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Deutschlandwetter - aktuell


ausgegeben von der Vorhersage- und Beratungszentrale in Offenbach am
Freitag, 20.10.2017, 11:30 Uhr

 

 



Schlagzeile:
Unbeständige und windige Herbstepisode steht an!

 

 


Deutschlandübersicht:

Offenbach, Freitag, den 20.10.2017, 11:30 Uhr -

"Der hohe Luftdruck hat Deutschland nun endgültig verlassen und ist nach Osteuropa weiter gewandert. Letzte Reste machen sind am heutigen Freitag lediglich noch im Südosten bemerkbar. Stattdessen übernimmt nun endgültig der Tiefdruckkomplex um "Dietrich" und "Elmar" das Kommando über das Bundesgebiet. Als Erstes schickt Tief "Dietrich" seine Ausläufer, die Deutschland heute ostwärts überqueren. Dabei schieben sich dichte Wolken vor die Sonne und frontale Hebungsprozesse lösen schließlich schauerartigen Regen aus. Größere Regenmengen sind aber noch nicht zu erwarten. Allerdings verschärfen sich die Luftdruckgegensätze zwischen dem hohen Luftdruck über Süd- und Osteuropa und dem Tiefdruckkomplex, sodass der Wind stark bis stürmisch auffrischt. Da Deutschland zunächst weiter auf der Vorderseite der Tiefdruckgebiete liegt, strömt noch sehr milde bis warme Luft mit einer südwestlichen Komponente aus südlicheren Gefilden (Iberischen Halbinsel) ins Land.

Am Samstag folgt schließlich Tief "Elmar", das sich unter Verstärkung zu den Britischen Inseln verlagert und schließlich als Sturmtief das Wetter in Nordwesteuropa beeinflusst. Deutschlands wird von "Elmar" nur am Rande getroffen, dessen Tiefausläufer steuern aber auch über Deutschland hinweg und sorgen erneut für teils kräftige schauerartige Niederschläge. Da er an den Alpen als orographisches Hindernis hängen bleibt, kann er dort über einen längeren Zeitraum seine Regenlast abladen. Im übrigen Land können nach den Regenfällen die Wolken auch mal aufreißen und etwas Sonne freigeben. Allerdings legt der Wind, im Vergleich zum Tief "Dietrich" am Vortag, nochmals stärker auf und erreicht vor allem an der Nordsee und im höheren Bergland Sturmstärke.

Am Sonntag haben uns die Ausläufer von "Elmar" nach Osten verlassen. Rückseitig strömt nun kühlere Meeresluft von der Nordsee nach Deutschland. Da nun Tief "Elmar" dem Land höchst persönlich auf die Pelle rückt und seinen Kern in die südliche Nordsee verlagert, sind durch dynamische Hebungsprozesse weiter schauerartige Regenfälle und starke bis stürmische Böen zu erwarten. Da die Strömung auf Nordwest dreht, intensivieren sich zudem die Niederschläge an den Alpen nochmals.

Auch der Wochenstart am Montag bleibt noch von Tief "Elmar" dominiert, der sich weiter in der Nordsee tummelt, jedoch allmählich an Stärke verliert. Entsprechend schwächt sich der Wind etwas ab. Erste zarte Versuche des Azorenhochs langsam wieder nach Mitteleuropa vorzustoßen sind lediglich im Südwesten zu bemerken. Dort klingen die Niederschläge ab und die Wolken lockern zeitweise etwas auf.

Im weiteren Verlauf scheint sich ein Nordost-Südwest-Gefälle einzustellen. Also "Goldener Oktober" auf regionaler Mission?! Während die Südwesthälfte zunehmend vom Azorenhoch profitiert, sodass bei weitgehend trockenen Verhältnissen die Sonne länger scheinen kann, liegt der Nordosten weiter im Bereich atlantischer Tiefausläufer, die dort für windiges sowie unbeständiges Herbstwetter sorgen. Auch bei den Temperaturen würde sich dieses Gefälle bemerkbar machen. Während im Südwesten mit Sonne erneut Höchstwerte über 20 Grad möglich wären, müsste im Nordosten bei Werten um 14 Grad doch eine Jacke oder ein Pulli den Körper warm halten. "

Das erklärt Dipl.-Met. Lars Kirchhübel von der Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.

 

 

 


Hinweis:

Die aktuellen Wetter- und Unwetterwarnungen finden Sie unter:
www.wettergefahren.de

Aktuelle Wetter- und Klimainformationen finden Sie unter:
www.dwd.de

Die Vorhersage- und Beratungszentrale des DWD ist rund um die Uhr
telefonisch erreichbar unter Tel.: 069/8062-3333

 

Deutschlandvorhersage:

für Freitag, 20.Oktober 2017
Heute Vormittag fällt im Nordwesten und Westen schauerartiger Regen, der tagsüber allmählich auf die mittleren Landesteile sowie später auf den Osten übergreift. Im Nordwesten und Norden sind kurze Gewitter nicht ausgeschlossen. Im Süden und Südosten bleibt es nach Auflösung von Nebel und Hochnebel noch länger heiter und trocken. Die Temperatur bewegt sich zwischen 15 und 20 Grad. Im Osten und Süden kann es bei längerem Sonnenschein bis 23 Grad warm werden. Der Wind weht schwach bis mäßig, im Westen zum Teil frisch bis stark aus Süd bis Südwest mit einzelnen stürmischen Böen auf höheren Berggipfeln und an der Nordsee. Auf dem Brocken treten schwere Sturmböen auf.
In der Nacht zum Samstag zieht der Regen allmählich nach Osten und Südosten ab. Nachfolgend lockert die Bewölkung teils stärker auf und es bleibt vielerorts trocken. Lediglich im Mittelgebirgsraum sowie Richtung Ostsee sind noch ein paar Tropfen möglich. Ausgangs der Nacht verdichten sich im Westen und Nordwesten die Wolken wieder und es beginnt etwas zu regnen. Dabei kühlt die Luft auf 12 bis 5 Grad ab. In höheren Lagen und an der Nordsee weht der Südwestwind in Böen weiterhin stark bis stürmisch.

 


für Samstag, 21.Oktober 2017
Am Samstag kommt die starke Bewölkung mit schauerartigen Regenfällen von Nordwesten und Westen ausgehend allmählich ostwärts voran und erreicht zum Abend etwa die Gebiete Mecklenburg und Brandenburg bis zum Ober- und Hochrhein. Dabei kann ein vereinzeltes Gewitter nicht ganz ausgeschlossen werden. Südlich der Donau bleibt es noch weitgehend trocken und die Sonne scheint noch für längere Zeit. Nach Abzug des Regens lockert die Bewölkung im Tagesverlauf auch im Westen wieder auf. Die Höchstwerte liegen zwischen 14 Grad in Schleswig-Holstein und bis 23 Grad bei längerem Sonnenschein im Süden. Dazu weht ein schwacher bis mäßiger Südwest- bis Südostwind mit starken bis stürmischen Böen im Nordseeumfeld und auf Berggipfeln.
In der Nacht zum Sonntag erreicht der Regen auch den Süden und Südosten, wobei der meiste Regen Richtung Alpen fällt. Im Westen und Nordwesten gibt es nur vereinzelt Schauer, vorübergehend kann die Wolkendecke aufreißen. Im Nordwesten und Westen verdichtet sich die Bewölkung in der zweiten Nachthälfte wieder und im äußersten Nordwesten setzt ausgangs der Nacht erneut schauerartiger Regen ein. Die Tiefstwerte liegen zwischen 11 und 5 Grad. Im Westen, an der Nordsee und in höheren Mittelgebirgslagen weht ein starker und in Böen teils stürmischer Wind aus Südwest bis Süd, mit schweren Sturmböen auf dem Brocken.

 


für Sonntag, 22.Oktober 2017
Am Sonntag regnet es bei dichter Bewölkung an den Alpen länger anhaltend. Ansonsten muss bei wechselnder Bewölkung mit Schauern gerechnet werden. Die meisten Schauer sind dabei im Nordseeumfeld und im Westen zu erwarten, an der Nordsee sind auch kurze Gewitter nicht völlig ausgeschlossen. Im Osten sowie teils auch im Südwesten kann es größere Wolkenlücken geben. Die Höchstwerte liegen zwischen 9 und 14 Grad, mit Sonnenunterstützung bis 16 Grad. Im höheren Bergland werden um 7 Grad erwartet. Der Wind weht mäßig und in Böen teils stark bis stürmisch aus Südwest. In Kamm- und Gipfellagen sowie an der Nordsee sind Sturmböen wahrscheinlich, auf dem Brocken schwere Sturmböen.
In der Nacht zum Montag greift erneut von Nordwesten und Westen ein Regenband über, das sich im Verlauf in die mittleren Landesteile verlagert. Auch an den Alpen regnet es noch zeitweise. Ansonsten lockert die Bewölkung gebietsweise auf und es gibt nur einzelne Schauer. Im Osten ist es teilweise auch komplett trocken. Die Tiefsttemperaturen zwischen 10 Grad unmittelbar an der See und 8 bis 2 Grad im Binnenland, in höheren Lagen Süddeutschlands werden um 1 Grad erwartet. Der Wind aus Süd bis Südwest lässt wieder nach.

 


für Montag, 23.Oktober 2017
Am Montag bleibt der Himmel überwiegend wolkenverhangen, im Norden und im Osten kann es ein paar Wolkenlücken geben. ansonsten fällt weiterhin teils schauerartiger Regen. An den Alpen regnet es länger andauernd, in höheren Lagen fällt Schnee. Die Temperatur erreicht Höchstwerte zwischen 8 und 15 Grad, an den Alpen und in höheren Mittelgebirgslagen bleibt es noch frischer. Es weht ein schwacher bis mäßiger, mitunter leicht böig auflebender Wind aus westlichen Richtungen. An der Nordsee und auf exponierten Berggipfeln kann es einzelne stürmische Böen geben.
In der Nacht zum Dienstag hält der unbeständige und windige Wettercharakter an. Wolkenauflockerungen sind am ehesten im Osten und Südosten abseits der Alpen möglich. Die Luft kühlt dabei auf 11 bis 6 Grad, im Süden und in den Mittelgebirgen auf Werte um 4 Grad ab.

 

 

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