ausgegeben von der Vorhersage- und Beratungszentrale in Offenbach am
Sonntag, 09.08.2026, 10:15 Uhr
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In Süddeutschland heiß bis sehr heiß und anfangs lokal Gewitter, in Norddeutschland angenehmer und am Montag leichter Regen, mitunter gewittrig verstärkt
Deutschlandübersicht:
Offenbach, Sonntag, den 09.08.2026, 10:15 Uhr -
"Der heutige Sonntag macht seinem Namen alle Ehre - das nach Ostmitteleuropa abgewanderte Hoch QUIRIAKUS sorgt in der Osthälfte nahezu durchgängig und in der Westhälfte zunächst vielfach für Sonnenschein. Im Westen allerdings zeigen sich erste Schönheitsfehler in Form von Quellwolken, die sich am Nachmittag bilden. Örtlich kann dann das ein oder andere Gewitter entstehen. Es wird heute heiß und im Süden teils sehr heiß, lediglich im äußersten Norden wird die 30-Grad-Marke verfehlt, in Süddeutschland sind bis zu 36 Grad drin. In der Nacht zum Montag verdichten sich die Wolken von Nordwesten. Dies sind erste Vorboten der sich von der Nordsee annähernden Kaltfront von Tief LEONIE, das von der Norwegischen See nach Skandinavien zieht. Nachfolgend regnet es im Nordwesten leicht.
Am Montag verlagert sich das Niederschlagsband an der Kaltfront, in den leichten Regen können schauerartig verstärkt einzelne Gewitter eingelagert sein, über den Nordosten nach Polen. Auch sonst bilden sich dank eines kleinräumigen Tiefs vor und damit südlich der Kaltfront, das auf den Namen KAROLINA getauft wurde, viele Quellwolken, aus denen in der Südhälfte lokal Schauer und Gewitter entstehen. Davor scheint jedoch im Süden verbreitet die Sonne. Da die heiße Luftmasse im Süden nicht ausgetauscht wurde, steigt dort die Quecksilbersäule auf Werte bis 36 Grad. Im Norden ist es mit etwa 25 Grad deutlich angenehmer.
Am Dienstag steigt der Druck von Nordwesten wieder an. Von der Nordsee werden ab und an tiefe Wolken nach Norddeutschland geschaufelt, es bleibt allerdings weitestgehend trocken. In Süddeutschland wird es wieder sonnig. Eine Ausnahme bildet der Alpenrand, hier können sich Gewitter bilden. Die Höchstwerte gehen etwas zurück, wobei im Südwesten immer noch heiße 34 Grad auf der Agenda stehen.
Am Mittwoch zeigen sich im Norden und Nordosten noch einige Wolkenfelder am Himmel, sonst ist es sonnig. Im Südwesten steigt die Temperatur nur wenig an, im Norden werden etwa 25 Grad erwartet. Am Donnerstag und Freitag ist es überall sonnig. Die Hitze kehrt abermals in den Südwesten zurück mit bis zu 37 Grad, auch im Norden werden vielfach 30 Grad erreicht oder überschritten.
Die Trockenheit, die besonders in Süddeutschland spürbar ausgeprägt ist, wird sich damit weiter verstärken. Die Waldbrandgefahr verharrt besonders in Süddeutschland im Bereich hoher und teils sehr hoher Werte."
Das erklärt Dipl.-Met Markus Eifried von der Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.
Deutschlandvorhersage:
für Sonntag, 09.August 2026Am Sonntag neben einigen hohen Wolkenfeldern häufig sonnig. Im südlichen Bergland im Tagesverlauf Quellwolken, nachfolgend vereinzelte Schauer und Gewitter. Verbreitet heiß bei Höchstwerten zwischen 30 und 35 Grad, im äußersten Norden und an der See 24 bis 29 Grad. Schwacher bis mäßiger Wind aus unterschiedlichen Richtungen, im Süden zeitweise böig bis stürmisch auffrischend aus West.
In der Nacht zum Montag im äußersten Norden Bewölkungszunahme und etwas Regen. Im Süden und Osten noch vereinzelt Schauer und Gewitter. Tiefstwerte zwischen 20 und 13 Grad.
für Montag, 10.August 2026
Am Montag im Norden zeitweise dichter bewölkt und von der Nordsee bis nach Mecklenburg-Vorpommern etwas Regen, einzelne Gewitter nicht ausgeschlossen. Am Nachmittag nachlassend mit auflockernder Bewölkung. Sonst zunächst heiter oder sonnig, am Nachmittag vom Saarland bis zur Oder aufkommende Gewitter mit Gefahr von Sturmböen. Auch südlich der Donau einzelne Gewitter nicht ausgeschlossen. Im Nordwesten und Norden Höchstwerte zwischen 20 und 29 Grad, sonst heiß bei 30 bis 36 Grad. Mäßiger, in Böen teils frischer Wind aus Nordwest bis West.
In der Nacht zum Dienstag im Norden und an den Alpen noch vereinzelte Schauer. Sonst nachlassende Schauer- und Gewittertätigkeit und gering bewölkt oder klar. Tiefstwerte 17 bis 9 Grad.
für Dienstag, 11.August 2026
Am Dienstag im Westen und Südwesten vielfach sonnig, sonst wechselnd bewölkt, an der Nordsee etwas Regen nicht ausgeschlossen. Am Alpenrand einzelne Gewitter. In der Nordhälfte Höchstwerte 19 bis 25, sonst 26 bis 32, im Südwesten bis 34 Grad. Schwacher, an der See mäßiger Wind aus nördlichen Richtungen.
In der Nacht zum Mittwoch vielfach klar, im Norden und Süden einzelne Wolkenfelder. Tiefstwerte 16 bis 6 Grad.
für Mittwoch, 12.August 2026
Am Mittwoch im Norden und Nordosten einige Wolkenfelder, dabei trocken, sonst sonnig. In der zweiten Tageshälfte am Alpenrand Quellwolken und nachfolgend ganz vereinzelt ein Gewitter möglich. Im Norden 22 bis 26, sonst 26 bis 34 Grad mit den höchsten Werten im Südwesten. Schwacher Nordostwind.
In der Nacht zum Donnerstag vielfach klar, im Norden gering bewölkt. Abkühlung auf 16 bis 9 Grad.
Über die aktuelle Warnsituation können Sie sich jederzeit unter www.dwd.de oder in der Warnwetter-App des Deutschen Wetterdienstes informieren.
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst
Wetterlage
09-08-2026 03:10
Ein sich gen Osteuropa verlagerndes Hoch lenkt zunächst noch heiße Luft nach Deutschland. Im Tagesverlauf gewinnen anschließend Ausläufer eines Skandinavientiefs an Einfluss. GEWITTER: Sonntagnachmittag und -abend in der Südhälfte bevorzugt ausgehend von den südwestdeutschen Mittelgebirgen einzelne Gewitter. Kleinräumig vor allem Gefahr von schweren Sturmböen um 90 km/h (Bft 10).In der Nacht zum Montag im Osten einzelne Gewitter möglich. Am Montag vom Saarland bis zur Oder zeitweise Gewitter mit Sturmböen 70 bis 80 km/h möglich (Bft 8 bis 9). Auch südlich davon einzelne Gewitter nicht ausgeschlossen. WINDBÖEN:Am Sonntagnachmittag im Südwesten und Süden auch außerhalb von Schauern oder Gewittern vorübergehend auffrischender Wind mit Böen bis 60 km/h (Bft 7), exponiert stürmischen Böen um 70 km/h (Bft 8) aus West.HITZE:Am Sonntag und Montag im Süden starke Wärmebelastung.
Deutschlandvorhersage heute
09-08-2026 03:10
Überwiegend sonnig und zunehmend heiß, im Süden starke Wärmebelastung. Am Nachmittag einzelne Gewitter möglich.
Am Sonntag neben einigen hohen Wolkenfeldern häufig sonnig. Im südlichen Bergland im Tagesverlauf Quellwolken, nachfolgend vereinzelte Schauer und Gewitter. Verbreitet heiß bei Höchstwerten zwischen 30 und 35 Grad, im äußersten Norden und an der See 24 bis 29 Grad. Schwacher bis mäßiger Wind aus unterschiedlichen Richtungen, im Süden zeitweise böig bis stürmisch auffrischend aus West. In der Nacht zum Montag im äußersten Norden Bewölkungszunahme und etwas Regen. Im Süden und Osten noch vereinzelt Schauer und Gewitter. Tiefstwerte zwischen 20 und 13 Grad.
Deutschlandvorhersage morgen
09-08-2026 03:10
Am Montag im Norden zeitweise dichter bewölkt und von der Nordsee bis nach Mecklenburg-Vorpommern etwas Regen, einzelne Gewitter nicht ausgeschlossen. Am Nachmittag nachlassend mit auflockernder Bewölkung. Sonst zunächst heiter oder sonnig, am Nachmittag vom Saarland bis zur Oder aufkommende Gewitter mit Gefahr von Sturmböen. Auch südlich der Donau einzelne Gewitter nicht ausgeschlossen. Im Nordwesten und Norden Höchstwerte zwischen 20 und 29 Grad, sonst heiß bei 30 bis 36 Grad. Mäßiger, in Böen teils frischer Wind aus Nordwest bis West. In der Nacht zum Dienstag im Norden und an den Alpen noch vereinzelte Schauer. Sonst nachlassende Schauer- und Gewittertätigkeit und gering bewölkt oder klar. Tiefstwerte 17 bis 9 Grad.
Deutschlandvorhersage Übermorgen
09-08-2026 08:10
Am Dienstag im Westen und Südwesten vielfach sonnig, sonst wechselnd bewölkt, an der Nordsee etwas Regen nicht ausgeschlossen. Am Alpenrand einzelne Gewitter. In der Nordhälfte Höchstwerte 19 bis 25, sonst 26 bis 32, im Südwesten bis 34 Grad. Schwacher, an der See mäßiger Wind aus nördlichen Richtungen. In der Nacht zum Mittwoch v
ielfach klar, im Norden und Süden einzelne Wolkenfelder. Tiefstwerte 16 bis 6 Grad.
10-Tage-Deutschlandvorhersage
09-08-2026 10:20
VHDL17 DWOG 091200
Deutscher Wetterdienst
10-Tage-Vorhersage für Deutschland
von Mittwoch, 12.08.2026 bis Mittwoch, 19.08.2026
ausgegeben von der Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
am Sonntag, 09.08.2026, 12:10 Uhr
Von Südwesten zunehmende Wärmebelastung. Anfangs nur im äußersten
Süden, am Wochenende dann verbreiteter Schauer und Gewitter, lokal
auch mit Unwetterpotential.
Vorhersage für Deutschland bis Sonntag, 16.08.2026,
Am Mittwoch im Norden und Nordosten insgesamt sonnig mit einigen
Wolkenfeldern, sonst gering bewölkt oder wolkenlos. Weitgehend
trocken, nur im äußersten Süden in der zweiten Tageshälfte
Quellwolken und nachfolgend ganz vereinzelt ein Gewitter möglich. Im
Norden 22 bis 26, sonst 26 bis 35 Grad mit den höchsten Werten und
entsprechend hoher Wärmebelastung im Südwesten. Schwacher
Nordostwind.
In der Nacht zum Donnerstag vielfach klar, im Norden gering bewölkt.
Abkühlung auf 17 bis 9 Grad.
Am Donnerstag im Tagesverlauf unmittelbar an den Alpen und im
Südschwarzwald einzelne Gewitter möglich, sonst ganztätig gering
bewölkt oder wolkenlos und trocken. Höchstwerte 26 Grad an der
dänischen Grenze, mit bis zu 37 Grad am Oberrhein sehr heiß. An den
Küsten teils um 24 Grad. Zumeist schwacher östlicher Wind.
In der Nacht zum Freitag oft klar. Frühwerte 18 bis 9 Grad, in den
Ballungsräumen des Südwestens teils nicht unter 20 Grad.
Am Freitag allgemein viel Sonne. Im Südwesten und Süden im
Tagesverlauf mitunter einzelne Gewitter, sonst trocken.
Temperaturmaxima 27 bis 38 Grad.
In der Nacht zum Samstag verbreitet klar und allgemein
niederschlagsfrei. Temperaturminima 19 bis 12 Grad, in den
Ballungsräumen des Südwestens erneut nicht unter 20 Grad.
Am Samstag und Sonntag von Nordwesten wechselhafter, im Süden aber
weiterhin insgesamt freundlich. Gebietsweise Schauer und Gewitter,
lokal mit Unwetterpotential. Am Samstag nochmals sehr warm bis heiß
mit 26 bis 37 Grad, am Sonntag Abkühlung auf 23 bis 32 Grad.
Tiefstwerte in der Nacht zum Sonntag 20 bis 12 Grad, in der Nacht zum
Montag 18 bis 10 Grad.
Trendprognose für Deutschland, von Montag, 17.08.2026 bis Mittwoch,
19.08.2026,
Am Montag in der Südosthälfte noch Schauer und Gewitter, in der
Nordwesthälfte schon insgesamt freundlich. Am Dienstag und Mittwoch
wieder zunehmender Hochdruckeinfluss.
Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach / Dipl.-Met. Martin Jonas
Thema des Tages
09-08-2026 09:50
Wissenschaft kompakt
Geschichte der Meteorologie - Teil 14: Etablierung nationaler
meteorologischer Institute ab etwa 1800 in Europa (b)
Ab etwa 1800 setzten in den verschiedenen Staaten meteorologische
Entwicklungen hin zu nationalen meteorologischen Diensten ein.
Schwerpunkt dieses Artikels bilden Länder vorwiegend im östlichen und
südlichen Europa.
Im letzten Thema des Tages zur Geschichte der Meteorologie wurde die
Gründung und Etablierung nationaler meteorologischer Institute, die
als Vorläufer nationaler Wetterdienste gelten, im westlichen
europäischen Raum beleuchtet. In diesem Artikel folgt der östliche
und südliche europäische Raum.
In Russland begannen tägliche meteorologische Beobachtungen in Sankt
Petersburg 1743 und an der Universität Moskau 1799. Letztere wurden
1808 als systematische Wetterbeobachtungen vom russischen Physiker
Pjotr Iwanowitsch Strachow (1757-1813) organisiert und gingen bis
Napoleons Russlandfeldzug 1812. Sie wurden 1820 fortgesetzt. 1805
fanden an der Universität Kasan erste meteorologische Experimente
statt. Mit der Eröffnung des dortigen Observatoriums 1812 startete
eine Messreihe und die Meteorologische Schule Kasan wurde unter dem
bayerisch-schweizerischen Physiker Franz Xaver Bronner (1758-1850)
begründet. Der russische Staatsmann, Schriftsteller und Erfinder
Wassili Nasarowitsch Karasin (1773-1842) aus der Sloboda-Ukraine
schlug 1810 vor, ein meteorologisches Messnetz im Zarenreich zu
errichten, das von Kola im Norden bis Tiflis im Süden und von Libau
im Westen bis Nishne-Kamtschatsk (heute Kljutschi) auf Kamtschatka im
Fernen Osten reichen sollte. Der russische Mathematiker und Physiker
Adolph Theodor Kupffer (1799-1865), ein Deutsch-Balte aus Mitau im
Kurland, initiierte 1829 erste erdmagnetische Messungen in St.
Petersburg, Peking und Sitka im damaligen Russisch-Amerika (heute
Alaska). 1833 schlug er ein Messnetz aus erdmagnetischen und
meteorologischen Beobachtungsstationen vor, das an einigen Orten
verwirklicht wurde (Nertschinsk in Sibirien 1832, Jekaterinburg und
Lugansk 1836, Tiflis 1837). 1849 wurde in der damaligen russischen
Hauptstadt Sankt Petersburg das Physikalische Observatorium eröffnet,
welches als eines der ersten zentralen meteorologischen Institute in
Europa und Nordamerika gilt. Erster Direktor war Kupffer. Bis zu
seinem Tod wurden 50 meteorologische Beobachtungsstationen im
Zarenreich errichtet. Sein Nachfolger, der preußische Physiker und
Meteorologe Ludwig Friedrich Kämtz (1801-1867), brachte ein Lehrbuch
der Meteorologie heraus. Unter den beiden nachfolgenden Direktoren,
dem Schweizer Meteorologen und Physiker Heinrich von Wild oder
Heinrich Iwanowitsch Wild (1833-1902) und dem russischen Meteorologen
Michail Alexandrowitsch Rykatschew (1841-1919) wurden neue
meteorologische Stationen eröffnet und die Zahl der
Institutsmitarbeiter erhöht. Wild führte ein einheitliches metrisches
System und die Temperaturmessung in Grad Celsius ein. Rykatschew
verfügte 1884 die Durchführung der Wetterbeobachtungen an den
Messstationen mit standardisierten Messinstrumenten. Er gab mehrere
Werke zur Meteorologie und Ozeanographie sowie zum Erdmagnetismus
heraus. Die Monographie des russischen Geographen Iwan Nikolajewitsch
Smirnow (ca. 1840? -1880) "Über die Vorhersehbarkeit von Wetter- und
Frühlingsstürmen in Russland" von 1870 bildete die wissenschaftliche
Grundlage für Wettervorhersagemethoden und damit für die synoptische
Meteorologie. Darin wurde die erste Wetterkarte aus Russland
publiziert. Die zunehmende Urbanisierung der Hauptstadt machte die
Verlegung des Physikalischen Observatoriums in die Umgebung nach
Pawlowsk 1878 notwendig. In Irkutsk wurde 1886 ein Observatorium für
Sibirien gegründet. 1912 wurden in Pawlowsk erste systematische
Strahlungsmessungen in Europa durchgeführt.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts war das heutige Staatsgebiet Italien
in mehrere Staaten aufgeteilt, teils unter österreichischer
Verwaltung und überwiegend land- und forstwirtschaftlich dominiert.
Meteorologische Forschung diente hauptsächlich diesen Zwecken,
insbesondere zum Niederschlag. An allen italienischen astronomischen
Observatorien wurden meteorologische Messungen durchgeführt, in
Mailand ab 1760, in Padua ab 1767, in Rom ab 1787 und in Turin ab
1820. Erste Versuche, nach dem 17. Jahrhundert erneut ein Messnetz
einzurichten, verfolgte der Direktor des astronomischen
Observatoriums in Padua, der venezianische Astronom, Meteorologe und
Abt Giuseppe Toaldo (1719-1797), der Daten von 60 Wetterbeobachtern
in einem Messnetz der Republik Venedig sammeln konnte. Das heutige
italienische Messnetz geht auf den neapolitanischen Meteorologen und
Astronom Francesco Denza (1834-1894) zurück. Er gründete das
meteorologische Observatorium Moncalieri bei Turin und von dort aus
das Wetterbeobachtungsnetzwerk Corrispondenza Meteorologica Italiana,
welches zunächst primär aus Stationen aus Piemont und dem Aostatal
bestand. Denza veröffentlichte Daten und Studien in seiner
Fachzeitschrift Bullettino Meteorologico sowie in etlichen
wissenschaftlichen Monographien. Ab 1865 ging aus seinem Netzwerk,
dem sich nach der Einigung Italiens Stationen aus anderen
Landesteilen anschlossen, die Societa Meteorologica Italiana hervor.
1865 wurde im Marineministerium ein meteorologisches Büro
eingerichtet, dem 20 Küstenwetterwarten unterstanden. 1876 wurde der
staatliche italienische Wetterdienst "Ufficio Centrale di
Meteorologia" gegründet. Dieser übernahm die Wetterwarten und
Stationen der Societa Meteorologica Italiana. 1878 wurden erste
Bergstationen in den Alpen eröffnet, 1894 erfolgten systematische
Niederschlagsmessungen. 1880 übernahm das Hydrographische Institut in
Genua die Aufgaben des Wetterdienstes für die Seeschifffahrt. 1913
wurde ein spezieller Wetterdienst für die Luftfahrt gegründet.
Erste meteorologische Messungen in Österreich-Ungarn wurden durch den
österreichischen Astronom und Mathematiker Anton Pilgram (um
1731-1793) von 1762 bis 1786 in Wien durchgeführt. Im
Benediktinerstift Kremsmünster wurden meteorologische Messungen ab
1763 und erdmagnetische Messungen ab 1838 durchgeführt. Nach der
Gründung der Akademie der Wissenschaften 1847 in Wien wurden die
meteorologischen Messungen vereinheitlicht. Der österreichische
Physiker und Staatsmann Andreas von Baumgartner (1793-1865) aus
Böhmen stattete die Wetterstationen mit entsprechenden
Messinstrumenten aus. Aus einer Kommission an der Akademie gründete
sich 1851 die Centralanstalt für Meteorologie und Erdmagnetismus. Zum
ersten Direktor wurde der österreichische Astronom und Meteorologe
Karl Kreil (1798-1862), damals Leiter der Sternwarte in Prag,
bestellt. Meteorologische Messungen begannen an der Centralanstalt
1852 und 1872 in einem neuen Gebäude im damaligen Wiener Vorort
Döbling (heute ein Gemeindebezirk von Wien). Unter Kreils Nachfolger,
dem Prager Professor Karl Jelinek (1822-1876), einem österreichischen
Meteorologen aus Mähren, wurden an der Centralanstalt die
Wetterberichte gesammelt und eine Abteilung für Wettervorhersagen
eingerichtet. Die Anzahl der Wetterstationen wurde massiv ausgebaut.
1865 wurde die Österreichische Gesellschaft für Meteorologie
gegründet. Zusammen mit ihrem deutschen Pendant wurde ab 1866 die
Meteorologische Zeitschrift herausgegeben. Auf Vorschlag des
österreichischen Naturwissenschaftlers Guido Schenzl (1823-1890) und
des ungarischen Geographen János Hunfalvy (1820-1888) aus der
Slowakei wurde 1870 in Budapest das Ungarische Zentralinstitut für
Meteorologie und Erdmagnetismus gegründet. Dessen erster Direktor
wurde Schenzl. 1877 wurde der österreichische Mathematiker und
Physiker Julius von Hann (1839-1921) zum Leiter der Centralanstalt
berufen. Das Observatorium Sonnblick wurde auf seine Initiative hin
erreichtet und 1886 eingeweiht. Von Hann entwickelte eine Gewichtung
von Messwerten, die als Hann-Fenster bekannt ist. Er gilt als
Begründer der modernen Meteorologie. Ab 1888 wurden in Ungarn durch
das Zentralinstitut für Meteorologie und Erdmagnetismus
Wetterberichte veröffentlicht. Der ungarische Astronom und
Meteorologe Miklos Konkoly-Thege (1842-1916), Institutsdirektor ab
1890, richtete 1890 eine Abteilung für Wetterprognosen ein.
In der Schweiz wurde 1798 durch den Naturwissenschaftler Marc Auguste
Pictet (1752-1825) aus der Alten Eidgenossenschaft in Genf eine erste
Messstation mit regelmäßigen Beobachtungen etabliert. 1817 folgte
eine Bergstation auf dem Großen St. Bernhard. Pictet warb bei der
Schweizerischen Naturforschenden Gesellschaft 1823 für die Errichtung
eines ersten Beobachtungsnetzes, das dann bis 1837 betrieben wurde.
Da nicht nur die Wissenschaft, sondern auch die Bevölkerung Interesse
an Wetterdaten hatten, beschlossen die Kantone Bern (1830), Tessin
(1843) und Thurgau (1855), ein eigenes kantonales Beobachtungsnetz
aufzubauen. Die Schweizerische Naturforschende Gesellschaft richtete
88 Beobachtungsstationen mit einheitlichen Regeln und
Messinstrumenten im Jahr 1863 ein. 1878 erschien zum ersten Mal eine
tägliche Wetterprognose in der Neuen Zürcher Zeitung. 1880 beschloss
der Bundesrat die Gründung der Meteorologischen Zentralanstalt, die
ein Jahr später ihre Arbeit vom Hauptsitz in Zürich aufnahm. Erster
Leiter wurde der Schweizer Astronom und Mathematiker Robert
Billwiller (1849-1905). 1887 wurde ein Observatorium auf dem Säntis
eingerichtet. Eine erste umfassende Klimatologie der Schweiz erschien
1909.
In Serbien startete der serbische Statistiker und Meteorologe
Vladimir Jaksic (1824-1899), Hochschullehrer am Lyzeum des
Fürstentums Serbiens in Belgrad, ab 1848 mit täglichen Aufzeichnungen
des Wettergeschehens und hielt zunächst Temperatur,
Bewölkungszustand, Niederschlag und später die Luftfeuchtigkeit in
Belgrad fest. 1856 etablierte er ein erstes, aus 20 Wetterstationen
bestehendes, Messnetz in Serbien. Ab 1862 nahm die Anzahl der
Wetterstationen ab, einige hielten jedoch durchgehend
Wetteraufzeichnungen aufrecht. 1880 wurde an der Philosophischen
Fakultät der Belgrader Hohen Schule der Lehrstuhl für Astronomie und
Meteorologie gegründet. Zum ersten Lehrstuhlinhaber wurde der
serbische Physiker, Mathematiker, Astronom und Meteorologe Milan
Nedeljkovic (1857-1950) gewählt. Er gründete 1887 das Astronomische
und Meteorologische Observatorium in Belgrad und baute das
meteorologische Beobachtungsnetzwerk erheblich aus. 1902 wurden erste
Wettervorhersagen veröffentlicht. 1907 wurde der serbische Geograph
und Meteorologe Pavle Vujevic (1881-1966) zum Professor für
Meteorologie an die 1905 zur Universität umgewandelte Hohe Schule
gewählt. Er analysierte die Daten aus dem Beobachtungsnetzwerk und
veröffentlichte mehrere Berichte zum Mikroklima in der
Meteorologischen Zeitschrift: "Die Temperaturverhältnisse der
untersten Luftschichten" (1911), "Die Temperaturen verschiedenartiger
Bodenoberflächen" (1912) und "Ueber die Beschaffenheit der täglichen
Temperaturkurve" (1914). Nach dem Ersten Weltkrieg ging Serbien im
neu geschaffenen Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen auf, dem
späteren Jugoslawien. Die meteorologischen Arbeiten am
Geophysikalischen Institut Zagreb (Agram) und am Institut für
Meteorologie und Geodynamik in Ljubljana (Laibach) wurden als
Ergebnis einer Konferenz 1921 in Zagreb unter dem Dach des
Astronomischen und Meteorologischen Observatoriums in Belgrad unter
Leitung von Nedeljkovic koordiniert. Das Geophysikalische Institut
Zagreb wurde zu diesem Zeitpunkt vom kroatischen Geophysiker Andrija
Mohorovicic (1857-1936) aus dem Österreichischen Küstenland geleitet,
der ab 1887 in Bakar bei Fiume (Rijeka) und ab 1891 in Zagreb in
Kroatien meteorologische Beobachtungen durchführte und erstmals
Rotorwolken bei der Bora, einem Fallwind an der kroatischen Küste,
beschrieb. In Montenegro starteten erste systematische Messungen 1882
in Podgorica. 1931 wurde ein zentraler meteorologischer Dienst
gegründet.
In Rumänien wurden erste meteorologische Beobachtungen in Iasi
(Jassy) ab 1770 und in Bukarest ab 1773 durchgeführt. Erste
systematische Messungen wurden an der Academia Mihaileana in Iasi
durch den rumänischen Physiker und Mathematiker Teodor Stamati
(1812-1852) im Zeitraum 1839 bis 1840 durchgeführt. An der Academia
Mihaileana in Iasi wurde Meteorologie als Wissenschaft gelehrt, wobei
ein Manuskript in griechischer Sprache aus der Bibliothek des
Metropolitenklosters verwendet wurde. 1884 wurde das Meteorologische
Insitut Rumäniens gegründet. Der rumänische Physiker und Meteorologe
Stefan Hepites (1851-1922) wurde dessen erster Leiter. Schon zuvor
hatte Hepites ab 1878 eine Wetterstation in Braila eingerichtet, in
der er tagsüber stündlich Wetterbeobachtungen durchführte. Neben dem
nationalen meteorologischen Netzwerk betrieb das Institut weitere
nationale Versorgungsdienste wie Messungen und Gewichte nach dem
rumänischen Beitritt zur Meterkonvention, Bestimmung der genauen
Zeit, Seismologie und Geomagnetismus. 1908 wurde das Meteorologische
Institut Rumäniens in das 1888 erbaute Astronomische und
Meteorologische Observatorium unter der Aufsicht des Ministeriums für
öffentliche Bildung integriert. 1915 begann die systematische
Erforschung der Atmosphäre mittels Ballonsonden.
In Bulgarien gab es im 19. Jahrhundert gelegentlich meteorologische
Beobachtungen in Sofia und Russe (Rustschuk). Der bulgarische
Physiker Astronom Marin Bachevarov (1859-1926) veranlasste 1887 die
Errichtung einer meteorologischen Beobachtungsstation in Sofia. Im
selben Jahr führte er erste systematische Messungen durch. 1890 wurde
die Sofioter meteorologische Bobachtungsstation vom
Bildungsministerium zur Meteorologischen Zentralstation aufgewertet.
Dies markiert den Beginn des Meteorologischen Dienstes Bulgariens.
Erster Leiter wurde der bulgarische Physiker Spas Vatsov (1856-1928).
Auf Erlass von Prinz Ferdinand von Bulgarien (1861-1948) wurde 1894
eine eigenständige staatliche Einrichtung für Meteorologie gegründet
? die Direktion für Meteorologie im Bereich des Bildungsministeriums.
Vatsov wurde dessen erster Leiter, gefolgt von dem bulgarischen
Meteorologen Kiro Kirov oder Kiro Kiroff (1897-1961).
Finnland war zwischen 1809 und 1917 ein autonomer Landesteil des
Russischen Reiches. Wissenschaftliche Forschung und Beobachtungen
waren an der Universität Helsinki organisiert und arbeiteten
unabhängig von russischen wissenschaftlichen Institutionen,
finanziert durch die finnische Regierung. 1838 wurde auf Initiative
von Adolph Kupffer (s.o.) das Magnetische und Meteorologische
Observatorium in Helsinki gegründet. Zum ersten Direktor wurde der
finnische Physiker und Meteorologe Johan Jakob Nervander (1805-1848)
bestellt. Neben Arbeiten im Bereich des Erdmagnetismus interessierte
sich Nervander auch für Klimatologie. Ab 1844 starteten am
Magnetischen und Meteorologischen Observatorium in Helsinki tägliche
Beobachtungen zum Wetter (Temperatur, Luftdruck, Niederschlag,
Windrichtung und Windgeschwindigkeit) und zum Erdmagnetismus.
Nervanders Nachfolger, der finnische Naturforscher Henrik Gustaf
Borhenius (1802-1894) aus der Provinz Wiborg (Südkarelien) führte
Messungen und Beobachtungen weiter. Im Vorfeld des Internationalen
Polarjahres wurde 1881 die Verwaltung des Magnetischen und
Meteorologischen Observatoriums von der Universität Helsinki an die
Finnische Wissenschaftliche Gesellschaft übertragen und das
Observatorium selbst in Zentrales Meteorologisches Institut
umbenannt. Der finnische Meteorologe Nils Karl Nordenskiöld
(1837-1889) modernisierte die Arbeit der Wetterbeobachtung und
verhinderte eine Integration des finnischen Instituts in das
russische Pendant. Neue Messungen wurden gestartet wie beispielsweise
die des Meeresspiegels, die für Hochwasserprognosen für Sankt
Petersburg sehr hilfreich war. Im Internationen Polarjahr, zu welchem
die Regionen der Arktis und der Antarktis durch meteorologische
Beobachtungen erforscht werden sollte, wurde in Sodankylä in Lappland
nördlich des Polarkreises ein geophysikalisches Observatorium
errichtet, in dem unter der Gesamtleitung des finnischen Physikers
Selim Lemström (1838-1904) Polarlichter und unter der Leitung des
finnischen Meteorologen Ernst Biese (1856-1926) meteorologische
Beobachtungen durchgeführt wurden. Größere Überschwemmungen 1898 und
1899 mit erheblichen Schäden in der Landwirtschaft waren der Auslöser
zur Errichtung hydrologischer Messstationen und der Gründung des
Hydrologischen Dienstes 1908. Zwei Jahre später wurde zur Erforschung
der oberen Atmosphäre ein aerologisches Observatorium nahe Helsinki
eröffnet. Nach der Unabhängigkeit 1917 wurde das Finnische
Meteorologische Institut 1919 dem Agrarministerium untergeordnet.
Erster Direktor wurde der finnische Physiker und Meteorologe Gustaf
Melander (1861-1938).
Erste systematische Wetterbeobachtungen in Warschau in der damaligen
Adelsrepublik Polen-Litauen wurden zwischen 1725 und 1728 durch den
kursächsischen Mediziner, Botaniker und Meteorologen Christian
Heinrich Erndel oder Christian Heinrich Erndtel (1676-1734)
durchgeführt. Seine täglich aufgezeichneten Luftdruck-, Temperatur-
und Windmessungen sowie Bewölkungsbeobachtungen waren die ersten
Statistiken dieser Art in Warschau. Nach politischen Krisen war Polen
im 19. Jahrhundert ein Teil des Russischen Reiches und wurde dort als
Weichselland bezeichnet. Aus dieser Zeit gibt es nur wenig
Erkenntnisse zur Meteorologie. Der polnische Mathematiker und
Naturforscher Wladyslaw Kwietniewski (1837-1902), der an der
Hauptschule von Warschau, einer polnischen Hochschule, lehrte, war
mit mathematischen und meteorologischen Arbeiten aktiv am
wissenschaftlichen Leben Warschaus vertreten. Nach der Unabhängigkeit
1918 wurde das Staatliche Meteorologische Institut 1919 gegründet.
Seine Aufgabe war die Durchführung meteorologischer Beobachtungen und
Forschungen sowie Wetterdienste für die Landwirtschaft und Luftfahrt,
letzteres besonders für den militärischen Bereich. Erster Direktor
wurde der polnische Meteorologe und Klimatologe Wladyslaw Gorczynski
(1879-1953). Das Institut richtete ein synoptisches Messnetz mit
zunächst sieben Wetterstationen ein: Warschau, Posen, Lemberg (Lwow),
Vilnius (Wilna), Danzig und Pinsk.
Im modernen Griechenland ist die Entwicklung der Meteorologie eng an
die Astronomie geknüpft. Das Nationale Observatorium Athen wurde 1842
gegründet. Nachdem die ursprünglich dafür in einer Schenkung zur
Verfügung gestellten Mittel erschöpft waren, ging das Observatorium
in den Besitz des Staates über. Dieser organisierte das Observatorium
als staatliches Forschungszentrum. 1890 wurde es um die Abteilungen
zur Meteorologie und Seismologie erweitert. Zwischen 1890 und 1934
hatte der griechische Astronom, Physiker und Mathematiker Demetrios
Eginitis (1862-1934) die Leitung des Nationalen Observatoriums Athen
inne. Er lieferte Arbeiten zum Klima von Griechenland (1908) und zur
Praktischen Meteorologie (1909). Die Abteilungen zur Meteorologie und
Seismologie wurden 1942 zu Instituten aufgewertet.
Seit dem Mittelalter wurden im Osmanischen Reich im Wesentlichen
astronomische Beobachtungen zur Festlegung von Gebetszeiten
durchgeführt. Meteorologische Erkenntnisse drangen nur langsam durch
wenige Übersetzungen europäischer Lehrbücher ins Türkische im 18.
Jahrhundert in das Osmanische Reich. Erste meteorologische
Beobachtungen in Konstantinopel (Istanbul) wurden ab 1830 durch
Privatpersonen durchgeführt. 1868 wurde in Konstantinopel ein
Observatorium errichtet und mit Messinstrumenten aus Europa
ausgestattet. Meteorologische Beobachtungen des Großherrlichen
Observatoriums in Konstantinopel wurden per Telegraph nach Paris
gesendet. Ab 1868 wurden meteorologische Beobachtungsstationen in
anderen Provinzen des Osmanischen Reiches aufgebaut. Bis zum Ende des
19. Jahrhundert wurde im Osmanischen Reich lediglich der Zustand der
Atmosphäre gemessen und notiert, was auch in verschiedenen Zeitungen
veröffentlicht wurde. Schritte hin zu einer Wettervorhersage wurden
bis dahin keine unternommen. Der Direktor des Observatoriums in
Konstantinopel, der französische Meteorologe Aristide Coumbary
(1828-1896), schlug 1886 die Verwendung meteorologischer Daten aus
Europa und dem Osmanischen Reich zur Vorhersage von Stürmen, die aus
Westen auf das Osmanische Reich zuzogen, vor. Coumbary
veröffentlichte auch ein Werk zur Windbeobachtung. Bis zum Ersten
Weltkrieg wurden im Osmanischen Reich Wettervorhersagen etabliert. Im
Nachfolgestaat Türkei wurde 1925 in Ankara das erste meteorologische
Institut, Rasadat-i Cevviye, durch den ungarischen Meteorologen Antal
Rethly (1879-1975) gegründet. In diesem wurden meteorologische
Studien von Wetterdaten der Wetterstation Ankara durchgeführt. Aus
diesem erwuchs der meteorologische Dienst der Türkei.
In den nächsten beiden Teilen dieser Serie wird dieselbe Entwicklung
außerhalb Europas beleuchtet. Der Schwerpunkt liegt im nächsten Teil
bei Asien und Ozeanien. Der übernächste Teil wird dann Amerika und
Afrika behandeln.
(Die Bilder und der Link zum heutigen Thema des Tages finden Sie wie
immer im Internet unter www.dwd.de/tagesthema.)
Dipl.-Met Markus Eifried
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 09.08.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst
Aktuelle Beobachtungswerte - Deutschland
Wetterbeobachtungen von Sonntag, 09.08.2026, 07:00 Uhr
| STATION | HÖHE | LUFTD. | TEMP. | U% | RR1 | DD | FF | FX | Wetter+Wolken | Böen |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Helgoland | 4 | 1015.6 | 19.0 | 71 | 0.0 | SO | 17 | 25 | --- | --- |
| List/Sylt | 26 | 1016.1 | 16.2 | 76 | 0.0 | SO | 20 | 31 | --- | --- |
| Schleswig | 43 | 1017.1 | 15.4 | 70 | 0.0 | SO | 6 | 13 | --- | --- |
| Leuchtturm Kiel | 5 | ------ | --- | --- | ---- | -- | --- | --- | --- | --- |
| Kiel | 27 | 1017.3 | 15.7 | 71 | 0.0 | SO | 7 | 14 | --- | --- |
| Fehmarn | 3 | 1018.3 | 16.7 | 81 | 0.0 | SO | 12 | 26 | --- | --- |
| Arkona | 42 | 1020.4 | 17.3 | 78 | 0.0 | S | 22 | 29 | --- | --- |
| Norderney | 11 | 1014.9 | 16.8 | 74 | 0.0 | SO | 15 | 21 | --- | --- |
| Cuxhaven | 5 | 1016.1 | 16.5 | 65 | 0.0 | SO | 13 | 23 | --- | --- |
| Hamburg-Flh. | 11 | 1017.2 | 14.1 | 72 | 0.0 | SO | 12 | 19 | wolkenlos | --- |
| Schwerin | 59 | 1018.4 | 15.2 | 73 | 0.0 | O | 4 | 11 | --- | --- |
| Rostock | 4 | 1019.2 | 15.3 | 76 | 0.0 | SO | 12 | 21 | --- | --- |
| Greifswald | 2 | 1020.4 | 14.5 | 75 | 0.0 | S | 11 | 14 | --- | --- |
| Emden | 0 | 1015.1 | 13.0 | 91 | ---- | O | 8 | 9 | --- | --- |
| Bremen-Flh. | 5 | 1016.0 | 15.4 | 67 | 0.0 | O | 9 | 13 | wolkenlos | --- |
| Lüchow | 17 | 1018.2 | 10.5 | 90 | 0.0 | NO | 3 | 7 | wolkenlos | --- |
| Marnitz | 81 | 1019.0 | 13.1 | 79 | 0.0 | SO | 6 | 12 | --- | --- |
| Waren | 70 | 1019.6 | 14.9 | 73 | 0.0 | SO | 9 | 16 | --- | --- |
| Neuruppin | 38 | 1019.7 | 13.1 | 76 | 0.0 | O | 4 | 9 | --- | --- |
| Angermünde | 56 | 1020.6 | 12.5 | 87 | 0.0 | O | 3 | 7 | --- | --- |
| Münster/Osnabr.-Flh. | 48 | 1015.1 | 15.1 | 70 | 0.0 | O | 2 | 11 | wolkenlos | --- |
| Hannover-Flh. | 59 | 1016.3 | 14.5 | 72 | 0.0 | O | 9 | 16 | wolkenlos | --- |
| Magdeburg | 76 | 1018.1 | 14.9 | 72 | 0.0 | SO | 6 | 12 | wolkenlos | --- |
| Potsdam | 81 | 1019.1 | 13.1 | 80 | 0.0 | O | 20 | 24 | --- | --- |
| Berlin-Brandenburg-Flgh. | 46 | 1019.6 | 14.1 | 78 | 0.0 | O | 6 | 17 | --- | --- |
| Berlin-Tempelhof | 48 | 1019.6 | 15.3 | 72 | 0.0 | O | 7 | 13 | --- | --- |
| Lindenberg | 98 | 1019.8 | 15.4 | 66 | 0.0 | O | 14 | 24 | --- | --- |
| Düsseldorf-Flh. | 45 | 1014.8 | 13.5 | 85 | 0.0 | N | 4 | 5 | wolkenlos | --- |
| Essen | 150 | 1014.6 | 17.9 | 59 | 0.0 | W | 4 | 9 | wolkenlos | --- |
| Kahler Asten | 839 | ------ | 18.3 | 42 | 0.0 | SO | 16 | 23 | wolkenlos | --- |
| Bad Lippspringe | 157 | 1015.0 | 19.6 | 51 | 0.0 | NO | 4 | 18 | --- | --- |
| Brocken | 1142 | ------ | 16.5 | 50 | 0.0 | SW | 27 | 36 | wolkenlos | --- |
| Leipzig-Flh. | 142 | 1018.3 | 14.7 | 73 | 0.0 | SO | 6 | 8 | wolkenlos | --- |
| Dresden-Flh. | 227 | 1018.6 | 18.4 | 57 | 0.0 | SO | 19 | 28 | wolkenlos | --- |
| Cottbus | 69 | 1019.7 | 15.2 | 68 | 0.0 | O | 8 | 16 | wolkenlos | --- |
| Görlitz | 238 | 1020.1 | 13.8 | 76 | 0.0 | SO | 8 | 13 | --- | --- |
| Aachen | 231 | 1014.6 | 18.2 | 51 | 0.0 | W | 7 | 10 | --- | --- |
| Nürburg | 485 | 1015.7 | 16.1 | 55 | 0.0 | W | 9 | 12 | --- | --- |
| Köln/Bonn-Flh. | 92 | 1014.9 | 15.8 | 67 | 0.0 | SO | 7 | 9 | --- | --- |
| Gießen/Wettenberg | 203 | 1016.2 | 14.4 | 69 | 0.0 | O | 4 | 10 | wolkenlos | --- |
| Wasserkuppe | 921 | ------ | 18.1 | 48 | 0.0 | S | 26 | 37 | wolkenlos | --- |
| Meiningen | 450 | 1017.7 | 16.6 | 57 | 0.0 | S | 6 | 9 | wolkenlos | --- |
| Erfurt | 316 | 1017.7 | 13.4 | 75 | 0.0 | S | 5 | 10 | --- | --- |
| Gera | 311 | 1018.3 | 13.9 | 73 | 0.0 | SO | 8 | 13 | --- | --- |
| Fichtelberg | 1213 | ------ | 13.8 | 67 | 0.0 | S | 28 | 32 | --- | --- |
| Trier | 265 | 1015.6 | 15.4 | 70 | 0.0 | N | 3 | 7 | --- | --- |
| Hahn-Flh. | 497 | 1015.2 | 18.9 | 46 | ---- | S | 15 | 31 | --- | --- |
| Frankfurt/M-Flh. | 112 | 1015.5 | 19.7 | 47 | 0.0 | NO | 10 | 14 | --- | --- |
| OF-Wetterpark | 119 | 1015.9 | 15.3 | 70 | 0.0 | - | 0 | 7 | --- | --- |
| Würzburg | 268 | 1017.4 | 17.1 | 57 | 0.0 | N | 4 | 7 | --- | --- |
| Bamberg | 239 | ------ | --- | --- | ---- | -- | --- | --- | --- | --- |
| Hof | 567 | 1019.0 | 14.4 | 65 | 0.0 | SO | 5 | 9 | --- | --- |
| Weiden | 438 | 1019.1 | 15.1 | --- | 0.0 | W | 2 | 5 | wolkenlos | --- |
| Saarbrücken-Flh. | 320 | 1015.6 | 17.4 | 59 | 0.0 | O | 5 | 8 | --- | --- |
| Karlsruhe-Rheinst. | 116 | 1015.7 | 15.4 | 79 | 0.0 | O | 3 | 4 | --- | --- |
| Mannheim | 96 | 1015.5 | 16.1 | 68 | 0.0 | W | 2 | 8 | --- | --- |
| Stuttgart-Flh. | 371 | 1016.0 | 19.2 | 62 | 0.0 | SO | 10 | 13 | wolkenlos | --- |
| Öhringen | 276 | 1016.1 | 19.3 | 52 | 0.0 | NO | 7 | 12 | wolkenlos | --- |
| Nürnberg-Flh. | 314 | 1017.7 | 15.4 | 66 | 0.0 | O | 12 | 13 | --- | --- |
| Regensburg | 366 | 1019.2 | 12.9 | 79 | 0.0 | N | 6 | 8 | --- | --- |
| Straubing | 351 | 1019.0 | 13.0 | 85 | 0.0 | SW | 3 | 5 | wolkenlos | --- |
| Großer Arber | 1436 | ------ | 15.1 | 63 | 0.0 | SO | 15 | 26 | wolkenlos | --- |
| Lahr | 155 | 1015.6 | 17.3 | 72 | 0.0 | S | 2 | 10 | --- | --- |
| Freudenstadt | 797 | ------ | 20.1 | 52 | 0.0 | SW | 13 | 17 | wolkenlos | --- |
| Stötten | 734 | 1016.4 | 19.2 | 55 | 0.0 | SO | 9 | 20 | wolkenlos | --- |
| Augsburg | 462 | 1018.2 | 13.1 | 84 | 0.0 | SO | 5 | 8 | --- | --- |
| München-Flh. | 444 | 1018.7 | 12.8 | 86 | 0.0 | O | 4 | 5 | --- | --- |
| Fürstenzell | 476 | 1017.9 | 18.7 | 62 | 0.0 | O | 5 | 8 | wolkenlos | --- |
| Feldberg/Schw. | 1486 | ------ | 18.8 | 48 | 0.0 | SW | 25 | 32 | --- | --- |
| Konstanz | 443 | 1017.3 | 16.4 | 77 | 0.0 | NO | 3 | 5 | --- | --- |
| Kempten | 705 | 1018.0 | 15.0 | 89 | 0.0 | SO | 10 | 14 | wolkenlos | --- |
| Oberstdorf | 806 | ------ | 13.5 | 97 | 0.0 | S | 3 | 7 | wolkenlos | --- |
| Zugspitze | 2960 | ------ | 7.2 | 98 | ---- | NW | 12 | 35 | Nebel | --- |
| Hohenpeißenberg | 977 | ------ | 19.5 | 64 | 0.0 | S | 8 | 9 | --- | --- |
- HÖHE:
- m über NN
- LUFTD.:
- auf Meereshöhe reduzierter Luftdruck in hPa
- TEMP.:
- Lufttemperatur in Grad Celsius
- U%:
- Relative Luftfeuchte in %
- RR1:
- Niederschlagsmenge, einstündig, mm ist gleich Liter pro m²
- DD:
- Windrichtung
- FF:
- Windgeschwindigkeit letztes 10-Minutenmittel in km/h
- FX:
- höchste Windspitze während der letzten Stunde in km/h
- ---:
- Wert nicht vorhanden
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Wetterbericht Deutschland
Sonntag, 09.08.2026
Am Sonntag wird es im Westen, Südwesten und an den Alpen nach einem oft sonnigen
oder nur gering bewölkten Beginn allmählich wolkiger. Dabei ziehen gebietsweise Quellwolken Richtung Osten und Nordosten. Nachmittags und abends gehen allerdings nur vereinzelt Schauer oder Gewitter
nieder. Meist bleibt es freundlich und trocken. Die Temperaturen steigen bis zum Nachmittag auf 25 bis 36 Grad. Der Wind weht oft nur schwach, gebietsweise mäßig, an der Küste auch frisch aus
südlichen bis westlichen Richtungen.In der Nacht von Sonntag auf Montag ist es teils gering, teils wechselnd bewölkt. Im Norden werden die Wolken dichter, und in Schleswig-Holstein fällt später örtlich Regen. Sonst gibt es nur vereinzelt Schauer oder Gewitter. Die Temperaturen gehen auf 20 bis 13 Grad zurück.
Am Montag wechseln sich größtenteils Sonnenschein und Wolkenfelder ab. Nur im Norden und Osten sind die Wolken zeitweise dichter und bringen gebietsweise Regen, selten auch Gewitter. Im Süden können sich im Tagesverlauf einzelne Schauer und Gewitter bilden. An der Küste liegen die Höchsttemperaturen am Nachmittag zwischen 19 und 24, sonst wird es mit 25 bis 36 Grad oft wärmer und heißer. Dazu weht ein schwacher bis mäßiger, vereinzelt frischer Wind aus unterschiedlichen Richtungen. Gebietsweise treten frische bis starke Böen auf.
In der Nacht von Montag auf Dienstag lassen letzte Schauer nach, und der Himmel lockert häufig auf. Später ist es überall trocken bei Tiefsttemperaturen zwischen 19 und 10 Grad.
Am Dienstag geht es fast überall trocken weiter. Es gibt einen Mix aus Sonnenschein und Wolken, im Laufe des Tages wird es auch immer häufiger heiter. Allenfalls direkt an und in den Alpen entwickeln sich vereinzelt Schauer und Gewitter. Zwischen Sylt und Freiburg werden Höchsttemperaturen zwischen 18 und 34 Grad gemessen. Es weht ein schwacher, gebietsweise mäßiger, an der Nord- und Ostsee zeitweise auch frischer Wind aus überwiegend nördlichen Richtungen.
Auch am Mittwoch setzt sich unter Hochdruckeinfluss das freundliche Sommerwetter fort. Im Norden und über den Alpen zeigen sich ein paar Quellwolken am Himmel, sonst scheint die Sonne häufig ungestört. Es bleibt überall trocken. Die Temperaturen erreichen im Norden Höchstwerte zwischen 20 und 26 Grad, sonst klettern die Werte auf 27 bis 35 Grad. Der Wind weht schwach, in der Westhälfte sowie an der Küste mitunter mäßig aus nördlichen bis östlichen Richtungen.
Der Donnerstag gestaltet sich nahezu überall sonnig. Nur selten spenden ein paar Wolken etwas Schatten. Die Gewitterwahrscheinlichkeit bleibt in der trockenen Luft selbst über dem Bergland sehr gering. Die Temperaturen steigen im Norden und Osten auf 24 bis 30 Grad, sonst wird es mit 30 bis 37 Grad häufig sehr heiß. Der Wind weht schwach bis mäßig, an der Nordsee auch frisch aus Südost bis Nordost.
Wetteraussichten Deutschland
Ein sich gen Osteuropa verlagerndes Hoch lenkt zunächst noch heiße Luft nach Deutschland. Im Tagesverlauf gewinnen anschließend Ausläufer eines Skandinavientiefs an Einfluss. Überwiegend sonnig und zunehmend heiß, im Süden starke Wärmebelastung. Am Nachmittag einzelne Gewitter möglich.
Am Sonntag neben einigen hohen Wolkenfeldern häufig sonnig. Im südlichen Bergland im Tagesverlauf Quellwolken, nachfolgend vereinzelte Schauer und Gewitter. Verbreitet heiß bei Höchstwerten zwischen 30 und 35 Grad, im äußersten Norden und an der See 24 bis 29 Grad. Schwacher bis mäßiger Wind aus unterschiedlichen Richtungen, im Süden zeitweise böig bis stürmisch auffrischend aus West. In der Nacht zum Montag im äußersten Norden Bewölkungszunahme und etwas Regen. Im Süden und Osten noch vereinzelt Schauer und Gewitter. Tiefstwerte zwischen 20 und 13 Grad.

