Deutschlandwetter - aktuell
ausgegeben von der Vorhersage- und Beratungszentrale in Offenbach am
Mittwoch, 18.02.2026, 10:15 Uhr
Schlagzeile:
Der Winter zeigt sich in seinen letzten Zügen teils noch einmal markant, zum Wochenende hin dann ein sehr mildes, stürmisches Nass.
Deutschlandübersicht:
Offenbach, Mittwoch, den 18.02.2026, 10:15 Uhr -
"Während heute die letzten Schneeschauer der letzten Tage über die östliche Mitte abziehen, kommt von Südwesten neuer Niederschlag in allen Phasen auf, die zur Warmfront des Tiefs Xira II
(international Pedro) gehören. Nordwärts ziehend fällt bis heute Abend bis zu einer Linie vom Saarland zum Alpenvorland Schnee. Dieser geht mit einfließender milder Luft aus dem Süden nachts
rückseitig in Regen über, und fällt dabei in Baden-Württemberg und Bayern teils auf gefrorene Böden mit Glatteisgefahr.
Glättegefahr besteht auch nördlich davon bis in den Donnerstag hinein, wo der Schneefall bis zum Morgen eine Linie Münsterland-Oberfranken erreicht, dort verweilt, und nur allmählich nachlässt. Vor
allem oberhalb etwa 300 bis 400 m wird der zeitweise recht kräftige Schneefall zu Mengen von 5 bis 10 cm in nur wenigen Stunden und damit zu teils erheblichen Einschränkungen zur Berufsverkehr-Zeit
führen!
Bis Donnerstagabend ist die Warnlage in der Mitte dann überstanden, wohingegen im Süden Bayerns dafür bis weit in die Nacht zum Freitag hinein einiges an Neuschnee fällt. In den Alpen sind verbreitet
20 bis 30 cm Neuschnee zu erwarten.
Im Norden und Osten Deutschlands bleibt es vergleichsweise ruhig, teils sonnig. Dafür bleibt es im Nordosten temperaturtechnisch unterkühlt mit dem gewohnten Dauerfrost, in der Nacht zum Donnerstag
und auch in der Folgenacht auf Freitag teils strenger Frost unter -10 Grad. Dann wird es auch im Westen und Süden in weiten Landesteilen nochmal frostig kalt, bevor sich dann am Freitag die merkbare
Milderung ankündigt.
Diese kommt von Westen und sorgt für Temperaturen bis 8 Grad, bringt aber auch Regen mit einer neuen Front mit sich. Im Osten bleibt es vorerst noch kälter, unter Zwischenhocheinfluss dafür
verbreitet sonnig.
Die Niederschläge erreichen dann bis in die Nacht auf Samstag große Teile Deutschlands, im zuvor dauerfrostigen Osten könnte Glatteisbildung noch einmal Thema werden.
Am Samstag und Sonntag erreichen die Temperaturen verbreitet um 10 Grad, im Westen darüber, im Osten etwas zögerlicher. Der Wind frischt deutlich auf, vor allem in den westlichen Mittelgebirgen wird
es stürmisch, teils auch bis in die Niederungen, außerdem auch an der Nordsee. Am Sonntag lässt der Wind dann allmählich etwas nach.
Das unbeständige, milde und teils windige Wetter bleibt uns auch in der Folge in weiten Landesteilen erhalten - voraussichtlich bis weit in die kommende Woche hinein. "
Das erklärt Dipl.-Met. Thorsten Kaluza von der Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.
Hinweis:
Die aktuellen Wetter- und Unwetterwarnungen finden Sie unter:
www.wettergefahren.de
Aktuelle Wetter- und Klimainformationen finden Sie unter:
www.dwd.de
Die Vorhersage- und Beratungszentrale des DWD ist rund um die Uhr
telefonisch erreichbar unter
Tel.: 069/8062-3333
Deutschlandvorhersage:
für Mittwoch, 18.Februar 2026
Heute im Osten und Nordosten stark bewölkt, vom Harz bis zum Erzgebirge noch einzelne Schneeschauer. Sonst meist trocken. Im äußersten Südwesten am Vormittag aufkommender Schneefall, entlang des
Oberrheins Schneeregen oder Regen, bis zum Abend eine Linie Saarland-Alpenvorland erreichend. Tageshöchsttemperaturen im Norden und in der Mitte -2 bis +2, im Süden und in Rheinnähe 2 bis 6 Grad.
Meist schwachwindig.
In der Nacht zum Donnerstag bis zu einer Linie Münsterland-Nordhessen-Ostbayern vorankommende Niederschläge. Im Südwesten und Süden bis in höhere Lagen Regen, vor allem im Süden teils gefrierend mit
Unwettergefahr. In der Mitte Schnee, teils kräftig. Im Norden und Osten dagegen aufgelockert bis gering bewölkt und trocken. Dort Tiefstwerte zwischen -3 und -11 Grad, sonst +2 bis -3 Grad.
für Donnerstag, 19.Februar 2026
Am Donnerstag vom Ruhrgebiet bis nach Franken weiterhin Schneefall, allmählich abklingend, südlich davon Regen oder Schneeregen. Im Übergangsbereich anfangs stellenweise noch gefrierender Regen. In
den Alpen und im Alpenvorland teils starker Schneefall. Im Norden und Osten wechselnd bewölkt und trocken. Im Nordosten sowie in einigen Mittelgebirgslagen leichter Dauerfrost bei -3 bis 0 Grad,
sonst 0 bis 5, im Breisgau bis 11 Grad. Vorübergehend auffrischender Wind um Nordost.
In der Nacht zum Freitag im Süden noch gebietsweise Schneefall, an den Alpen und im Süden Bayerns teils kräftig und länger anhaltend. Sonst gebietsweise aufklarend. Rückgang auf 0 bis -6, bei klarem
Himmel im Norden und Osten -6 bis -11 Grad.
für Freitag, 20.Februar 2026
Am Freitag an den Alpen anfangs noch etwas Schnee. Sonst vielfach heiter und trocken. Von Westen Wolkenaufzug mit einsetzendem Regen. Im Nordosten leichter Dauerfrost, sonst 1 bis 4, in Rheinnähe bis
8 Grad. An der Küste auffrischender Wind aus Süd, sonst schwachwindig.
In der Nacht zum Samstag von Nordwesten und Westen her etwas Schnee und Regen, vor allem im Nordosten in gefrierenden Regen übergehend, dabei regional erhöhte Glatteisgefahr. An Oder und Neiße sowie
in Niederbayern wahrscheinlich bis zum Morgen trocken. Tiefstwerte -1 bis -7, im östlichen und südöstlichen Bergland bis -10 Grad. An Nieder- und Oberrhein bereits frostfrei. Im Laufe der Nacht von
Westen deutliche Milderung.
für Samstag, 21.Februar 2026
Am Samstag überwiegend bedeckt mit Regenfällen, in der Osthälfte anfangs z.T. noch gefrierend mit Glatteis oder Schneefall. Im Tagesverlauf vor allem im Norden und Westen trockene Phasen, aber kaum
Auflockerungen. Erwärmung im Westen und Südwesten auf 7 bis 13 Grad. Sonst Höchstwerte 2 bis 8 Grad, am kühlsten an der Ostsee. Mäßiger, an der See und im höheren Bergland frischer, in Böen
stürmischer Südwestwind.
In der Nacht zum Sonntag stark bewölkt bis bedeckt, zeitweise Regen oder Nieselregen. Tiefsttemperatur in der Westhälfte 9 bis 4, sonst 6 bis 1, im östlichen Bergland lokal um 0 Grad.
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Wetterlage
18-02-2026 04:10
Die eingeflossene subpolare Meeresluft gelangt unter Zwischenhocheinfluss. Im Tagesverlauf greift die Warmfront eines Tiefs vor Westeuropa auf den Westen und Süden
Deutschlands über. SCHNEE:Vor allem im Norden, Osten und Südosten noch gebietsweise leichter Schneefall. Dabei bis zum Vormittag meist nur wenige Zentimeter Neuschnee, im Stau des Erzgebirges und des
Bayerischen Waldes nochmal 5 bis 10 cm. Am späten Vormittag im Südwesten erneut aufkommende Niederschläge, bis zum Abend etwa zu einer Linie Saarland-Alpenvorland vorankommend. In tiefen Lagen rasch
in Regen übergehend, bzw. bereits als Regen beginnend. Sonst Schneefall mit 1 bis 5 cm Neuschnee, im Schwarzwald auch um 10 cm. In der Nacht zum Donnerstag etwa bis zu einer Linie
Münsterland/Nordhessen/Nord- und Ostbayern vorankommende Niederschläge. Dabei häufig 1 bis 5 cm, vor allem in Staulagen der westlichen und zentralen Mittelgebirge 10 bis 15 cm Neuschnee in 6 bis 12
Stunden. Mit geringer Wahrscheinlichkeit in der zweiten Nachthälfte auch vom Niederrhein und dem Münsterland bis in das Ruhrgebiet um 10 cm Neuschnee in 6 Stunden möglich, Entwicklung noch unsicher.
Im Südwesten und im äußersten Süden Übergang in Regen. GLÄTTE/GLATTEIS:Bis zum Vormittag Glätte durch geringen Schneefall oder gefrierende Nässe möglich.Tagsüber vor allem im Bergland sowie bei
Dauerfrost im Norden und Osten weiterhin Glätte durch überfrorene Nässe oder etwas Neuschnee.In der Nacht zum Donnerstag im Südwesten und im äußersten Süden Übergang der Niederschläge in Regen. Dabei
örtlich Glatteis durch gefrierenden Regen wahrscheinlich. WIND/STURM:Heute früh noch auf einigen Alpengipfeln sowie auf dem Fichtelberg Sturmböen (Bft 9) aus West, weiter nachlassend. In der Nacht
zum Donnerstag erneut Windzunahme. Dann im Bergland Böen um 55 km/h (Bft 7), in exponierten Lagen Sturmböen zwischen 65 und 75 km/h (Bft 8 bis 9) aus Ost bis Südost. FROST:Heute früh im Südwesten,
Westen und in der Mitte in einigen Niederungen frostfrei, sonst verbreitet leichter Frost zwischen 0 und -3 Grad, im Norden und Osten zwischen -2 und -7 Grad.Tagsüber im Norden und Osten oft
Dauerfrost von -3 bis 0 Grad.In der Nacht zum Donnerstag in tiefen Lagen des Westens und Südwestens frostfrei, sonst verbreitet leichter, im Norden und Osten auch mäßiger Frost. Im äußersten Norden
und Nordosten auch strenger Frost bis -12 Grad.