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Deutschlandwetter - aktuell


ausgegeben von der Vorhersage- und Beratungszentrale in Offenbach am
Donnerstag, 19.10.2017, 11:30 Uhr

 



Schlagzeile:
Vorübergehend wieder windiges Herbstwetter mit Regenfällen im Anmarsch.
 


Deutschlandübersicht:

Offenbach, Donnerstag, den 19.10.2017, 11:30 Uhr -

"Goldener Oktober ade, Herbst willkommen! Das Wetter in Deutschland wird zunehmend von einem ausgeprägten Tiefdruckkomplex beeinflusst, der sich von Grönland über Island und die Britischen Inseln bis zur Iberischen Halbinsel erstreckt. Auf der Vorderseite wird mit einer südwestlichen Strömung zunächst weiter sehr milde bis warme Luft aus südlichen Gefilden nach Deutschland transportiert.

Während die Luft am heutigen Donnerstag in weiten Teilen des Landes noch unter Hochdruckeinfluss gerät, sodass vielerorts noch länger die Sonne scheinen kann, kündigt sich von Westen her schon Unheil an. Der hohe Luftdruck verabschiedet sich langsam nach Osteuropa, sodass der Tiefdruckkomplex weiter Richtung Osten vorstoßen kann. Schon am Freitag greift ein erster Tiefausläufer auf Deutschland über und überquert das Land ostwärts. Damit verbunden zieht dichte Bewölkung auf und Niederschläge setzen ein. Am längsten trocken bleibt es mit der Nähe zum abwandernden Hoch im Osten und Südosten der Republik. Da jedoch zunächst weiter eine südwestliche Strömung dominiert, ist der Regen zumindest relativ warm, mit Sonnenunterstützung sind weiter Höchstwerte bis 23 Grad möglich.

Zum Samstag nimmt dann das kräftige Sturmtief (Dietrich) Kurs auf die Britischen Inseln und beeinflusst auf der Südflanke auch den deutschen Raum zusehends. Mit Durchzug der Kaltfront des Sturmtiefs "Dietrich" gehen schließlich auch die Temperaturen zurück. Zudem muss wiederholt mit schauerartigem Regen gerechnet werden, der durch auflebenden Wind durch die Luft gepeitscht wird. Durch die großen Luftdruckgegensätze zwischen Dietrich bei den Britischen Inseln und dem Azorenhoch vor der Iberischen Halbinsel weht ein starker bis stürmischer Wind um West. In Böen sind vereinzelt auch Sturmböen, in Kammlagen der höheren Mittelgebirge auch schwere Sturmböen zu erwarten. In erster Linie sind jedoch erneut die Bewohner von Irland und der Britischen Inseln die Leitragenden des Sturms, die auch schon von ex-Ophelia betroffen waren. Vor allem an der Südküste Irlands, im Bereich von Wales sowie im Südwesten von England sind nach derzeitigem Stand erneut Windspitzen in Orkanstärke bis 130 km/h
möglich.

Zwar kann sich am Sonntag das Azorenhoch allmählich weiter Richtung Mitteleuropa schieben, großen Einfluss auf das Wetter übt es jedoch noch nicht aus. Mit einer zunehmend nordwestlichen Strömung auf der Südwestflanke von Dietrich gelangt weiter kühle bis mäßig warme und feuchte Atlantikluft ins Land, sodass die Höchstwerte bei unbeständigem Schauerwetter und Dauerregen an den Alpen am Sonntag und Montag vorübergehend nur noch zwischen 8 und 15 Grad liegen.

Entsprechend macht der "Goldene Oktober also zumindest Pause". Gleichzeitig verspürt der Winter aber noch wenig Lust nach Mitteleuropa vorzudringen! Der Herbst freut sich!

Die mittelfristigen Vorhersagen ab Dienstag sind bezüglich der Niederschlagsneigung noch recht unsicher. Von einer erneuten trockenen Periode bis hin zu herbstlichem Schauerwetter scheint vieles möglich. Während es im Süden nach Leseart der aktuellen Modellläufe eher trocken wird, bleibt es nach Norden zu eher wechselhaft. Mit großer Wahrscheinlichkeit dreht jedoch die Strömung wieder mehr auf eine südwestliche Komponente, sodass ab Dienstag die Temperaturen wieder ansteigen."

Das erklärt Dipl.-Met. Lars Kirchhübel von der Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.

 


Hinweis:

Die aktuellen Wetter- und Unwetterwarnungen finden Sie unter:
www.wettergefahren.de

Aktuelle Wetter- und Klimainformationen finden Sie unter:
www.dwd.de

Die Vorhersage- und Beratungszentrale des DWD ist rund um die Uhr
telefonisch erreichbar unter Tel.: 069/8062-3333

 

Deutschlandvorhersage:

für Donnerstag, 19.Oktober 2017
Heute hält sich zunächst gebietsweise dichter Nebel. Nach dessen Auflösung ist es im Norden überwiegend dicht bewölkt und es fallen einzelne Regenschauer. Sonst scheint bei meist nur wenigen Wolken längere Zeit die Sonne. Im Tagesverlauf kommt jedoch auch im Westen stärkere Bewölkung auf. Es bleibt aber noch trocken. Die Höchstwerte liegen zwischen 14 Grad auf Rügen und 24 Grad am Oberrhein, bei anhaltendem Nebel bleibt es deutlich kühler. Der Süd- bis Südostwind weht schwach bis mäßig, im Bergland teils auch stark böig.
In der Nacht zum Freitag breitet sich die dichte Bewölkung im Westen und Norden aus und von Schleswig Holstein bis ins westliche Rheinland-Pfalz setzt schauerartiger Regen ein. Sonst ist es gering bewölkt oder klar und trocken. Gebietsweise bildet sich wieder dichter Nebel. Die Tiefstwerte liegen zwischen 14 Grad unter den dichten Wolken im Nordseeumfeld sowie am Niederrhein und bis 3 Grad im Südosten des Landes bei Aufklaren. Der Süd- bis Südostwind weht schwach bis mäßig, im Bergland zeitweise auch frisch und in Böen stark bis stürmisch.


für Freitag, 20.Oktober 2017
Am Freitag greift der schauerartige Regen vom Nordwesten und Westen allmählich auch auf die mittleren Landesteile sowie später auch auf die östlichen Landesteile über. Im Küstenumfeld sind auch kurze Gewitter nicht ausgeschlossen. Im Süden und Südosten bleibt es nach Auflösung von Nebel und Hochnebel noch länger heiter und trocken. Die Temperatur bewegt sich zwischen 15 und 20 Grad. Im Osten und Süden kann es bei längerem Sonnenschein noch einmal bis 23 Grad warm werden. Der Wind weht schwach bis mäßig, im Westen zum Teil frisch bis stark aus Süd bis Südwest mit einzelnen stürmischen Böen auf höheren Berggipfeln und an der Nordsee. Auf dem Brocken treten schwere Sturmböen auf.
In der Nacht zum Samstag zieht der Regen nach Osten ab. Nachfolgend lockert die Bewölkung teils stärker auf. Lediglich im Mittelgebirgsraum sowie im Ostseeumfeld sind örtlich noch ein paar Tropfen möglich. Vielerorts bleibt es aber trocken. Ausgangs der Nacht verdichten sich im Westen die Wolken wieder. Dabei kühlt die Luft auf 12 bis 5 Grad ab. In höheren Lagen und an der Nordsee weht der Südwestwind weiterhin stark bis stürmisch.


für Samstag, 21.Oktober 2017
Am Samstag kommt die starke Bewölkung mit schauerartigen Regenfällen allmählich ostwärts voran und erreicht zum Abend etwa die Regionen von Brandenburg bis zum Ober- und Hochrhein. Dabei kann ein vereinzeltes Gewitter erneut nicht ganz ausgeschlossen werden. Südlich der Donau bleibt es noch weitgehend trocken und die Sonne scheint noch längere Zeit. Im Tagesverlauf lockert die Bewölkung nach Abzug des Regens auch im Westen wieder auf. Die Höchstwerte liegen zwischen 14 Grad in Ostseenähe und 16 bis 20 Grad weiter im Binnenland. Im Süden sind bei Sonne bis 23 Grad möglich. Dazu weht ein schwacher bis mäßiger Südwest- bis Südostwind mit starken bis stürmischen Böen im Nordseeumfeld und auf Berggipfeln.
In der Nacht zum Sonntag erreicht der Regen auch den Süden und Südosten, wobei der meiste Regen Richtung Alpen fällt. Im Westen und Nordwesten gibt es nur noch ganz vereinzelt Schauer, vorübergehend kann die Wolkendecke auch aufklaren. Im Nordwesten und Westen verdichtet sich die Bewölkung in der zweiten Nachthälfte wieder und im äußersten Nordwesten setzt ausgangs der Nacht erneut schauerartiger Regen ein. Die Tiefstwerte liegen zwischen 12 und 6 Grad. Im Westen, an der Nordsee und in höheren Mittelgebirgslagen weht starker bis stürmischer Wind aus Südwest bis Süd, mit schweren Sturmböen auf dem Brocken.


für Sonntag, 22.Oktober 2017
Am Sonntag regnet es bei dichter Bewölkung an den Alpen länger anhaltend. Ansonsten muss bei wechselnder Bewölkung mit teils kräftigen Schauern gerechnet werden. An der Nordsee sind auch kurze Gewitter nicht völlig ausgeschlossen. Im Osten sowie teils auch im Südwesten kann es auch größere Wolkenlücken geben. Die Höchstwerte liegen zwischen 10 und 15 Grad, mit Sonnenunterstützung bis 17 Grad. Im höheren Bergland werden um 8 Grad erwartet. Der Wind weht mäßig und in Böen teils stark bis stürmisch aus Südwest. In Kamm- und Gipfellagen sowie an der Nordsee sind Sturmböen wahrscheinlich, auf dem Brocken schwere Sturmböen.
In der Nacht zum Montag tritt vor allem im Süden und Westen bei überwiegend starker Bewölkung noch schauerartiger Regen auf. An den Alpen kann es auch noch längere Zeit regnen. Nach Osten und Nordosten zu lockert die Bewölkung gebietsweise auf und es bleibt weitgehend trocken. Die Tiefsttemperaturen sinken auf 10 Grad an der Nordsee und bis 0 Grad in höheren Lagen Süddeutschlands. Der Wind aus Süd bis Südwest lässt wieder nach.
 

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