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Deutschlandwetter - aktuell

ausgegeben von der Vorhersage- und Beratungszentrale in Offenbach am
Sonntag, 22.02.2026, 10:15 Uhr

 

Schlagzeile:
Milde Meeresluft bringt Regen und Tauwetter - ab Mittwoch sonniger Frühling
 
Deutschlandübersicht:
Offenbach, Sonntag, den 22.02.2026, 10:15 Uhr -

"Tief ALINA bringt heute sowie zu Beginn der kommenden Woche äußerst milde und feuchte Meeresluft nach Deutschland, was verbreitet zu bewölktem Himmel und Regen führt. In keinem Landesteil bleibt es trocken. Größere Niederschlagsmengen sind allerdings nur an den Mittelgebirgen zu erwarten, sowie an den Alpen. Dort fallen vor allem am morgigen Montag und bis zum Dienstag staubedingt teils markante Mengen. Dabei wird der Niederschlag oberhalb von etwa 1500 Metern noch als Schnee gebunden. Darunter ist die Schneeschmelze im vollen Gange. Die markante Tauwettersituation an den Mittelgebirgen und an den Alpen hält noch bis zum Montag an. Dann dürfte ein Großteil des Schnees bereits in den Bächen und Flüssen dahinfließen.
Neben den Niederschlägen der nächsten Tage kann sich auch der Temperaturwechsel sehen lassen. Am heutigen Sonntag und am morgigen Montag kann man am Oberrhein bereits mit Höchstwerten bis 15 Grad rechnen. Sonst liegen die Höchstwerte bei 10 bis 14 Grad. Der Nordosten bleibt aber noch zurückhaltend mit den Maximum-Temperaturen. Dort bleiben die Tageshöchstwerte bis einschließlich Dienstag im einstelligen Bereich. Besonders kühl wird es auf Rügen und Usedom, wo das noch dicke Meereis die Küstenregionen spürbar abkühlt.
Auch der Wind spielt in den kommenden Tagen eine Rolle. Am heutigen Sonntag sind vor allem die Bergregionen von starken bis stürmischen Böen betroffen. Am morgigen Montag legt der Wind dann noch eine Schippe drauf. Es kommt auch im Flachland zu starken, vor allem in Verbindung mit Schauern und einzelnen Graupelgewittern auch zu stürmischen Böen. Im Bergland muss man mit Sturmböen, vereinzelt auch mit schweren Sturmböen rechnen. Am Dienstag beruhigt sich der Wind wieder dank eines noch namenlosen Hochs über Spanien. Das Hoch drängt sich im Laufe des Dienstags von Osten her in Richtung Deutschland und sorgt damit für Wetterberuhigung.
Das ruhige Hochdruckwetter bekommen wir ab Mittwoch so richtig zu spüren. In der Südwesthälfte zeigt sich dann häufig die Sonne und auch im Nordosten lockern die Wolken deutlich auf. Dies hat auch zur Folge, dass die Temperaturen noch einen Satz nach oben machen. Im Westen und Südwesten kann man mit Höchstwerten um 20 Grad rechnen. Und auch der bis dato eher verhaltene Nordosten erreicht zweistellige Höchstwerte mit Temperaturen zwischen 10 und 15 Grad. "

Das erklärt MSc Sonja Hansen von der Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.
Hinweis:

Die aktuellen Wetter- und Unwetterwarnungen finden Sie unter:
www.wettergefahren.de

Aktuelle Wetter- und Klimainformationen finden Sie unter:
www.dwd.de

Die Vorhersage- und Beratungszentrale des DWD ist rund um die Uhr
telefonisch erreichbar unter Tel.: 069/8062-3333

 

Deutschlandvorhersage:

für Sonntag, 22.Februar 2026
Heute tagsüber im Südwesten trockenere Phasen, am Abend von Nordwesten wieder etwas trockener, sonst bedeckt und wiederholt Regen. Höchstwerte im Norden 6 bis 10 Grad, an der Ostseeküste um 4 Grad, sonst 10 bis 15 Grad. Mäßiger West- bis Südwestwind, auf den Bergen stürmisch.
In der Nacht zum Montag in der Südhälfte bedeckt und regnerisch. Im Norden stark bewölkt und gebietsweise Schauer. Tiefstwerte zwischen 10 und 2 Grad.

für Montag, 23.Februar 2026
Am Montag wechselnd bis stark bewölkt mit häufigen Schauern oder schauerartigem Regen, einzelne Gewitter nicht ausgeschlossen. An den Alpen Schneeschauer. Höchsttemperatur 10 bis 16 Grad. Nur im Norden mit 5 bis 11 Grad etwas kühler. Mäßiger bis frischer Westwind mit starken bis stürmischen Böen.
In der Nacht zum Dienstag bei ein paar Auflockerungen etwas nachlassende Schaueraktivität. Spätestens in der zweiten Nachthälfte aus Westen neue Regenfälle, etwa bis zur Elbe ausweitend. Tiefsttemperatur 10 bis 5 Grad, nordöstlich der Elbe 6 bis 2 Grad. Auf den Gipfellagen weiterhin stürmisch.

für Dienstag, 24.Februar 2026
Am Dienstag in einem Streifen zunächst über der Südwesthälfte bedeckt und regnerisch, unter Abschwächung langsam Nordost verlagernd. Nordöstlich und südwestlich des Streifens zeitweise Auflockerungen und meist trocken. An den Alpen Stau. Höchsttemperaturen nordöstlich der Elbe 6 bis 10 Grad, an der vorpommerschen Ostsee etwas kühler. Sonst frühlingshafte 11 bis 17 Grad, am Oberrhein bis 19 Grad. Schwacher bis mäßiger West- bis Südwind.
In der Nacht zum Mittwoch im Nordosten und Osten noch stärker bewölkt und letzte Tropfen. Sonst von Westen zunehmend Auflockerungen und trocken, im Verlauf gebietsweise Nebel. Tiefsttemperatur zwischen 7 Grad am Niederrhein und um 0 Grad an den Alpen.

für Mittwoch, 25.Februar 2026
Am Mittwoch im Nordosten wolkig, und noch letzte Tropfen. Sonst nur wenige Wolken, im Westen und Süden auch länger sonnig. Höchstwerte 13 bis 20 Grad, am wärmsten im Südwesten und Westen. Im Nordosten mit 8 bis 15 Grad etwas kühler. Schwacher bis mäßiger Wind um Süd.
In der Nacht zum Donnerstag meist gering bewölkt oder klar, örtlich Nebel. Tiefstwerte 10 bis 3, im Südosten 3 bis -1 Grad.

 

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

Wetterlage

22-02-2026 04:10

 

Atlantische Tiefausläufer ziehen wiederholt über Deutschland hinweg und führen dabei milde bis sehr milde Meeresluft heran. GLÄTTE:Heute Früh am Alpenrand örtlich Glätte durch überfrierende Nässe. TAUWETTER/DAUERREGEN:Wiederholt Regen bei milden Temperaturen. In einigen Mittelgebirgslagen bis Montagabend als Summe aus Regenfällen und Schmelzwasser Mengen zwischen 50 und 80 l/qm. Im Bergischen Land Mengen ohne Schmelzwasser bis 35 l/qm bis Sonntagabend WIND/STURM:Heute und in der Nacht zum Montag in höheren Lagen der meisten Mittelgebirge sowie der Alpen lebhafter West-Südwestwind mit steifen Böen, vereinzelt stürmischen Böen 7-8 Bft (55 bis 70 km/h). In exponierten Kamm und Gipfellagen (schwere) Sturmböen 9-10 Bft (75 bis 100 km/h). An der Nordsee einzelne steife Böen 7 Bft um West.

 

Deutschlandvorhersage heute

22-02-2026 01:10

 

Heute zeitweise Regen. Meist sehr mild, im Bergland Tauwetter. Windig, auf den Bergen stürmisch.

 

Heute Früh von Westen neue, sich rasch ostwärts ausbreitende Regenfälle. Frühwerte 10 bis 1 Grad. tagsüber verbreitet stark bewölkt bis bedeckt. Vor allem in der Nordhälfte regnerisch, sonst nur zeit- und gebietsweise etwas Regen, dazwischen aber auch längere trockene Phasen, ganz im Süden mit Auflockerungen. Höchstwerte 5 bis 15 Grad. Mäßiger West- bis Südwestwind, auf den Bergen stürmisch.In der Nacht zum Montag meist bedeckt und regnerisch. Tiefstwerte zwischen 10 und 3 Grad.

 

Deutschlandvorhersage morgen

22-02-2026 06:41

 

Am Montag wechselnd bis stark bewölkt mit häufigen Schauern oder schauerartigem Regen, einzelne Gewitter nicht ausgeschlossen. An den Alpen Schneeschauer. Höchsttemperatur 10 bis 16 Grad. Nur im Norden mit 5 bis 11 Grad etwas kühler. Mäßiger bis frischer Westwind mit starken bis stürmischen Böen.In der Nacht zum Dienstag bei ein paar Auflockerungen etwas nachlassende Schaueraktivität. Spätestens in der zweiten Nachthälfte aus Westen neue Regenfälle, etwa bis zur Elbe ausweitend. Tiefsttemperatur 10 bis 5 Grad, nordöstlich der Elbe 6 bis 2 Grad. Auf den Gipfellagen weiterhin stürmisch.

 

Deutschlandvorhersage Übermorgen

22-02-2026 06:41

 

Am Dienstag in einem Streifen zunächst über der Südwesthälfte bedeckt und regnerisch, unter Abschwächung langsam Nordost verlagernd. Nordöstlich und südwestlich des Streifens zeitweise Auflockerungen und meist trocken. An den Alpen Stau. Höchsttemperaturen nordöstlich der Elbe 6 bis 10 Grad, an der vorpommerschen Ostsee etwas kühler. Sonst frühlingshafte 11 bis 17 Grad, am Oberrhein bis 19 Grad. Schwacher bis mäßiger West- bis Südwind.In der Nacht zum Mittwoch im Nordosten und Osten noch stärker bewölkt und letzte Tropfen. Sonst von Westen zunehmend Auflockerungen und trocken, im Verlauf gebietsweise Nebel. Tiefsttemperatur zwischen 7 Grad am Niederrhein und um 0 Grad an den Alpen.

 

Deutschlandvorhersage Tag 4

22-02-2026 06:41

 

Am Mittwoch im Nordosten wolkig, und noch letzte Tropfen. Sonst nur wenige Wolken, im Westen und Süden auch länger sonnig. Höchstwerte 13 bis 20 Grad, am wärmsten im Südwesten und Westen. Im Nordosten mit 8 bis 15 Grad etwas kühler. Schwacher bis mäßiger Wind um Süd.In der Nacht zum Donnerstag meist gering bewölkt oder klar, örtlich Nebel. Tiefstwerte 10 bis 3, im Südosten 3 bis -1 Grad.

 

10-Tage-Deutschlandvorhersage

22-02-2026 13:20

VHDL17 DWOG 221200
Deutscher Wetterdienst
10-Tage-Vorhersage für Deutschland
von Mittwoch, 25.02.2026 bis Mittwoch, 04.03.2026
ausgegeben von der Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
am Sonntag, 22.02.2026, 13:59 Uhr

Frühlingshaft mild. Freitag auf den Bergen und an der Nordsee teils
stürmisch. Zum Wochenende wieder etwas kühler, aber weiterhin sehr
mild.


Vorhersage für Deutschland bis Sonntag, 01.03.2026,
Am Mittwoch im Nordosten wolkig, und noch letzte Tropfen. Sonst nach
Auflösung von Nebel und Hochnebel nur wenige Wolken, im Westen und
Süden auch länger sonnig. Höchstwerte 13 bis 20 Grad, am wärmsten im
Südwesten und Westen. Im Nordosten mit 8 bis 15 Grad etwas kühler.
Schwacher bis mäßiger Wind um Süd.
In der Nacht zum Donnerstag meist gering bewölkt oder klar, über der
Mitte und dem Süden örtlich Nebel. Tiefstwerte 10 bis 3, im Südosten
3 bis -1 Grad.

Am Donnerstag nach Nebelauflösung zunächst heiter, im Süden und Osten
auch länger sonnig. Im Tagesverlauf aus Westen teils dichte
Wolkenfelder und im Westen und Nordwesten etwas Regen. Erwärmung auf
Werte zwischen 14 Grad im Nordosten und Ostbayern und 20 Grad am
Oberrhein. Im Norden Schleswig-Holsteins um 11 Grad. Schwacher bis
mäßiger, an der Nordsee frischer Südwestwind.
In der Nacht zum Freitag in der Nordwesthälfte wolkig bis stark
bewölkt und gebietsweise etwas Regen. Sonst teils gering bewölkt oder
klar. Abkühlung auf 10 bis 5 Grad, im Süden 6 bis 1 Grad. An den
Alpen um 0 Grad.

Am Freitag im Norden wolkig, aber meist trocken, sonst zunächst
überwiegend heiter. Im Verlauf in der Nordwesthälfte
Wolkenverdichtung und gebietsweise Regen. Höchsttemperatur im Norden
und Nordwesten 11 bis 15 Grad, sonst nochmals 15 bis 20 Grad.
Mäßiger, im Westen und Nordwesten frischer und teils stark böiger
Südwestwind, an der Nordsee und auf den Bergen stürmische Böen.
In der Nacht zum Samstag im Nordwesten und Südosten aufgelockert oder
klar, niederschlagsfrei. Dazwischen stark bewölkt und gebietsweise
Regen. Tiefsttemperatur 7 bis 2 Grad. Mit Ausnahme der Hochlagen
nachlassender Wind.

Am Wochenende wechselnd bewölkt, zeit- und gebietsweise etwas Regen,
dazwischen aber auch längere trockene und heitere Abschnitte. Wieder
etwas kühler, aber weiterhin mild bei Höchstwerten zwischen 9 und 15
Grad. Schwacher bis mäßiger, im Nordwesten auch frischer und böig
auffrischender Wind aus südlichen Richtungen.
In den Nächten Tiefstwerte zwischen 7 und 0 Grad, am Alpenrand
leichter Frost.


Trendprognose für Deutschland, von Montag, 02.03.2026 bis Mittwoch,
04.03.2026,
Von Montag bis Mittwoch noch sehr unsichere Prognose. In den
östlichen Landesteilen voraussichtlich überwiegend trocken, sonst
unbeständig mit zeitweiligem Regen. Weiterhin mild bis sehr mild.
Besonders am Alpenrand und zum Teil auch im Bergland leichter
Nachtfrost.

Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach / Dipl.-Met. Tobias Reinartz
 

Thema des Tages

22-02-2026 12:20


Wissenschaft kompakt

Von Tauwetter und Schneeschmelze


Letzte Woche war noch Winterwetter vorherrschend mit frostigen
Temperaturen und Neuschnee. An diesem Wochenende drehte sich das
Blatt rasant und frühlingshaftes Wetter mit milderen Temperaturen
erhielt Einzug. Dies führte am Wochenende und auch noch zum
Wochenstart zu teils markantem Tauwetter.

Das Auftreten von markanten Tauwetterlagen zu dieser Jahreszeit ist
ein typisches zentrales Element der winterlichen und frühjährlichen
Hydrologie in Mitteleuropa. Solche Ereignisse können erhebliche
Auswirkungen auf Abflussregime, Hochwassergefahr, Bodenfeuchte und
Infrastruktur haben. Dabei gibt es einen entscheidenden Unterschied
zwischen schmelzen und tauen. Schmilzt der Schnee nur, liegt der
Taupunkt noch unter 0 Grad, die Feuchttemperatur und Lufttemperatur
aber im positiven Bereich. Der Schnee geht dabei von der festen in
den flüssigen und gasförmigen Zustand. Der Tauprozess ist um einiges
effektiver. Temperaturen und Taupunkt liegen dabei im positiven
Bereich und der Schnee geht hauptsächlich in den flüssigen Zustand
über. Um die Entstehung von markantem Tauwetter zu verstehen, müssen
sowohl meteorologische Prozesse als auch Eigenschaften der
Schneedecke - insbesondere ihr Wasseräquivalent - betrachtet werden.
Grundvoraussetzung für intensives Tauwetter ist zunächst eine
ausreichend mächtige Schneedecke. Während in den Gebirgsräumen (vor
allem inneralpin) in den letzten Tagen und Wochen noch einiges an
Altschnee vorhanden war, kam am Donnerstag und Freitag vergangener
Woche noch etwas Neuschnee sogar bis ins Flachland dazu. Der Schnee
und die Schneedichte unterliegt im Laufe des Winters ständigen
Umwandlungsprozessen: Neuschnee mit geringer Dichte (oft 50-150
kg/m³) setzt sich durch Druck und Temperaturgradienten, Kristalle
metamorphosieren, und die Dichte kann auf 300-500 kg/m³ oder mehr
ansteigen. Entscheidend für das spätere Abflussgeschehen ist daher
nicht nur die Schneehöhe, sondern vor allem das sogenannte
Wasseräquivalent der Schneedecke.
Das Wasseräquivalent beschreibt jene Wassermenge, die frei würde,
wenn die gesamte Schneedecke vollständig taut. Es wird meist in
Millimetern angegeben und entspricht damit direkt einer
Niederschlagshöhe. Eine 50 cm hohe Schneedecke kann - je nach Dichte
- beispielsweise nur 50 mm oder aber über 200 mm Wasseräquivalent
enthalten. Für die Hochwasservorhersage ist diese Größe daher
wesentlich aussagekräftiger als die reine Schneehöhe. Besonders
kritisch sind daher Situationen, in denen sich über Wochen hinweg ein
hohes Wasseräquivalent aufgebaut hat und anschließend rasch
einsetzendes Tauwetter eintritt.
Meteorologisch wird markantes Tauwetter häufig durch großräumige
Zirkulationsänderungen ausgelöst. Typisch ist das Vordringen milder,
feuchter Luftmassen aus südwestlichen Richtungen im Zusammenhang mit
Tiefdruckgebieten über dem Nordatlantik oder Westeuropa. Die
ausgeprägte West- oder Südwestlage der letzten Tage führte dazu, dass
deutlich wärmere Luft herangeführt wurde und die Temperaturen auch in
höheren Lagen deutlich über 0 °C stiegen.
Neben der Lufttemperatur spielen weitere Energieflüsse eine
entscheidende Rolle. Die Schneeschmelze setzt ein, wenn die
Energiebilanz an der Schneeoberfläche positiv wird. Dazu tragen
mehrere Komponenten bei. Zum einen die sensible oder auch fühlbare
Wärme genannt. Dies impliziert die direkte Änderung der Temperatur
durch Zufuhr von warmer Luft. Im Gegensatz dazu gibt es noch die
latente (verborgene) Wärme. Diese entsteht durch Wärmefreisetzung bei
Kondensation von Wasserdampf auf der kalten Schneedecke. Dieser
Effekt ist bei feucht-milder Luft nicht zu unterschätzen. Des
Weiteren kann sich die Strahlungsbilanz positiv auf die Temperatur
der Schneedecke auswirken. Durch direkte oder, was in den letzten
Tagen eher der Fall war, diffuse Einstrahlung erwärmt sich die
Oberfläche. Gleichzeitig sorgte die geschlossene Wolkendecke nachts
für langwellige Gegenstrahlung und damit verringerte Auskühlung. Ein
am Wochenende entscheidender Faktor für die Schneeschmelze war und
ist immer noch der zusätzliche Eintrag von relativ warmem Regen.
Dieser sorgt nicht nur zusätzlich für Wasser, sondern durch die
relativ gesehen hohen Temperaturen des Regenwassers erhöht sich die
Temperatur der zu schmelzenden Schneedecke umso schneller.
Gerade die Kombination aus milden Temperaturen und kräftigem Regen
führte zu einer markanten und noch weiter anhaltenden Tauwetterlage.
Seit Samstag und anhaltend bis Montagmittag muss in den
Mittelgebirgen und den Alpen mit Abflussmengen zwischen 40 und 80
l/m² in 60 Stunden gerechnet werden. (Die Schwellen für markantes
Tauwetter liegen bei 40 mm in 48 Stunden bzw. 60 l/m² in 72 Stunden.
Starkes Tauwetter (Unwetter!) tritt bei mehr als 60 l/m² in 48
Stunden bzw. über 90 l/m² in 72 Stunden auf). Dabei wird das
Schmelzwasser zum Niederschlag hinzuaddiert - abzüglich Verdunstungs-
und Speicherverluste.
Ein weiterer Aspekt ist die räumliche und zeitliche Gleichzeitigkeit
der Schneeschmelze. In Gebirgsregionen setzt die Schneeschmelze
normalerweise höhenabhängig gestaffelt ein: Zunächst in Tallagen,
später in mittleren Höhen und schließlich im Hochgebirge. Markantes
Tauwetter zeichnet sich jedoch oft dadurch aus, dass die
Nullgradgrenze rasch auf große Höhen ansteigt, wie es am gestrigen
Samstag oder bereits schon in der Nacht zum Samstag geschehen ist.
Die Nullgradgrenze stieg von 600-1000 m auf 1800 - 2500 m innerhalb
von 24 Stunden. Dadurch beginnen weite Teile eines Einzugsgebietes
nahezu gleichzeitig zu schmelzen bzw. tauen. Diese Synchronisierung
verstärkt die Abflussspitzen in Flüssen und Bächen. In gesättigten
Böden oder bei gefrorenem Untergrund kann die Hochwassergefahr
aufgrund geringer Speicherkapazität zudem erheblich steigen.
Das Wasseräquivalent der Schneedecke wird heute durch verschiedene
Methoden erfasst. Klassisch erfolgen Schneebohrungen und Wägungen im
Gelände. Ergänzend kommen automatische Schneewaagen,
Ultraschallsensoren zur Schneehöhenmessung in Kombination mit
Dichtemodellen sowie Fernerkundungsverfahren zum Einsatz. In
hydrologischen Modellen wird das Wasseräquivalent als zentrale
Zustandsgröße geführt. Es erlaubt die Simulation, wie viel Wasser bei
bestimmten Temperatur- und Niederschlagsszenarien freigesetzt wird.
Zusammenfassend entsteht markantes Tauwetter durch das Zusammenspiel
einer energiereichen Atmosphäre mit einer schneereichen
Ausgangssituation. Entscheidend ist dabei nicht allein die sichtbare
Schneehöhe, sondern vor allem das in der Schneedecke gespeicherte
Wasseräquivalent. Es bestimmt maßgeblich, welches Abflusspotenzial
bei einsetzender Schmelze mobilisiert werden kann. Erst durch die
Kombination aus meteorologischer Analyse und quantitativer Erfassung
des Wasseräquivalents lässt sich das Risiko intensiver Abfluss- und
Hochwasserereignisse realistisch einschätzen.
Aktuelle Informationen zur Abflussmenge, Pegelständen und
Hochwassergefahren findet man in den jeweiligen Informationssystemen
der Hochwasserzentralen der Bundesländer oder im Naturgefahrenportal.


MSc Sonja Hansen

Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 22.02.2026

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

Aktuelle Beobachtungswerte - Deutschland

Wetterbeobachtungen von Sonntag, 22.02.2026, 16:00 Uhr

 
STATION HÖHE LUFTD. TEMP. U% RR1 DD FF FX Wetter+Wolken Böen
Helgoland 4 1007.6 5.4 100 0.0 W 34 49   ---
List/Sylt 26 1005.2 4.3 100 0.0 SW 29 49 Regen ---
Schleswig 43 1006.5 5.5 99 1.2 SW 10 23 Regen ---
Leuchtturm Kiel 5 1006.2 6.9 100 ---- SW 33 45 --- ---
Kiel 27 1006.5 8.2 96 0.5 W 17 27 leichter Regen ---
Fehmarn 3 1006.2 5.9 100 0.9 SW 18 25 Regen ---
Arkona 42 1007.0 2.2 100 0.0 SW 17 24 Nebel ---
Norderney 11 1009.6 5.7 97 0.0 W 31 51 Dunst oder flacher Nebel Windböen
Cuxhaven 5 1008.3 7.5 98 0.4 W 36 55 Regen Windböen
Hamburg-Flh. 11 1008.2 10.2 99 1.0 SW 18 32 Regen ---
Schwerin 59 1007.6 9.5 99 0.1 SW 14 29 Regen ---
Rostock 4 1006.7 7.7 98 2.3 S 8 31 leichter Regen ---
Greifswald 2 1007.3 7.0 97 0.8 SW 10 17 Regen ---
Emden 0 1010.3 10.5 90 0.0 -- --- ---   ---
Bremen-Flh. 5 1010.0 10.9 97 0.1 SW 24 38 Regen ---
Lüchow 17 1009.1 11.2 91 1.2 SW 18 32 leichter Regen ---
Marnitz 81 1008.0 9.8 98 0.3 W 13 26 Regen ---
Waren 70 1008.0 6.0 100 1.6 SW 9 17 Regen ---
Neuruppin 38 1009.0 9.5 98 1.7 SW 11 23 --- ---
Angermünde 56 1008.9 9.8 92 1.0 W 17 31 leichter Regen ---
Münster/Osnabr.-Flh. 48 1013.3 11.5 92 0.1 W 25 38 leichter Regen ---
Hannover-Flh. 59 1011.3 11.5 93 0.2 W 21 39 Regen ---
Magdeburg 76 1011.5 11.7 94 1.3 W 15 26 leichter Regen ---
Potsdam 81 1010.2 10.1 99 0.6 SW 24 35 leichter Regen ---
Berlin-Brandenburg-Flgh. 46 1010.4 10.4 98 1.3 SW 21 28 leichter Regen ---
Berlin-Tempelhof 48 1010.2 10.9 96 1.3 SW 15 26 leichter Regen ---
Lindenberg 98 1010.7 10.1 98 1.6 SW 20 34 leichter Regen ---
Düsseldorf-Flh. 45 1015.5 12.1 92 0.4 W 28 41 leichter Regen ---
Essen 150 1015.2 11.2 96 0.6 SW 22 38 leichter Regen ---
Kahler Asten 839 ------ 7.2 100 2.6 W 36 60 Regen Windböen
Bad Lippspringe 157 1013.7 10.9 98 1.3 W 19 37 leichter Regen ---
Brocken 1142 ------ 5.0 99 3.3 W 74 98 Niederschlag schwere Sturmböen
Leipzig-Flh. 142 1012.7 11.3 --- 0.6 SW 29 47 Niederschlag ---
Dresden-Flh. 227 1013.1 10.8 91 0.5 SW 30 47 leichter Regen ---
Cottbus 69 1011.8 10.8 94 2.0 SW 14 28 leichter Regen ---
Görlitz 238 1013.4 8.3 93 ---- SW 20 28 leichter Regen ---
Aachen 231 1016.9 11.1 96 0.9 W 35 48 leichter Regen ---
Nürburg 485 1017.6 10.0 95 0.5 W 20 37 leichter Regen ---
Köln/Bonn-Flh. 92 1016.9 12.3 88 0.3 W 23 41 leichter Regen ---
Gießen/Wettenberg 203 1016.3 11.8 93 0.2 SW 19 35 Regen ---
Wasserkuppe 921 ------ 6.4 100 0.6 W 46 69 Regen Sturmböen
Meiningen 450 1016.2 9.6 92 0.2 SW 16 33 leichter Regen ---
Erfurt 316 1014.2 11.3 81 0.0 SW 29 45 leichter Regen ---
Gera 311 1014.2 10.6 91 0.3 SW 27 41 leichter Regen ---
Fichtelberg 1213 ------ 3.6 100 0.8 W 66 82 Regen Sturmböen
Trier 265 1019.7 10.5 96 0.4 SW 28 48 Regen ---
Hahn-Flh. 497 1018.7 9.4 95 0.2 W 34 52 leichter Regen Windböen
Frankfurt/M-Flh. 112 1018.2 13.1 77 0.1 SW 35 53 Regen Windböen
OF-Wetterpark 119 1018.0 12.5 83 0.1 SW 18 39 Regen ---
Würzburg 268 1019.2 10.5 87 0.0 SW 30 44 leichter Regen ---
Bamberg 239 1018.4 11.2 81 0.0 SW 17 40 --- ---
Hof 567 1016.1 8.5 94 0.1 SW 25 49 leichter Regen ---
Weiden 438 1018.7 8.8 100 0.1 SW 14 28 leichter Regen ---
Saarbrücken-Flh. 320 1021.4 10.1 91 0.0 SW 25 39 Regen ---
Karlsruhe-Rheinst. 116 1021.5 12.0 79 0.0 SW 27 40 --- ---
Mannheim 96 1020.2 11.8 85 0.0 SW 15 31 Regen ---
Stuttgart-Flh. 371 1021.3 12.1 73 0.0 SW 14 31 --- ---
Öhringen 276 1020.8 10.9 83 0.0 W 22 45 leichter Regen ---
Nürnberg-Flh. 314 1019.5 10.9 80 0.0 W 26 41 --- ---
Regensburg 366 1020.2 10.2 82 0.0 SW 18 38 --- ---
Straubing 351 1020.7 10.1 85 0.0 SW 12 21 --- ---
Großer Arber 1436 ------ 1.5 99 0.0 W 45 59 Nebel Windböen
Lahr 155 1023.1 12.3 76 0.0 S 18 28 --- ---
Freudenstadt 797 ------ 6.6 95 0.1 W 22 44 --- ---
Stötten 734 1021.1 8.8 84 0.0 W 39 54 --- Windböen
Augsburg 462 1021.6 10.6 77 0.0 SW 22 41 --- ---
München-Flh. 444 1021.1 11.5 74 0.0 W 24 32 --- ---
Fürstenzell 476 1021.6 7.5 100 1.2 SW 6 18 Nebel ---
Feldberg/Schw. 1486 ------ 2.6 100 0.0 SW 37 49 Nebel ---
Konstanz 443 1024.3 10.1 75 0.0 W 12 25 --- ---
Kempten 705 1023.0 10.8 61 0.0 SW 12 34 --- ---
Oberstdorf 806 ------ 8.3 54 0.0 N 13 29 --- ---
Zugspitze 2960 ------ -6.7 89 ---- W 27 81 Schneegriesel Sturmböen
Hohenpeißenberg 977 ------ 8.4 61 0.0 SW 30 48 --- ---
  • HÖHE:
  • m über NN
  • LUFTD.:
  • auf Meereshöhe reduzierter Luftdruck in hPa
  • TEMP.:
  • Lufttemperatur in Grad Celsius
  • U%:
  • Relative Luftfeuchte in %
  • RR1:
  • Niederschlagsmenge, einstündig, mm ist gleich Liter pro
  • DD:
  • Windrichtung
  • FF:
  • Windgeschwindigkeit letztes 10-Minutenmittel in km/h
  • FX:
  • höchste Windspitze während der letzten Stunde in km/h
  • ---:
  • Wert nicht vorhanden

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Wetterbericht Deutschland

Sonntag, 22.02.2026

 

 
Am Sonntag ist es überwiegend stark bewölkt, und zeitweise fällt Regen. Ganz im Nordwesten lassen die Regenfälle später teilweise nach, die Sonne kommt aber nur hier und da noch zum Vorschein. Auch im Süden gibt es im Tagesverlauf längere trockene Phasen, Auflockerungen bleiben aber eher die Ausnahme. In den Nachmittagsstunden werden 5 bis 15 Grad erreicht. Der Wind weht mäßig, an der Küste und im Bergland frisch aus Südwest bis West. Dabei gibt es starke, auf den Bergen auch stürmische Böen.

In der Nacht von Sonntag auf Montag ist es im Süden trüb und regnerisch. In der Nordhälfte gibt es nur örtliche Schauer, und teilweise lockert die Wolkendecke auch mal auf. Die Luft kühlt sich auf 10 bis 3 Grad ab.

Am Montag zeigt sich der Himmel teilweise wechselnd, teilweise auch stark bewölkt. Vom Westen bis in den Norden Bayerns gibt es nur vereinzelt Schauer, sonst gehen gebietsweise zum Teil kräftige Regenschauer nieder. Dazwischen kommt aber auch mal die Sonne zum Vorschein. Die Höchstwerte bewegen sich zwischen 6 Grad an der Ostsee und 16 Grad entlang des Rheins. Der Wind weht verbreitet mäßig, zum Teil auch frisch aus westlichen Richtungen. Häufig gibt es starke, vor allem im Bergland auch stürmische Böen.

In der Nacht zum Dienstag ziehen in die Südwesthälfte erneut Regenfälle, aber auch sonst gibt es noch einige Schauer. Die Temperaturen gehen auf 9 bis 2 Grad zurück.

Am Dienstag fällt vom Nordwesten bis in den Südosten und nach Sachsen aus dichten Wolkenfeldern zeitweise Regen. Im Tagesverlauf werden die Regenfälle allmählich schwächer und kommen kaum ostwärts voran. Im Westen und Südwesten lockern die Wolken im Laufe des Tages immer mehr auf, und gebietsweise kommt die Sonne zum Vorschein. Die Temperaturen erreichen 6 bis 18 Grad. Dazu weht ein schwacher, an der Küste und im Westen auch mäßiger Wind aus Süd bis West.

 

Am Mittwoch setzt sich unter Hochdruckeinfluss endlich trockenes Wetter durch. Gebietsweise halten sich noch längere Zeit dichte Wolken- und Nebelfelder, sonst scheint aber häufig die Sonne. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 7 und 19 Grad. Der Wind weht schwach, im Norden auch mäßig aus überwiegend südlichen Richtungen.

Am Donnerstag ziehen über den Nordwesten und Norden viele Wolken, es bleibt aber von einzelnen Schauern abgesehen meist trocken. Sonst ist es teils heiter, teils wolkig und trocken. Die Temperaturen steigen auf 10 bis 19 Grad. Dazu weht ein schwacher bis mäßiger, an der Nordsee frischer Wind aus Südwest. Im Westen und Nordwesten sowie im Bergland gibt es starke Böen.

Wetteraussichten Deutschland

22.02.2026, 07:28 Uhr | Dipl.-Met. Johanna Anger
Wetteraussichten
 

Atlantische Tiefausläufer ziehen wiederholt über Deutschland hinweg und führen dabei milde bis sehr milde Meeresluft heran. Heute wechselhaft und immer wieder Regen. Meist sehr mild, im Bergland Tauwetter. Windig, auf den Bergen stürmisch.

Heute tagsüber im Südwesten trockenere Phasen, am Abend von Nordwesten wieder etwas trockener, sonst bedeckt und wiederholt Regen. Höchstwerte im Norden 6 bis 10 Grad, an der Ostseeküste um 4 Grad, sonst 10 bis 15 Grad. Mäßiger West- bis Südwestwind, auf den Bergen stürmisch. In der Nacht zum Montag in der Südhälfte bedeckt und regnerisch. Im Norden stark bewölkt und gebietsweise Schauer. Tiefstwerte zwischen 10 und 2 Grad.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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