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Deutschlandwetter - aktuell

ausgegeben von der Vorhersage- und Beratungszentrale in Offenbach am
Dienstag, 10.12.2019, 11:30 Uhr

 

Schlagzeile:
Typisches Winterwetter der mittleren Breiten!
 
Deutschlandübersicht:

Offenbach, Dienstag, den 10.12.2019, 11:30 Uhr -

" Das Wetter zeigt sich derzeit eher von seiner launischen Seite. Nachdem am heutigen Dienstag Hoch "Tatjana" nochmals für Zwischenhocheinfluss und somit einen recht ruhigen Wettercharakter mit regional längeren sonnigen Abschnitten sorgt, geben sich ab der kommenden Nacht die Tiefdruckgebiete und deren Tiefausläufer wieder die Klinke in die Hand.

Den Anfang macht Tief "Siro", der sich südlich von Island schon mächtig aufplustert und seine Ausläufer mit Macht von den Britischen Inseln auf das Festland steuert. In der Folge bildet sich von Neufundland bis nach Norwegen eine Tiefdruckzone aus. Wiederholt über dem Atlantik ostwärts wandernde Tiefs schieben jedoch auch danach weiter Wolkenreiche mäßig kalte bis milde Luft Richtung Deutschland. Ein durchgreifender Wintereinbruch bis in tiefe Lagen ist zunächst nicht in Sicht. Eine Schneedecke bleibt wohl nur den höheren Mittelgebirgslagen sowie der Alpenregionen vorbehalten.

Das "Auf und Ab" der Temperaturen und zwischenzeitlichem Zwischenhocheinfluss mit Auflockerungen sorgt zudem auch für weniger schöne winterliche Phänomene wie Glatteis. Besonders am morgigen Mittwoch können die von Westen aufkommenden Regenfälle im zentralen und östlichen Mittelgebirgsraum örtlich auch als gefrierender Regen zu Boden fallen und für erhebliche Glätte sorgen. Der Grund liegt in der nächtlichen Auskühlung und einer rückseitig des letzten Tiefs eingeflossenen kühlen Luftmasse aus nördlichen Breiten. Die Tiefstwerte am Mittwochmorgen liegen südlich der Linie Eifel-Berlin überwiegend im leichten Frostbereich. Wenn nun die meist flüssigen Niederschläge in die kalte bodennahe Schicht bzw. auf den gefrorenen Boden fallen, kann dies vorübergehend für eine Eisschicht sorgen. Daher sollten Autofahrer am morgigen Mittwoch sowie allgemein in den Morgenstunden der kommenden Tage Vorsicht walten lassen.

Insgesamt ist diese meist wechselhafte und allenfalls mäßig kalte Westströmung typisch für einen Winter der mittleren Breiten. Vor allem in den 90er Jahren waren derartige Wetterlagen häufig auf der Tagesordnung, einhergehend mit einem Winterfeeling vorwiegend nur im höheren Bergland. Wie sich die Großwetterlage in diesem Winter entwickelt muss noch abgewartet werden, auch wenn diverse Trendprognosen davon ausgehen, dass das mäßig kalte bis milde Westwetter den gesamten Winter dominieren soll (vgl. Thema des Tages 30.11.2019). "

Das erklärt Dipl.-Met. Lars Kirchhübel von der Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.
 
Hinweis:

Die aktuellen Wetter- und Unwetterwarnungen finden Sie unter:
www.wettergefahren.de

Aktuelle Wetter- und Klimainformationen finden Sie unter:
www.dwd.de

Die Vorhersage- und Beratungszentrale des DWD ist rund um die Uhr
telefonisch erreichbar unter Tel.: 069/8062-3333

 

Deutschlandvorhersage:

für Dienstag, 10.Dezember 2019
Heute im Süden wolkig oder stark bewölkt und vor allem an den Alpen noch etwas Schnee, sonst dort nur örtlich kurze Schauer, im Südwesten tagsüber zunehmend auflockernd und recht sonnig. Im Norden und der Mitte wechselnd oder gering bewölkt mit längeren sonnigen Abschnitten. Am meisten Sonne im Nordosten. Zum Abend im Nordwesten und Westen neuerliche Wolkenverdichtung. 2 bis 8 Grad. In den Alpen Sturmböen, sonst meist nur schwachwindig aus Süd, zum Abend im Nordwesten auffrischender Wind mit Sturmböen an der Nordsee.
In der Nacht zum Mittwoch im Südosten noch aufgelockert, sonst von Nordwesten her ausgreifende dichte Bewölkung und aufkommende Niederschläge. Ausgangs der Nacht bei Erreichen der Mittelgebirge gefrierender Regen oder etwas Schnee möglich. Nachttemperaturen im Norden und Nordwesten 5 bis 1 Grad, sonst 1 bis -5 Grad, südlich der Donau bis -9 Grad. In der Nordwesthälfte mäßiger, teils frischer Süd- bis Südwestwind mit starken bis stürmischen Böen, in den Hochlagen sowie an der See Sturmböen, exponiert schwerer Sturm. Im Süden meist nur schwach windig.
für Mittwoch, 11.Dezember 2019
Am Mittwoch auch im Südosten Wolkenaufzug, aber meist noch trocken. Sonst bei bedecktem Himmel vom Südwesten in den Nordosten schauerartig verstärkte, teils länger anhaltende Niederschläge, in tiefen Lagen meist als Regen oder
Schneeregen, im Mittelgebirgsraum zunächst weiter lokal Glatteisgefahr durch gefrierenden Regen, nach Süden und Südosten zu dann zunehmend Schnee. Nachmittags im äußersten Nordwesten nachlassender Regen und Auflockerungen. Höchstwerte 1 Grad in Niederbayern und bis 9 Grad an der Nordsee. Schwacher bis mäßiger Süd- bis Südwestwind, im Bergland sowie anfangs im Küstenumfeld Sturmböen, in exponierten Gipfellagen schwere Sturmböen, im Verlauf abnehmend.
In der Nacht zum Donnerstag weiter überwiegend stärker bewölkt. Im Süden und Osten Regen oder Schneeregen, im Bergland Schnee, im Westen Regen, Schnee oder Graupelschauer. Im Norden überwiegend niederschlagsfrei. Tiefstwerte 5 Grad an der Nordsee und bis -4 Grad in Niederbayern, in den Alpen bis -6 Grad. Glättegefahr. Abgesehen von höheren Berglagen meist schwachwindig.
für Donnerstag, 12.Dezember 2019
Am Donnerstag zunächst wolkig oder stark bewölkt, im Verlauf vor allem von der Nordsee bis zu den Alpen zunehmend auflockernd. In der Osthälfte noch einzelne Regen, Schneeregen oder Schneeschauer. Zum Abend im Westen neuerlich dichte Bewölkung aufkommend. Höchsttemperaturen zwischen 0 Grad in Ostbayern und 8 Grad am Rhein. Mäßiger bis frischer Wind aus Südwest, auf Süd drehend. Im Westen und Norden Windböen, im Bergland und an den Küsten teils stürmische Böen oder Sturmböen.
In der Nacht zum Freitag von Westen ostwärts ausgreifende dichte Bewölkung mit Regen, Schneeregen oder Schnee. Örtlich Glatteisgefahr durch gefrierenden Regen. Tiefstwerte 4 Grad am Niederrhein und bis -5 Grad in Südostbayern. Deutliche Windzunahme mit starken bis stürmischen Böen im Westen und Südwesten sowie an der See. Im höheren Bergland sowie den Alpen Sturmböen, in Hochlagen schwere Sturmböen oder orkanartige Böen. Wind aus Südost bis Südwest.
für Freitag, 13.Dezember 2019
Am Freitag stark bewölkt bis bedeckt. Nach Osten und Südosten vorankommende, teils kräftige Niederschläge, von Westen in Schauer und vereinzelte Gewitter übergehend. Im Südosten und Osten anfangs bis in tiefe Lagen nasser Schneefall möglich, später ansteigende Schneefallgrenze. Erwärmung auf 0 Grad im östlichen Bergland und 8 Grad am Oberrhein. In der Südhälfte und an der See mäßiger bis frischer, in Böen starker bis stürmischer Wind, im Süden aus Südwest, im Norden aus Südost. Auf den Bergen Sturmböen oder schwere Sturmböen, exponiert orkanartige Böen.
In der Nacht zum Samstag weitere schauerartige Niederschläge, in den Hochlagen der Mittelgebirge sowie an den Alpen als Schnee. Nur wenige Auflockerungen. Tiefstwerte zwischen +4 im Westen und Nordwesten bis -4 im südöstlichen Bergland. In der Südhälfte in Böen weiterhin starker bis stürmischer Südwest- bis Westwind, im Bergland teils schwere Sturm.
 

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

10-Tage-Deutschlandvorhersage

10-12-2019 13:20


VHDL17 DWOG 101200
Deutscher Wetterdienst
10-Tage-Vorhersage für Deutschland
von Freitag, 13.12.2019 bis Freitag, 20.12.2019
ausgegeben von der Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
am Dienstag, 10.12.2019, 13:55 Uhr

Am Freitag und Samstag gebietsweise Regen und teils stürmisch, im
Bergland Schneefälle. Ab Sonntag milder, aber noch unbeständig. Ab
Mittwoch kommender Woche wahrscheinlich leichter Hochdruckeinfluss.


Vorhersage für Deutschland bis Dienstag, 17.12.2019,
Am Freitag anfangs im Nordosten noch Wolkenlücken und trocken. Sonst
stark bewölkt bis bedeckt. Nach Osten vorankommende, teils kräftige
Niederschläge, von Westen in Schauer und vereinzelte Gewitter
übergehend. Im Südosten und Osten anfangs bis in tiefe Lagen nasser
Schneefall möglich, später ansteigende Schneefallgrenze. Erwärmung
auf 0 Grad im östlichen Bergland und 8 Grad am Oberrhein. In der
Südhälfte und an der See mäßiger bis frischer, in Böen starker bis
stürmischer Wind, im Süden aus Südwest, im Norden aus Südost. Auf den
Bergen Sturmböen oder schwere Sturmböen, exponiert orkanartige Böen.

In der Nacht zum Samstag weitere schauerartige Niederschläge, in den
Hochlagen der Mittelgebirge sowie an den Alpen als Schnee. Nur wenige
Auflockerungen. Tiefstwerte zwischen +4 im Westen und Nordwesten bis
-1 Grad im südöstlichen Bergland.

Am Samstag wechselnd bis stark bewölkt und wiederholt Schauer, im
höheren Bergland oberhalb von 500 bis 1000 m Schnee. Höchstwerte
zwischen 3 Grad im Vogtland und 9 Grad am Oberrhein. In Kamm- und
Gipfellagen um 0 Grad. Verbreitet mäßiger bis frischer West- bis
Südwestwind mit starken bis stürmischen Böen. Im Bergland und an der
See Sturmböen, exponiert orkanartige Böen.
In der Nacht zum Sonntag anfangs noch einzelne Schauer, im Bergland
als Schnee. Später Auflockerungen, zum Teil sogar Aufklarend.
Abkühlung auf +4 bis -1 Grad. Anfangs in Böen noch starker bis
stürmischer Westwind, im Verlauf nachlassend. Im Bergland durchweg
Sturmböen.

Am Sonntag im Osten anfangs aufgelockerte Bewölkung und kaum
Niederschlag. Sonst Bewölkungsverdichtung und von Westen einsetzender
Regen, im östlichen Bergland anfangs auch Schnee. Schneefallgrenze im
Tagesverlauf auf über 1500 m steigend. Höchsttemperaturen zwischen 4
Grad im Vogtland und 11 Grad am Oberrhein.
Im Westen und an der Nordsee wieder auffrischender, auf Süd drehender
Wind. Dabei starke, vereinzelt stürmische Böen. Auf den Bergen
Sturmböen.
In der Nacht zum Montag im Norden und Westen sowie in der Mitte aus
starker Bewölkung zeitweise Regen. Im Südosten wolkig, teils klar und
trocken. Im Mittelgebirgsraum sowie an der See mäßiger bis frischer
und in Böen starker, exponiert stürmischer Süd- bis Südwestwind.

Am Montag und Dienstag im Südosten teils heiter, teils neblig-trüb
und meist trocken. Auch ganz im Nordwesten einige Wolkenlücken und
nur vereinzelt Schauer. Im breiten Streifen dazwischen meist stark
bewölkt und zeitweise Regen. Höchstwerte meist zwischen 6 Grad im
Vogtland und bis 12 Grad am Oberrhein und an den Alpen. An der See
und im Bergland mäßiger bis frischer Südwestwind mit stürmischen
Böen, in den Alpen anfangs Föhnsturm.
Tiefstwerte in den Nächten meist +5 bis +1 Grad, bei Aufklaren
vereinzelt 0 bis -2 Grad.

Trendprognose für Deutschland, von Mittwoch, 18.12.2019 bis Freitag,
20.12.2019,
Am Mittwoch, Donnerstag und Freitag teils hochnebelartig bewölkt,
teils aufgeheitert und kaum noch Regen. Höchstwerte meist zwischen 5
Grad bei trübem Wetter und 11 Grad am Fuße des Schwarzwaldes bei
etwas Sonnenschein. In den Nächten bei längerem Aufklaren sowie im
Bergland leichter Frost bis -3 Grad, sonst meist +5 bis 0 Grad. Auf
den Bergen noch lebhafter Wind um Süd. In den Niederungen meist
schwacher Wind um Südost.

Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach / Dipl.-Met. Olaf Pels Leusden

 

Thema des Tages

10-12-2019 10:20

Das Gesamtbild der Luftmassenzirkulation und die Bedeutung für das
Wetter!


Das Wetter zeigt sich derzeit eher von seiner launischen Seite.
Nachdem am heutigen Dienstag Hoch "Tatjana" nochmals für
Zwischenhocheinfluss sorgt, geben sich ab der kommenden Nacht die
Tiefdruckgebiete und deren Tiefausläufer wieder die Klinke in die
Hand. Eine Folge der eingespielten Nordatlantik Zirkulation?!

Wie schon häufig im Thema des Tages beschrieben, bilden sich Hoch-
und Tiefdruckgebiete bevorzugt entlang der sogenannten "Polarfront"
(vgl. Wetterlexikon DWD). Diese Luftmassengrenze ist oft wellenförmig
deformierte und steuert die Hoch- und Tiefdruckgebiete und somit das
Gesamtbild der Luftdruckverteilung auf der Nordhemisphäre. Dabei ist
zu beobachten, dass auf der Nordhalbkugel die Wellenamplitude im
Vergleich zur vom Wasser dominierten Südhemisphäre größer ist.
Während sich auf der Nordseite der Polarfront hochreichende Tiefs
teilweise bis in subtropische Gebiete erstrecken, wandern die Tief-
und Hochdruckgebiete auf der Südseite sehr zonal mit der westlichen
Höhenströmung.

Diese Luftdruckverteilungen bzw. Zirkulationsmuster der Atmosphäre
werden auf der Nordhalbkugel durch diverse Indizes beurteilt und
anschließend mit der Witterung in Verbindung gebracht. Für den
Bereich des Pazifiks und Nordamerikas analysieren die Meteorologen
den sogenannten "PNA-Index (Pacific-North-America-Index)". Um das
Wettergeschehen über Europa zu erklären, wird der sogenannte
"NAO-Index (North-Atlantic-Oscillation-Index)" betrachtet. Doch was
beschreiben diese Indizes bzw. entsprechenden Zirkulationsmuster? Der
heutige Abschnitt beschäftigt sich dabei mit dem atlantischen und
europäischen Raum.

Die Nordatlantische Oszillation beschreibt den Druckunterschied
zwischen dem Islandtief (Reykjavik) und dem Azorenhoch (Ponta
Delgada) auf dem Atlantik (vgl. Abbildung 1). Je nachdem, ob die
Differenz positiv oder negativ ist, lassen sich Aussagen über die
Stärke der Westwinddrift, also der westlichen Strömung über dem
Ostatlantik, machen. Die zeitliche Variabilität wird dabei
üblicherweise durch den NAO-Index abgebildet. Ist der
Luftdruckgegensatz zwischen dem Azorenhoch im Süden und dem
Islandtief im Norden durch einen sehr tiefen Druck über Island und
einen sehr hohen Druck über den Azoren größer als im Mittel, so
spricht man von einem positiven NAO-Index. In diesem Fall kann sich
etwa zwischen 40° und 60° nördliche Breite eine starke westliche
Strömung ausbilden, die im Winterhalbjahr häufig mit Winterstürmen
einhergeht. Diese bringen von West- über Mitteleuropa hinweg bis nach
Sibirien oft milde Winter und reichlich Niederschläge. Vom
Mittelmeerraum bis zum vorderen Orient herrschen bei einer positiven
NAO dagegen meist Trockenheit und relativ kalte Winter vor, in
Westgrönland dominieren dann kalte nördliche Winde.

Bei einem negativen NAO-Index ist der Druckgegensatz zwischen dem
Islandtief und dem Azorenhoch deutlich abgeschwächt. Teilweise drehen
sich die Druckgebilde sogar um, sodass sich über Island ein
Hochdruckgebiet und über den Azoren ein Tief befindet. Dadurch können
sich häufig blockierende Wetterlagen durchsetzen. Dabei bilden sich
im Winter oftmals Hochdruckgebiete über Westeuropa, die dazu führen,
dass aus Norden kalte Luft nach Mitteleuropa einfließen kann.
Allerdings können die die Westströmung blockierenden Hochs auch
weiter östlich auftreten. In diesen Fällen würden dann auf der
Westseite eher milde Luftmassen aus dem Mittelmeerraum nach Norden
gelangen. Gerade am sehr milden Weihnachtsfest im letzten Jahr konnte
man dies beispielhaft beobachten. Im Mittelmeerraum herrschen dann
oft milde, aber auch feuchte Witterungsverhältnisse vor.

Ein Blick auf den NAO-Index der letzten Monate (siehe Abbildung 2)
zeigt, dass dieser sich von September bis Mitte November meist im
neutralen oder leicht negativen Bereich befindet. In der zweiten
Novemberhälfte sank er dann auf einen Wert von -1 und somit hin zu
vorübergehend negativen Verhältnissen ab. Dies äußerte sich beim
Wetter, indem über dem Atlantik und Westeuropa kräftige
Tiefdruckgebiete wirbelten. Von dem Azorenhoch gab es kaum etwas zu
sehen, stattdessen konnte sich über Osteuropa ein mächtiges Hoch
ausbilden und die atlantischen Tiefs auf Ihrem Weg nach Osten
ausbremsen. Deutschland lag dabei aber überwiegend auf der warmen
Seite der Tiefs. Einen winterlichen Gruß gab es nur zum
Monatswechsel, als sich vorübergehend ein Hoch von Island bis ins
westliche Mittelmeer zog und somit die Tiefs schon frühzeitig
blockierende. In diesem Fall konnte von Norden kalte Polarluft ins
Land vordringen.

Seit Anfang Dezember gab es dann bei der NAO wieder ein signifikanter
Trend zu deutlich positiven Werten zwischen 1 und 2 zu beobachten.
Nach dem kurzen Kaltlufteinbruch konnte sich die Westströmung rasch
erholen. Bis auf kurzzeitigen Zwischenhocheinfluss und somit
ruhigeren Wetterbedingungen gaben und geben sich derzeit die
Tiefdruckgebiete sowie die zugehörigen Tiefausläufer die Klinke in
die Hand. Eine, für die mittleren Breiten, typische Westwetterlage
mit einem windigen, unbeständigen und mäßig kalten bis milden
Wettercharakter ist die Folge.

Nach Monatsmitte soll der NAO-Index zwar wieder stärker fallen und
meist neutrale Werte annehmen. Dies wiederum darf nicht gleich als
deutliches Signal hin zu blockierenden Zirkulationsverhältnissen und
dauerhafte winterliche Bedingungen bis in tiefe Lagen gewertet
werden.

Dipl.-Met. Lars Kirchhübel
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 10.12.2019

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst
 

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