser Listendurchlauf, d.h. 1985 kam wieder Liste 1
zum Einsatz. In diesem Jahr wird auf Liste 6 zurückgegriffen.

Jede Liste beinhaltet dabei 21 Namen, beginnend mit allen Buchstaben
des Alphabets außer Q, U, X, Y und Z (mit diesen Anfangsbuchstaben
gibt es kaum Namen bei den "Amis"). Der erste Tropensturm dieses Jahr
hieß somit Arthur (aktiv vom 16. bis 19.05.) und der letzte dieser
Liste Wilfred, der seit letztem Freitag über dem offenen Atlantik
unterwegs ist. Bisher gab es in diesem Jahr 23 Tropenstürme, darunter
8 Hurrikane.

Äh, 23 Stürme bei 21 Namen? Ja! Für diesen ungewöhnlichen Fall, der
bis dato nur 2005 vorkam (damals 28 Tropenstürme), hat die WMO
vorgesorgt und bringt schlicht und ergreifend das griechische
Alphabet ins Spiel. Das bedeutet, der nächste Tropensturm nach
Wilfred wurde Alpha getauft, also wie der erste Buchstabe des
griechischen Alphabets. Auch Beta wurde bereits vergeben und
bezeichnet nun einen Tropensturm, der derzeit seine Kreise über dem
Golf von Mexiko zieht. Da die atlantische Hurrikansaison allerdings
offiziell von Juni bis November dauert (wobei rund 95 % der Stürme im
Mittel zwischen Mitte August und Ende Oktober auftreten), ist es mehr
als wahrscheinlich, dass das Griechische Alphabet noch weiter
ausgeschöpft werden muss. Die nächsten Namen wären demnach Gamma,
Delta und Epsilon.

Änderungen an den Namenslisten gibt es übrigens nur, wenn ein
besonders schadensträchtiger Sturm gewütet hat. Dann wird dieser Name
durch die WMO gestrichen und neu besetzt. So erging es beispielsweise
2005 Katrina.

Eine Übersicht über die Namenslisten finden Sie beispielsweise auf
den Seiten des Nationalen Hurrikan Zentrums (https://bit.ly/33JbnmT).
Der Autor blickt auf jeden Fall schon gespannt auf 2022. Dann könnte
Tropensturm Tobias über dem Atlantik wirbeln. Hoffentlich muss der
Name daraufhin nicht gestrichen werden...

Dipl.-Met. Tobias Reinartz
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 20.09.2020

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