ausgegeben von der Vorhersage- und Beratungszentrale in Offenbach am
Mittwoch, 28.10.2026, 10:30 Uhr
Schlagzeile:
Herbstliches Lottospiel
Deutschlandübersicht:
Offenbach, Mittwoch, den 28.10.2026, 10:15 Uhr -
"Gegenwärtig überquert uns noch die Kaltfront eines umfangreichen Sturmtiefs nahe Island, das auf den Namen NAOMI hört, mit Regen und vielfach kompakten Wolken. Es soll für die kommenden Tage aber der letzte richtige frontale Gruß werden, denn von Westen bringt sich Hoch JRUIJ in Stellung, das uns das für den Herbst bekannte Lottospiel bescheren wird. Während Niederschläge in den kommenden Tagen nämlich Mangelware bleiben, steigt das Risiko für teils zähen Nebel und Hochnebel immer weiter an, womit Sonnenschein quasi zum Hauptgewinn wird.
Der heutige Mittwoch zeichnet sich durch die abziehende Kaltfront noch durch eine Wetterzweiteilung aus, bei der es vom Westen bis in die Landesmitte immer wieder für Auflockerungen reicht, im Osten und Südosten dagegen regnet es noch etwas länger. Mit Höchstwerten von 10 bis 16 grad wird es etwas kühler als noch gestern, was an der frisch eingeflossenen Meereskaltluft liegt.
Das merken wir auch nachts, denn vor allem bei Aufklaren ist in der Mitte und im Süden leichter Frost nicht ausgeschlossen, ansonsten bildet sich häufig dichter Nebel, im Norden fallen noch ein paar Tropfen.
Der Donnerstag ist vor allem in der Südhälfte von zäher Nebelauflösung geprägt. Es ist auch möglich, dass es mancherorts ganztags neblig-trüb und damit kühl mit maximal 7 bis 8 Grad bleibt. Die größten Chancen auf Sonnenschein bestehen vom Saarland über Rheinland-Pfalz bis in das südliche Rhein-Main-Gebiet und Baden-Württemberg, womit es dort nochmal 14 bis 16 Grad warm werden kann.
Am Freitag ändert sich nichts Wesentliches, JURIJ verlagert seinen Schwerpunkt nach Mitteleuropa und damit geht das Nebel-Lotto so weiter. Es zeichnet sich weiterhin ein West-Südwest/Nordost-Gefälle ab, die Chancen auf Sonnenschein könnten aber abgesehen vom Norden etwas höher als noch am Donnerstag sein.
Zum Wochenende gibt es im Südwesten und auf den Bergen noch Sonnenscheinanteile, Richtung Sonntag wird es aber allgemein trüber und auch immer kühler. Dann gibt es bei einer Nordostströmung häufig nur noch 7 bis 10, örtlich bis 12 Grad und vor allem in der Südhälfte häufig Boden- oder örtlich Luftfrost. Dazu kommen zumindest örtlich schwache Niederschläge in Form von Sprühregen, kurzen Schauern oder Schnee in höheren Lagen direkt an den Alpen.
Der weitere Trend lässt kaum Änderung erwarten, denn das Hoch gräbt sich über Großbritannien ein und riegelt Tiefdruckvorstöße aus Westen quasi ab. Einzig an den Alpen könnte es für merkliche Niederschläge als Schnee und Regen reichen. Es bleibt also sonst bis auf weiteres beim kühlen Lottospiel - mit wenig Aussicht auf den Hauptgewinn. "
Das erklärt M.Sc.-Met. Oliver Reuter von der Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.
Deutschlandvorhersage:
für Mittwoch, 28.Oktober 2026Heute zunächst vom Nordosten bis in den Süden dichte Wolken und Regen, im Tagesverlauf nach Osten und Südosten abziehend. Sonst wechselnd bewölkt, zwischen Saarland und der Nordsee teils heiter, überwiegend trocken. Höchstwerte zwischen 10 und 16 Grad. Schwacher bis mäßiger, an der Nordsee später teils frischer Wind aus West bis Nordwest.
In der Nacht zum Donnerstag im Norden stark bewölkt, selten noch etwas Regen. Sonst wolkig bis klar, später gebietsweise Nebel oder Hochnebel. Temperaturrückgang von Nord nach Süd auf 10 bis 2 Grad, bei Aufklaren örtlich leichter Frost.
für Donnerstag, 29.Oktober 2026
Am Donnerstag zunächst meist stark bewölkt, teils zähe Nebelauflösung. Später ein Wechsel aus Sonne und Wolken, im Südwesten auch länger sonnig. Höchstwerte bei Nebel um 8, sonst 10 bis 14 Grad, am Niederrhein bis 16 Grad. Im Norden mäßiger Nordwestwind, sonst meist schwacher Nordostwind.
In der Nacht zum Freitag in der Nordosthälfte weiterhin stark bewölkt oder vielfach dichter Nebel und Hochnebel, vor allem in Hochlagen der Mittelgebirge und der Alpen klar. Tiefstwerte im Nordosten 8 bis 4, sonst 5 bis 1 Grad, örtlich leichter Frost, an der See um 12 Grad.
für Freitag, 30.Oktober 2026
Am Freitag verbreitet neblig-trüber Start. Im Südwesten rasch, sonst nur zögerlich auflösender Nebel/Hochnebel. In den Hochlagen der Mittelgebirge und den Alpen meist sonnig. Höchstwerte zwischen 8 Grad unter Hochnebel und bis 14 Grad bei Auflockerungen. Allgemein schwachwindig.
In der Nacht zum Samstag weitere Ausbreitung oder Verdichtung von Nebel und Hochnebel, im Osten gelegentlich etwas Sprühregen. Tiefstwerte zwischen 8 und 0 Grad, an der See milder.
für Samstag, 31.Oktober 2026
Am Samstag im Südwesten und Westen nach Nebel meist freundlich mit Aufheiterungen, trocken. Sonst teils länger neblig-trüb, teils wolkig und vor allem nach Osten zu vereinzelt leichter Regen oder Sprühregen. Temperaturen meist 8 bis 14 Grad, bei längerem Nebel auch darunter. Schwacher Wind aus Nord bis Ost.
In der Nacht zum Sonntag nach Osten hin vereinzelt Regen, sonst teils neblig, teils gering bewölkt. Abkühlung auf 8 bis 0 Grad. Im südlichen Bergland vereinzelt leichter Frost.
Über die aktuelle Warnsituation können Sie sich jederzeit unter www.dwd.de oder in der Warnwetter-App des Deutschen Wetterdienstes informieren.
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst
Wetterlage
28-10-2026 04:11
Der Ausläufer eines vom Seegebiet südlich Islands zum Nordmeer ziehenden Sturmtiefs überquert bis Mittwochmittag Deutschland von West nach Ost. Dahinter strömt erwärmte Meereskaltluft in den Vorhersageraum, die nachfolgend unter Hochdruckeinfluss gerät.WIND/STURM:Heute im Nordseeumfeld wieder auffrischender Wind aus Südwest bis West. Ab dem Nachmittag über der offenen See und auf Helgoland einzelne steife Böen 7 Bft (bis 60 km/h).NEBEL:Heute Früh im Süden, vor allem im Bereich der Donau und deren Nebenflüssen stellenweise dichter Nebel mit Sichtweiten unter 150 m.In der Nacht zum Donnerstag gebietsweise Nebel mit Sichtweiten unter 150 m.FROST:Heute Früh in den ostbayerischen Mittelgebirgen stellenweise leichter Frost.In der Nacht zum Donnerstag bei längerem Aufklaren bevorzugt in der Südhälfte örtlich leichter Frost bis -1 Grad.
Deutschlandvorhersage heute
28-10-2026 06:40
Heute Früh vereinzelt Nebel, tagsüber an der Nordsee windig. In der Nacht zum Donnerstag örtlich leichter Frost, gebietsweise erneut Nebel.
Heute Früh von Nordost nach Südwest dichte Wolken und Regen, im Tagesverlauf in den Osten und Südosten ziehend und teils bis zum Abend anhaltend. Sonst wechselnd bewölkt, zwischen Saarland/Rheinland-Pfalz und Nordsee teils heiter, überwiegend trocken. Höchstwerte zwischen 10 und 16 Grad. Schwacher bis mäßiger, an der Nordsee später teils frischer Wind aus West bis Nordwest In der Nacht zum Donnerstag im Norden stark bewölkt und etwas Regen. Sonst wolkig bis klar, gebietsweise Nebel oder Hochnebel. Temperaturrückgang von Nord nach Süd auf 10 bis 2 Grad, bei Aufklaren leichter Frost.
Deutschlandvorhersage morgen
28-10-2026 07:10
Am Donnerstag zunächst meist stark bewölkt, teils zähe Nebelauflösung. Später ein Wechsel aus Sonne und Wolken, im Südwesten auch länger sonnig. Höchstwerte bei Nebel um 8, sonst 10 bis 14 Grad, am Niederrhein bis 16 Grad. Im Norden mäßiger Nordwestwind, sonst meist schwacher Nordostwind.In der Nacht zum Freitag in der Nordosthälfte weiterhin stark bewölkt oder vielfach dichter Nebel und Hochnebel, vor allem in Hochlagen der Mittelgebirge und der Alpen klar. Tiefstwerte im Nordosten 8 bis 4, sonst 5 bis 1 Grad, örtlich leichter Frost, an der See um 12 Grad.
Deutschlandvorhersage Übermorgen
28-10-2026 07:10
Am Freitag verbreitet neblig-trüber Start. Im Südwesten rasch, sonst nur zögerlich auflösender Nebel/Hochnebel. In den Hochlagen der Mittelgebirge und den Alpen meist sonnig. Höchstwerte zwischen 8 Grad unter Hochnebel und bis 14 Grad bei Auflockerungen. Allgemein schwachwindig.In der Nacht zum Samstag weitere Ausbreitung oder Verdichtung von Nebel und Hochnebel, im Osten gelegentlich etwas Sprühregen. Tiefstwerte zwischen 8 und 0 Grad, an der See milder.
Deutschlandvorhersage Tag 4
28-10-2026 07:10
Am Samstag im Südwesten und Westen nach Nebel meist freundlich mit Aufheiterungen, trocken. Sonst teils länger neblig-trüb, teils wolkig und vor allem nach Osten zu vereinzelt leichter Regen oder Sprühregen. Temperaturen meist 8 bis 14 Grad, bei längerem Nebel auch darunter. Schwacher Wind aus Nord bis Ost.In der Nacht zum Sonntag nach Osten hin vereinzelt Regen, sonst teils neblig, teils gering bewölkt. Abkühlung auf 8 bis 0 Grad. Im südlichen Bergland vereinzelt leichter Frost.
10-Tage-Deutschlandvorhersage
28-10-2026 12:20
VHDL17 DWOG 281200
Deutscher Wetterdienst
10-Tage-Vorhersage für Deutschland
von Samstag, 31.10.2026 bis Samstag, 07.11.2026
ausgegeben von der Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
am Mittwoch, 28.10.2026, 13:11 Uhr
Überwiegend Hochdruckeinfluss mit nur vorübergehenden schwach
ausgeprägten Störungen
Vorhersage für Deutschland bis Mittwoch, 04.11.2026,
Am Samstag im Südwesten und Westen nach Nebel meist freundlich mit
Aufheiterungen, trocken. Sonst teils länger neblig-trüb, teils wolkig
und vor allem nach Osten zu vereinzelt leichter Regen oder
Sprühregen. Temperaturen meist 8 bis 14 Grad, bei längerem Nebel auch
darunter. Schwacher Wind aus Nord bis Ost.
In der Nacht zum Sonntag nach Osten hin vereinzelt Regen, sonst teils
neblig, teils gering bewölkt. Abkühlung auf 8 bis 0 Grad. Im
südlichen Bergland vereinzelt leichter Frost.
Am Sonntag stark bewölkt. Im Südosten Regen, in den Alpen Schnee. Am
Abend im äußersten Nordwesten leichter Regen. Von Südost nach
Nordwest 6 bis 13 Grad. Schwachwindig.
In der Nacht zum Montag stark bewölkt, teils neblig. Im Südosten
abnehmende Niederschläge, in der Nordhälfte etwas Regen. Dort um 6,
sonst um 0 Grad.
Am Montag stark bewölkt, im Südwesten Auflockerungen. In der
Osthälfte und an den Alpen etwas Regen möglich, sonst gebietsweise
etwas Sprühregen. Erwärmung auf 5 bis 13 Grad. Schwachwindig, an der
Nordsee mäßiger Wind aus Nord bis Nordost.
In der Nacht zum Dienstag stark bewölkt, in der Nordhälfte
gebietsweise etwas Sprühregen, sonst teils Nebel. Im Norden um 4, im
Süden um 0 Grad.
Am Dienstag stark bewölkt, im Südwesten Auflockerungen. Gebietsweise
etwas Sprühregen möglich. Maximal 5 bis 13 Grad. Schwachwindig, an
der Nordsee mäßiger Wind aus Nord bis Nordost.
In der Nacht zum Mittwoch stark bewölkt oder bedeckt, teils Nebel. Im
Norden um 4, im Süden um 0 Grad.
Am Mittwoch stark bewölkt, im Südwesten Auflockerungen. Maximal 5 bis
12 Grad. Schwachwindig, an der Nordsee mäßiger Wind aus Nord bis
Nordost.
In der Nacht zum Donnerstag stark bewölkt teils Nebel, gebietsweise
auch klar. Abkühlung auf 11 bis 0 Grad.
Trendprognose für Deutschland, von Donnerstag, 05.11.2026 bis
Samstag, 07.11.2026,
An allen drei Tagen ist es in der Nordhälfte tendenziell eher bedeckt
und gelegentlich fällt etwas Sprühregen aus, in der Südhälfte ist es
wechselnd bewölkt. Die Höchstwerte liegen zwischen 7 und 11 Grad,
nachts kühlt es auf 9 bis 1 Grad ab. Es bleibt schwachwindig.
Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach / Dipl.-Met. Markus Eifried
Thema des Tages
28-10-2026 11:20
Wissenschaft kompakt
Von der Feder zur digitalen Analyse - Die Wetterkarte Teil 1
Bei einem Streifzug durch die Gänge des Seewetteramtes in Hamburg
fällt einer Meteorologin sofort die eingerahmte Wetterkarte aus dem
Jahr 1867 auf. Es erinnert an die Anfänge der systematischen
Wetteranalyse. Bis heute werden täglich solche Karten erstellt. Das
Erscheinungsbild hat sich jedoch im Laufe der Zeit immer wieder
geändert.
Am 16. Februar 1876 erschien an der Deutschen Seewarte in Hamburg die
erste täglich herausgegebene Wetterkarte Deutschlands. Ein Blick auf
die historische Karte macht deutlich, wie überschaubar das
Beobachtungsnetz damals noch war. Die Wetterdaten wurden bereits per
Telegraf übermittelt; eine technische Revolution, die es überhaupt
erst ermöglichte, Beobachtungen aus verschiedenen Regionen zeitnah
zusammenzuführen. Doch schnell bedeutete nicht automatisch sofort.
Die eingehenden Daten mussten zunächst gesammelt und anschließend von
Hand in die Karte eingetragen werden. Bis eine vollständige
Wetterübersicht vorlag, verging daher einige Zeit.
Die Karte zeigte bereits Isobaren, also Linien gleichen Luftdrucks.
Sie waren in Abständen von fünf Einheiten eingezeichnet. Anders als
heute wurde der Luftdruck damals häufig in Millimetern
Quecksilbersäule, oder auch Torr genannt, angegeben. Die Bezeichnung
Torr geht auf den italienischen Physiker Evangelista Torricelli
zurück, der wichtige Grundlagen für die Entwicklung des Barometers
schuf. Ein Standardluftdruck von 760 Millimetern Quecksilbersäule
entspricht ungefähr 1013,25 Hektopascal.
Eine zweite Karte ergänzte das Bild des Wettergeschehens. Darauf
fanden sich Isothermen, also Linien gleicher Temperatur, die
24-stündigen Niederschlagsmengen der Messstationen sowie Angaben zur
Höhe des Seegangs. Letztere stammten von Schiffen, die auf Nord- und
Ostsee unterwegs waren. Schon damals ging es also nicht nur darum,
das Wetter an Land abzubilden, sondern auch die Bedingungen auf See
möglichst umfassend zu erfassen.
In den folgenden Jahrzehnten wuchs das Netz der Wetterstationen, und
auch die Zahl der täglich erstellten Wetterkarten nahm zu. Neben der
Deutschen Seewarte fertigten weitere Einrichtungen regelmäßige
Wetteranalysen an. Je dichter das Beobachtungsnetz wurde, desto
genauer ließ sich das großräumige Wettergeschehen erfassen. Die
Isothermen verschwanden irgendwann auf den Karten. Für die Analyse
der bodennahen Wetterlage erwies sich ihre Darstellung als weniger
hilfreich.
Auf eine Kaltfront in der Wetterkarte musste man aber noch lange
warten. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts wurde das sogenannte
Norwegische Zyklonenmodell, maßgebend entwickelt vom Norwegischen
Meteorologen Vilhelm Bjerknes, veröffentlicht. Er zeichnete im August
1918 zum ersten Mal eine Frontenanalyse in eine Wetterkarte. Bis in
einer deutschen Karte ein Frontsymbol auftauchte, dauerte es aber
nochmal fast 20 Jahre.
Der Zweite Weltkrieg brachte erhebliche Schwierigkeiten mit sich.
Immer mehr Wetterstationen stellten ihre Datenübermittlung nach
Deutschland ein. Damit gingen wichtige Beobachtungen verloren.
Fehlende Messwerte erschwerten sowohl die synoptische Analyse, also
die räumliche Zusammenschau der Wetterbeobachtungen, als auch die
darauf aufbauende Wettervorhersage.
Am 11. November 1952 wurde der Deutsche Wetterdienst (DWD) gegründet.
Die Wetterkarte dieses Tages war wieder mit zahlreichen
Stationsmeldungen gefüllt. Gegenüber den frühen Karten hatte sich die
Darstellung deutlich weiterentwickelt. Neben den Messwerten waren nun
auch Wetterfronten eingezeichnet.
Wer heute auf diese Karte schaut, erkennt allerdings, dass die
Frontanalyse damals noch anders aussah als in modernen Wetterkarten.
So wurde beispielsweise unterschieden, ob eine Kaltfront nur in
höheren Luftschichten erkennbar war oder sich durch mehrere Schichten
der Atmosphäre erstreckte. Auch Niederschlagsgebiete wurden eigens
markiert.
Irgendwann erfolgte dann die Umstellung auf farbige Analyse. Tiefs
und Warmfronten wurden in rot eingezeichnet, Hochs und Kaltfronten in
blau. Zusätzlich wurden teilweise die Beobachtungen von Regen noch in
grün markiert, bei Nebel wurde die Station gelb eingefärbt. Eine
Beispielkarte wurde per Hand für Montag, 26.10.2026, 06 UTC erstellt.
Am 18. Februar 2015, also 139 Jahre nach der ersten Veröffentlichung
der täglichen Wetterkarte, wurde beim DWD die letzte komplett per
Hand mit Stift auf Papier gezeichnete Karte herausgegeben. Danach
folgte die Ära der rein digital erzeugten Wetteranalyse.
Heute wird die Bodenwetterkarte viermal täglich analysiert: zu den
Terminen 00, 06, 12 und 18 UTC. Die Messdaten stammen aus einem weit
über Deutschland hinausreichenden Beobachtungsnetz, dessen Stationen
über große Teile der Nordhalbkugel verteilt sind. Ihre Übermittlung
dauert häufig nur wenige Minuten. Was früher eine aufwendige
logistische und zeichnerische Arbeit war, ist heute dank moderner
Kommunikationswege und digitaler Systeme erheblich schneller möglich.
Doch wer glaubt, dass die Wetterkarte inzwischen ganz von allein
entsteht, irrt sich. Zwar liefern numerische Wettermodelle bereits
berechnete Druckfelder und damit eine wichtige Grundlage für die
Analyse. Diese Felder werden jedoch nicht einfach unverändert
übernommen. Die Isobaren müssen überprüft und an die tatsächlich
beobachtete Wetterlage angepasst werden. Auch Fronten und
Konvergenzlinien werden von erfahrenen Meteorologinnen und
Meteorologen analysiert und von Hand eingezeichnet.
Von der ersten täglich veröffentlichten Wetterkarte im Jahr 1876 bis
zur heutigen digitalen Analyse hat sich in der Meteorologie Vieles
verändert. Daten erreichen die Meteorologen heute in wenigen Minuten,
Numerische Modelle liefern eine ungeahnte Fülle an Informationen und
digitale Werkzeuge erleichtern die tägliche Arbeit erheblich. Eines
ist jedoch geblieben: Eine gute Wetterkarte ist mehr als eine
Sammlung von Messwerten und Linien. Sie ist das Ergebnis sorgfältiger
Beobachtung, wissenschaftlicher Analyse und meteorologischer
Erfahrung. Die Werkzeuge haben sich verändert; die Kunst, aus vielen
einzelnen Informationen ein schlüssiges Bild des Wetters zu formen,
ist geblieben.
M.Sc.-Meteorologin Sonja Hansen
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 28.10.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst
Aktuelle Beobachtungswerte - Deutschland
Wetterbeobachtungen von Mittwoch, 28.10.2026, 16:00 Uhr
| STATION | HÖHE | LUFTD. | TEMP. | U% | RR1 | DD | FF | FX | Wetter+Wolken | Böen |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Helgoland | 4 | 1024.1 | 13.5 | 78 | 0.0 | SW | 27 | 42 | --- | |
| List/Sylt | 26 | 1022.9 | 12.5 | 78 | 0.0 | SW | 26 | 36 | --- | --- |
| Schleswig | 43 | 1024.0 | 12.1 | 85 | 0.0 | SW | 10 | 33 | --- | --- |
| Leuchtturm Kiel | 5 | ------ | --- | --- | ---- | -- | --- | --- | --- | --- |
| Kiel | 27 | 1024.4 | 12.5 | 79 | 0.0 | W | 13 | 23 | --- | --- |
| Fehmarn | 3 | 1024.3 | 12.1 | 83 | ---- | SW | 13 | --- | wolkenlos | --- |
| Arkona | 42 | 1024.1 | 11.8 | 90 | 0.0 | W | 20 | 27 | --- | --- |
| Norderney | 11 | 1024.7 | 13.1 | 73 | 0.0 | SW | 19 | 30 | --- | --- |
| Cuxhaven | 5 | 1024.9 | 12.7 | 79 | 0.0 | SW | 12 | 26 | wolkenlos | --- |
| Hamburg-Flh. | 11 | 1025.4 | 12.8 | 78 | 0.0 | W | 9 | 21 | --- | --- |
| Schwerin | 59 | 1025.5 | 12.3 | 80 | 0.0 | W | 9 | 20 | wolkenlos | --- |
| Rostock | 4 | 1024.9 | 12.0 | 86 | 0.0 | W | 11 | 24 | --- | --- |
| Greifswald | 2 | 1024.4 | 12.7 | 77 | 0.0 | W | 13 | 24 | --- | --- |
| Emden | 0 | 1025.2 | 13.2 | 67 | 0.0 | SW | 11 | 24 | --- | --- |
| Bremen-Flh. | 5 | 1026.2 | 12.6 | 80 | 0.0 | SW | 12 | 27 | wolkenlos | --- |
| Lüchow | 17 | 1026.1 | 13.5 | 72 | 0.0 | W | 6 | 17 | --- | --- |
| Marnitz | 81 | 1025.8 | 11.4 | 84 | 0.0 | W | 9 | 18 | --- | --- |
| Waren | 70 | 1025.1 | 12.1 | 81 | 0.0 | NW | 6 | 18 | --- | --- |
| Neuruppin | 38 | 1025.5 | 12.1 | 77 | 0.0 | W | 11 | 22 | --- | --- |
| Angermünde | 56 | 1024.7 | 11.9 | 91 | 0.0 | W | 12 | 18 | --- | --- |
| Münster/Osnabr.-Flh. | 48 | 1027.0 | 13.4 | 70 | 0.0 | SW | 10 | 23 | wolkenlos | --- |
| Hannover-Flh. | 59 | 1026.9 | 12.4 | 78 | 0.0 | W | 13 | 30 | wolkenlos | --- |
| Magdeburg | 76 | 1026.6 | 13.3 | 68 | 0.0 | NW | 6 | 21 | wolkenlos | --- |
| Potsdam | 81 | 1025.6 | 11.5 | 83 | 0.0 | W | 14 | 30 | --- | --- |
| Berlin-Brandenburg-Flgh. | 46 | 1025.4 | 12.0 | 88 | 0.0 | NW | 13 | 19 | --- | --- |
| Berlin-Tempelhof | 48 | 1025.4 | 12.0 | 87 | 0.0 | NW | 11 | 23 | --- | --- |
| Lindenberg | 98 | 1025.1 | 10.6 | 92 | 0.2 | N | 10 | 28 | Regen | --- |
| Düsseldorf-Flh. | 45 | 1027.9 | 13.4 | 66 | 0.0 | W | 13 | 23 | --- | --- |
| Essen | 150 | 1027.7 | 12.7 | 69 | 0.0 | SW | 10 | 21 | --- | --- |
| Kahler Asten | 839 | ------ | 6.3 | 82 | 0.0 | W | 12 | 28 | --- | --- |
| Bad Lippspringe | 157 | 1027.4 | 12.0 | 74 | 0.0 | W | 11 | 23 | wolkenlos | --- |
| Brocken | 1142 | ------ | 3.5 | 92 | 0.0 | NW | 33 | 41 | Nebel | --- |
| Leipzig-Flh. | 142 | 1026.4 | 12.5 | 75 | 0.0 | N | 9 | 27 | --- | --- |
| Dresden-Flh. | 227 | 1025.7 | 10.3 | 96 | 0.5 | NW | 11 | 21 | leichter Regen | --- |
| Cottbus | 69 | 1025.2 | 10.9 | 97 | 0.4 | W | 6 | 16 | --- | --- |
| Görlitz | 238 | 1024.9 | 10.0 | 97 | 0.1 | NW | 8 | 21 | Regen | --- |
| Aachen | 231 | 1028.2 | 12.7 | 69 | 0.0 | W | 9 | 27 | --- | --- |
| Nürburg | 485 | 1028.4 | 10.3 | 62 | 0.0 | NW | 10 | 18 | --- | --- |
| Köln/Bonn-Flh. | 92 | 1028.3 | 13.9 | 57 | 0.0 | W | 10 | 21 | wolkenlos | --- |
| Gießen/Wettenberg | 203 | 1027.6 | 12.0 | 67 | 0.0 | W | 13 | 23 | wolkenlos | --- |
| Wasserkuppe | 921 | ------ | 8.0 | 81 | 0.0 | NW | 14 | 22 | --- | --- |
| Meiningen | 450 | 1027.2 | 11.0 | 63 | 0.0 | N | 9 | 19 | --- | --- |
| Erfurt | 316 | 1026.9 | 11.6 | 72 | 0.0 | NW | 12 | 21 | wolkenlos | --- |
| Gera | 311 | 1026.6 | 11.1 | 90 | 0.0 | NW | 11 | 19 | --- | --- |
| Fichtelberg | 1213 | ------ | 4.3 | 98 | 0.6 | NW | 32 | 45 | Regen | --- |
| Trier | 265 | 1028.6 | 12.9 | 66 | 0.0 | W | 8 | 18 | --- | --- |
| Hahn-Flh. | 497 | 1028.4 | 10.7 | 73 | ---- | W | 11 | 21 | --- | --- |
| Frankfurt/M-Flh. | 112 | 1028.1 | 14.5 | 56 | 0.0 | NW | 11 | 25 | --- | --- |
| OF-Wetterpark | 119 | 1027.8 | 14.9 | 53 | 0.0 | NW | 6 | 19 | --- | --- |
| Würzburg | 268 | 1027.7 | 14.0 | 57 | 0.0 | NW | 8 | 28 | --- | --- |
| Bamberg | 239 | 1026.9 | 12.6 | 73 | 0.0 | NW | 7 | 17 | --- | --- |
| Hof | 567 | 1027.1 | 8.0 | 93 | 0.7 | NW | 19 | 27 | Regen | --- |
| Weiden | 438 | 1026.7 | 8.7 | 97 | 0.6 | W | 7 | 13 | Regen | --- |
| Saarbrücken-Flh. | 320 | 1028.6 | 11.9 | 66 | 0.0 | NW | 8 | 19 | wolkenlos | --- |
| Karlsruhe-Rheinst. | 116 | 1028.2 | 14.0 | 69 | 0.0 | S | 3 | 12 | Regen | --- |
| Mannheim | 96 | 1028.1 | 14.7 | 59 | 0.0 | NW | 9 | 19 | --- | --- |
| Stuttgart-Flh. | 371 | 1028.1 | 12.6 | 63 | 0.0 | NW | 14 | 24 | --- | --- |
| Öhringen | 276 | 1027.8 | 13.0 | 66 | 0.0 | W | 8 | 17 | wolkenlos | --- |
| Nürnberg-Flh. | 314 | 1026.9 | 12.0 | 77 | 0.0 | NW | 17 | 25 | leichter Regen | --- |
| Regensburg | 366 | 1026.5 | 9.7 | 95 | 0.0 | NW | 4 | 18 | --- | --- |
| Straubing | 351 | 1026.4 | 9.5 | 93 | 0.0 | W | 7 | 18 | --- | --- |
| Großer Arber | 1436 | ------ | 5.5 | 100 | 0.2 | NW | 15 | 22 | Nebel | --- |
| Lahr | 155 | 1028.5 | 14.1 | 59 | 0.0 | NO | 10 | 19 | --- | --- |
| Freudenstadt | 797 | ------ | 9.4 | 61 | 0.0 | NW | 12 | 15 | --- | --- |
| Stötten | 734 | 1028.1 | 8.7 | 85 | 0.0 | W | 15 | 22 | --- | --- |
| Augsburg | 462 | 1027.6 | 10.3 | 90 | 0.0 | W | 8 | 16 | --- | --- |
| München-Flh. | 444 | 1027.2 | 10.2 | 93 | 0.0 | NW | 13 | 27 | --- | --- |
| Fürstenzell | 476 | 1026.0 | 7.9 | 99 | 0.2 | W | 13 | 23 | leichter Regen | --- |
| Feldberg/Schw. | 1486 | ------ | 1.9 | 98 | 0.0 | N | 13 | 20 | Nebel | --- |
| Konstanz | 443 | 1028.2 | 11.1 | 84 | 0.0 | S | 4 | 5 | --- | --- |
| Kempten | 705 | 1028.5 | 8.4 | 97 | 0.2 | NW | 3 | 15 | Regen | --- |
| Oberstdorf | 806 | ------ | 8.1 | 93 | 0.4 | N | 7 | 16 | Regen | --- |
| Zugspitze | 2960 | ------ | -2.5 | 96 | ---- | NW | 13 | 37 | gefrierender Nebel | --- |
| Hohenpeißenberg | 977 | ------ | 6.6 | 99 | 0.2 | N | 10 | 21 | Nebel | --- |
- HÖHE:
- m über NN
- LUFTD.:
- auf Meereshöhe reduzierter Luftdruck in hPa
- TEMP.:
- Lufttemperatur in Grad Celsius
- U%:
- Relative Luftfeuchte in %
- RR1:
- Niederschlagsmenge, einstündig, mm ist gleich Liter pro m²
- DD:
- Windrichtung
- FF:
- Windgeschwindigkeit letztes 10-Minutenmittel in km/h
- FX:
- höchste Windspitze während der letzten Stunde in km/h
- ---:
- Wert nicht vorhanden
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Wetterbericht Deutschland
Mittwoch, 28.10.2026

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag ziehen über die Küste dichtere Wolkenfelder mit etwas Regen hinweg. Sonst ist es teils wokig, teils gering bewölkt und weitgehend trocken. Gebietsweise entwickelt sich zum Teil dichter Nebel. Die Temperaturen sinken auf Tiefstwerte zwischen 10 und 1 Grad. Stellenweise kann es Bodenfrost geben.
Der Donnerstag beginnt im Westen und Süden mit ausgedehnten Nebelfeldern. Wenn sich dort der Nebel aufgelöst hat, scheint neben Schönwetterwolken teilweise längere Zeit die Sonne, teilweise überwiegen Wolken. Dabei bleibt es vorwiegend trocken. Die Temperaturen liegen am Nachmittag zwischen 8 und 15 Grad. Es weht ein überwiegend schwacher, an der Küste, sonst nur vereinzelt mäßiger Wind aus verschiedenen Richtungen.
Am Freitag setzt sich überall ruhiges und weitgehend trockenes Hochdruckwetter durch. Dabei wechseln sich nach regional teilweise zähem Nebel oder Hochnebel größtenteils Sonnenschein und helle, lockere Wolken ab. Die Höchsttemperaturen bewegen sich zwischen 7 und 14 Grad. Dazu weht ein schwacher bis mäßiger Wind aus im Süden östlichen, sonst südöstlichen bis südlichen Richtungen.
Am Samstag geht es mit weitgehend freundlichem und trockenem Herbstwetter ins Wochenende. Allerdings lösen sich einige Nebel- oder Hochnebelfelder nur zögerlich, vereinzelt mitunter gar nicht auf. So scheint neben hellen Wolken teilweise längere Zeit die Sonne oder es wird sonnig, teilweise bleibt es neblig-trüb. 8 bis 14 Grad werden erwartet. Es weht ein schwacher, über der Mitte und im Süden mäßiger Wind aus östlichen, im Norden unterschiedlichen Richtungen.
Wetteraussichten Deutschland
Der Ausläufer eines vom Seegebiet südlich Islands zum Nordmeer ziehenden Sturmtiefs überquert bis Mittwochmittag Deutschland von West nach Ost. Dahinter strömt erwärmte Meereskaltluft in den Vorhersageraum, die nachfolgend unter Hochdruckeinfluss gerät. Heute Früh vereinzelt Nebel, tagsüber an der Nordsee windig. In der Nacht zum Donnerstag örtlich leichter Frost, gebietsweise erneut Nebel.
Heute zunächst vom Nordosten bis in den Süden dichte Wolken und Regen, im Tagesverlauf nach Osten und Südosten abziehend. Sonst wechselnd bewölkt, zwischen Saarland und der Nordsee teils heiter, überwiegend trocken. Höchstwerte zwischen 10 und 16 Grad. Schwacher bis mäßiger, an der Nordsee später teils frischer Wind aus West bis Nordwest. In der Nacht zum Donnerstag im Norden stark bewölkt, selten noch etwas Regen. Sonst wolkig bis klar, später gebietsweise Nebel oder Hochnebel. Temperaturrückgang von Nord nach Süd auf 10 bis 2 Grad, bei Aufklaren örtlich leichter Frost.
