Deutschlandwetter - aktuell

ausgegeben von der Vorhersage- und Beratungszentrale in Offenbach am
Montag, 19.10.2026, 10:30 Uhr
 

Schlagzeile:
Heute Sonnen-Wolken-Mix, am Dienstag teils unbeständig und am Mittwoch regnerisch
 
Deutschlandübersicht:
Offenbach, Montag, den 19.10.2026, 10:15 Uhr -

"Hoch GERHARD, das seinen Schwerpunkt heute von Südschweden über Südfinnland ins Osteuropa verlegt, beeinflusst das Wettergeschehen in Deutschland. Aus der Nacht heraus halten sich teils zähe Nebel- oder Hochnebelfelder in höheren Lagen, die sich kaum lichten bzw. die Wolkendecke nur wenig anheben lassen, so dass besonders im Südwesten und von Thüringen bis Sachsen ein wolkenreicher Tag, oft mit trübem Charakter, ins Haus steht. Sonst sind mal mehr, mal weniger Wolken am Himmel. Am freundlichsten wird es in Niederbayern und von der Lüneburger Heide bis zur Uckermark. Während in trüben Hochlagen Thüringens und Sachsens die Quecksilbersäule bei etwa 10 Grad stehen bleibt, sind im Raum Rhein - Main - Neckar bis zu 17 Grad drin. Der Wind weht schwach bis mäßig, an der See jedoch böig auffrischend, aus östlichen Richtungen. In der Nacht ist es wechselnd bewölkt, teils senkt sich die Wolkendecke wieder und hüllt höhere Lagen mit Nebel ein. In Südniedersachsen, in Teilen Thüringens und
Sachsen-Anhalts geht die Temperatur bis in den leichten Frostbereich von -1 Grad zurück, im Südwesten werden 8 und auf Helgoland 10 Grad in der Früh erwartet.

Am Dienstag ist Hoch GERHARD über Osteuropa angekommen. Damit gewinnen Störungen über Westeuropa an Raum und dringen langsam Richtung Deutschland vor. Sowohl in den Nordosten als auch in den Südwesten werden feuchtere Luftmassen geführt, und es kann gelegentlich etwas regnen. Signifikant messbarer Niederschlag ist in Vorpommern wahrscheinlich. Dazwischen zweigt sich vom Nordwesten nach Niederbayern ein Sonne-Wolken-Mix mit den höchsten Sonnenscheinanteilen im Münsterland. Die Höchstwerte erreichen 8 bis 14 Grad. Mit Föhnunterstützung am Alpenrand sind örtlich 17 Grad möglich. Sonst ist mit schwacher bis mäßiger südöstlicher Anströmung zu rechnen, an der Nordsee böig auffrischend. In der Nacht zum Mittwoch breitet sich der Regen von Südwesten deutlich über die Mitte nordostwärts aus.

Der Mittwoch ist wolkenverhangen und regnerisch. Längere trockene Abschnitte werden zu Tagesbeginn an Oder und Neiße erwartet und im Tagesverlauf vom Westen über den Nordwesten in den Norden. Verantwortlich für dieses Wettergeschehen sind Ausläufer von noch zu benennenden Tiefdruckgebieten einerseits bei Schottland, andererseits über Norditalien, die über Deutschland ziehen. Die Tageshöchstwerte erreichen 9 bis 15 Grad mit den höchsten Werten am Niederrhein sowie im Ruhrgebiet. Der Wind dreht auf Süd bis Südwest, beliebt an der Nordsee böig.

Zur zweiten Wochenhälfte deutet sich wechselhaftes Wetter an. Gelegentlicher Regen wird von unterschiedlich stark bewölktem Himmel abgelöst. Am Donnerstag ist es in Süddeutschland am freundlichsten, am Freitag im Südosten. Im Südwesten wird wieder die 15-Grad-Marke überschritten, sonst sind um 13 Grad zu erwarten. "

Das erklärt Dipl.-Met. Markus Eifried von der Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.
 

Deutschlandvorhersage:

für Montag, 19.Oktober 2026
Heute von Nordhessen bis an die Neiße meist stärker bewölkt, aber kaum Regen. Zudem im Südwesten anfangs noch dichter bewölkt, im Verlauf auflockernd. Sonst nach Nebelauflösung vielfach wolkig bis heiter, teils auch sonnig und niederschlagsfrei. Temperaturanstieg auf 11 bis 17 Grad. Schwacher bis mäßiger Wind um Ost, an der See teils böig.
In der Nacht zum Dienstag zunächst meist gering bewölkt oder klar und gebietsweise Bildung von Nebel- und Hochnebelfeldern. In der zweiten Nachthälfte vor allem in der Osthälfte des Landes Bewölkungsaufzug und vereinzelt Regen. Tiefstwerte 8 bis 0 Grad, östlich von Weser und Werra örtlich leichter Frost bis -1 Grad. Vor allem vom Nordwesten in den Osten verbreitet Frost in Bodennähe bis -3 Grad.
für Dienstag, 20.Oktober 2026
Am Dienstag im Nordosten trüb und vereinzelt etwas Regen. Auch im Südwesten viele Wolken, aber kaum Regen. Dazwischen nach teils zäher Auflösung von Nebel und Hochnebel heiter bis sonnig. Höchstwerte zwischen 8 und 17 Grad, am mildesten am föhnigen Alpenrand. Schwacher bis mäßiger, an der See böiger Ost- bis Südostwind.
In der Nacht zum Mittwoch rasch ausbreitende Wolken, von Westen und Südwesten aufkommender Regen, bis zum Morgen die West- und Südwesthälfte erfassend. Im Osten Nebelbildung und weitgehend niederschlagsfrei. Temperaturrückgang auf 9 bis 2 Grad.
für Mittwoch, 21.Oktober 2026
Am Mittwoch verbreitet stark bewölkt bis bedeckt und ostwärts ausgreifender Regen, am Abend auch Oder und Neiße erreichend. Höchstwerte 9 bis 14 Grad. Schwacher Wind bis mäßiger Wind, von Westen her von Südost auf Südwest drehend. An der Nordsee frischer Süd- bis Südostwind.
In der Nacht zum Donnerstag anfangs verbreitet stark bewölkt, gebietsweise leichter bis mäßiger Regen. Gegen Morgen im Westen Auflockerungen und überwiegend niederschlagsfrei. Tiefstwerte 9 bis 2 Grad.
für Donnerstag, 22.Oktober 2026
Am Donnerstag wolkig, abgesehen vom Süden Schauer oder schauerartiger Regen, an der Küste vereinzelt Gewitter. Höchstwerte 9 bis 16 Grad. An den Küsten frischer bis starker Süd- bis Südwestwind mit stürmischen Böen, sonst schwacher bis mäßiger Wind.
In der Nacht zum Freitag meist abklingende Schauer und vorübergehend einige Auflockerungen. Später im Westen Wolkenaufzug, westlich des Rheins aufkommender Regen. Tiefstwerte von Nordwest nach Südost 10 bis 1 Grad.
Hinweis:

Über die aktuelle Warnsituation können Sie sich jederzeit unter www.dwd.de oder in der Warnwetter-App des Deutschen Wetterdienstes informieren.
 

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

Wetterlage

19-10-2026 04:12

 

An Rand eines Hochdruckgebiets über Skandinavien gelangt von Osten milde und recht trockene Luft zu uns. WIND:Heute und in der Nacht zum Dienstag über der offenen Nordsee, im Bereich der Ostfriesischen Inseln, vereinzelt auch an der Ostsee sowie in einigen Mittelgebirgskammlagen steife Böen bis 60 km/h (7 Bft) um Ost.NEBEL:Heute früh bevorzugt in der Südhälfte gebietsweise Nebel, teils mit Sichten unter 150 m.In der Nacht zum Dienstag gebietsweise Nebel oder Hochnebel. Vor allem im Bergland teils Sichten unter 150 m.FROST:In der Nacht zum Dienstag in Teilen der Mitte und des Ostens örtlich leichter Frost bis -1 Grad.

 

Deutschlandvorhersage heute

19-10-2026 02:41

 

Heute früh teils zäher Nebel und Hochnebel, tagsüber teils heiter, weitgehend niederschlagsfrei.

 

Heute von Nordhessen bis an die Neiße meist stärker bewölkt, aber kaum Regen. Zudem im Südwesten anfangs noch dichter bewölkt, im Verlauf auflockernd. Sonst nach Nebelauflösung vielfach wolkig bis heiter, teils auch sonnig und niederschlagsfrei. Temperaturanstieg auf 11 bis 17 Grad. Schwacher bis mäßiger Wind um Ost, an der See teils stark böig.In der Nacht zum Dienstag zunächst meist gering bewölkt oder klar und gebietsweise Bildung von Nebel- und Hochnebelfeldern. In der zweiten Nachthälfte vor allem in der Osthälfte des Landes Bewölkungsaufzug und vereinzelt Regen. Tiefstwerte 8 bis 0 Grad, östlich von Weser und Werra örtlich leichter Frost bis -1 Grad. Vor allem vom Nordwesten in den Osten verbreitet Frost in Bodennähe bis -3 Grad.

 

Deutschlandvorhersage morgen

19-10-2026 17:42

 

 

Am Dienstag im Nordosten bedeckt oder trüb, aber weiterhin nur vereinzelt etwas Regen. Auch im Südwesten zunehmend stark bewölkt, aber ebenfalls kaum Regen. Dazwischen nach teils zäher Auflösung von Nebel und Hochnebel heiter bis sonnig. Höchstwerte zwischen 8 und 17 Grad. Am mildesten am föhnigen Alpenrand. Dort lokal knapp 20 Grad möglich. Schwacher bis mäßiger, an der See böiger Ost- bis Südostwind.In der Nacht zum Mittwoch rasch ausbreitende Wolken, von Westen und Südwesten aufkommender Regen, bis zum Morgen die West- und Südwesthälfte erfassend. Im Osten wolkig bis klar, örtlich Nebel, weitgehend niederschlagsfrei. Temperaturrückgang auf 9 bis 2 Grad.

 

Deutschlandvorhersage Tag 4

19-10-2026 06:42

 

Am Donnerstag wolkig, abgesehen vom Süden Schauer oder schauerartiger Regen, an der Küste vereinzelt Gewitter. Höchstwerte 9 bis 16 Grad. An den Küsten frischer bis starker Süd- bis Südwestwind mit stürmischen Böen, sonst schwacher bis mäßiger Wind.In der Nacht zum Freitag meist abklingende Schauer und vorübergehend einige Auflockerungen. Später im Westen Wolkenaufzug, westlich des Rheins aufkommender Regen. Tiefstwerte von Nordwest nach Südost 10 bis 1 Grad.

 

10-Tage-Deutschlandvorhersage

19-10-2026 11:20

VHDL17 DWOG 191200
Deutscher Wetterdienst
10-Tage-Vorhersage für Deutschland
von Donnerstag, 22.10.2026 bis Donnerstag, 29.10.2026
ausgegeben von der Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
am Montag, 19.10.2026, 13:00 Uhr

Unbeständig mit häufigen Regenfällen, zeitweise auch windig bis
stürmisch und relativ mild.


Vorhersage für Deutschland bis Montag, 26.10.2026,
Am Donnerstag wolkig, abgesehen vom Süden Schauer oder schauerartiger
Regen, an der Küste vereinzelt Gewitter. Höchstwerte 9 bis 16 Grad.
An den Küsten frischer bis starker Süd- bis Südwestwind mit
stürmischen Böen, sonst schwacher bis mäßiger Wind.
In der Nacht zum Freitag meist abklingende Schauer und vorübergehend
einige Auflockerungen. Später im Westen Wolkenaufzug, westlich des
Rheins aufkommender Regen. Tiefstwerte von Nordwest nach Südost 10
bis 1 Grad.

Am Freitag im Osten und Südosten anfangs noch aufgelockert, sonst
stark bewölkt und von Westen her etwas Regen, später Übergang zu
Schauern, einzelne Gewitter nicht ausgeschlossen. Lediglich ganz im
Südosten sowie an Oder und Neiße bis zum Abend noch meist trocken.
Höchstwerte 10 bis 15 Grad. Auffrischender, von Südost später auf
Südwest drehender Wind, nachmittags und abends im Westen und
Nordwesten steife bis stürmische Böen, an der Nordsee und in
Gipfellagen schwere Sturmböen.
In der Nacht zum Samstag vor allem im Westen und Norden weitere
Schauer, nach Südosten zu auch aufgelockert bewölkt. Tiefstwerte 9
bis 3 Grad, an den Küsten milder. Im Nordwesten anfangs noch
stürmisch mit schweren Sturmböen an der Nordsee, später abnehmender
Wind.

Am Samstag wolkig bis stark bewölkt mit Schauern, vereinzelt auch mit
kurzen Gewittern. Höchstwerte 8 bis 13 Grad. Mäßiger bis frischer, in
Böen starker, in Gewitternähe sowie an der Nordsee auch stürmischer
Südwestwind, in Gipfellagen Sturmböen.
In der Nacht zum Sonntag vorübergehend abklingende Schauer, im Osten
und Südosten teils gering bewölkt. Im Westen und Nordwesten
Wolkenaufzug und später erneut Regen. Tiefstwerte 10 bis 3 Grad, im
Südosten auch darunter. Vorübergehend abschwächender, morgens im
Westen wieder deutlich zunehmender und auf Süd drehender Wind.

Am Sonntag von West nach Ost zunächst Regen, an den Westhängen
einiger Mittelgebirge auch länger anhaltend und ergiebig. Nachmittags
und abends im Westen und Nordwesten mit Kaltfrontpassage Übergang zu
Schauern und kurzen Gewittern. Höchstwerte 9 bis 15 Grad.
Auffrischender Süd- bis Südwestwind, mit Frontpassage auf West
drehend. Dabei steife bis stürmische Böen, im Westen und Nordwesten
abends Sturmböen nicht ausgeschlossen, an der Nordsee und in
Gipfellagen auch schwere Sturmböen.
In der Nacht zum Montag im Osten und Süden anfangs noch Regen, später
auch dort auflockernde Bewölkung. Vor allem im Norden und Osten noch
weitere Schauer, im Südwesten dagegen auch länger trocken.
Tiefstwerte 10 bis 4 Grad. In der Nordhälfte weiterhin stürmische
Böen, an den Küsten Sturmböen, sonst nach Frontpassage deutlich
abnehmender Wind.

Am Montag im Südwesten und Süden wolkig mit sonnigen Abschnitten und
meist trocken. Sonst unterschiedlich bewölkt mit einzelnen, im Norden
und Nordosten häufigeren Schauern. Höchstwerte 9 bis 14 Grad, im
Südwesten milder. Im Norden und Nordosten frischer, in Böen starker,
an den Küsten stürmischer West- bis Südwestwind.
In der Nacht zum Dienstag im Westen und Norden bewölkt, etwas Regen
möglich. Sonst wolkig, teils gering bewölkt und trocken. Tiefstwerte
10 bis 5 Grad, im Südosten 6 bis 2 Grad.


Trendprognose für Deutschland, von Dienstag, 27.10.2026 bis
Donnerstag, 29.10.2026,
Unsichere Wetterentwicklung. Tendenziell im Westen und Norden
unbeständig mit Regen oder Schauern und nur kurzen trockenen Phasen.
In der Südhälfte mehr Sonne, teils auch länger Nebel und kaum Regen.
Tagsüber mild bis sehr mild, nachts vor allem im Süden frisch.

Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach / Dipl.-Met. Jens Winninghoff
 

Thema des Tages

19-10-2026 11:50


Wissenschaft kompakt


Geschichte der Meteorologie - Teil 20: Meteorologie im 19.
Jahrhundert (a)


Im heutigen Thema des Tages werden Persönlichkeiten vorgestellt, die
wesentliche Forschungsbeiträge zur Physik im 19. Jahrhundert erbracht
haben. Diese physikalischen Erkenntnisse nutzt die Meteorologie bis
heute.

Nachdem zuletzt der Themenschwerpunkt der Geschichte der Meteorologie
im 19. Jahrhundert in der Entwicklung der Telegraphie lag, mit der
Daten und damit auch Wetterbeobachtungen rasch über große Distanzen
verbreitet werden konnten, blicken wir heute auf Erkenntnisse aus der
Physik, die auch in der Meteorologie genutzt werden.
Der französische Astronom, Physiker und Politiker François Arago
(1786-1853) verfasste populärwissenschaftliche Artikel über
Meteorologie und physikalische Geographie, darunter Schriften über
die Atmosphäre, die Temperatur der Erde und ihre magnetischen
Schwankungen. Arago war auch auf dem Gebiet des Lichts und der Optik
tätig. Er konstruierte ein als Polariskop bekanntes Instrument, mit
dem er Experimente zur Polarisation des Himmelslichts durchführen
konnte. Außerdem baute er ein Gerät zur Messung der
Sonneneinstrahlung, das als Arago-Davy-Aktinometer bekannt wurde,
sowie ein frühes Cyanometer zur Messung des Blauanteils des Himmels.
Arago beschäftigte sich mit Gewittern und unterschied drei Arten von
Blitzen: den gewöhnlichen Blitzschlag, den Flächenblitz und den
Kugelblitz. 1838 veröffentlichte er eine Übersicht von Berichte zu
Kugelblitzen. In einer Arbeit aus dem Jahr 1854 mit dem Titel "Le
Tonnerre" (übersetzt "Der Donner") stellte er dann seine
Vorstellungen zu diesem seltsamen Phänomen vor. Arago untersuchte
außerdem die Aurora borealis und das Erdmagnetfeld sowie die
Beziehung zwischen beiden. 1824 führte er ein Experiment durch, bei
dem eine frei rotierbare Magnetnadel über einer rotierenden
Kupferscheibe schwebt und durch die Rotation der Scheibe ebenfalls in
Bewegung gesetzt wird. Es war der erste Versuch, der den Wirbelstrom
nachweisen konnte. Arago nannte dieses Phänomen
"Rotationsmagnetismus", später wurde es als Induktion bekannt. Arago
befasste sich auch mit meteorologischen Messgeräten und
wissenschaftlichen Ballonflügen. Er bestand darauf, dass während
solcher Flüge an verschiedenen Punkten Bodenbeobachtungen
durchgeführt werden sollten, um sie mit den Ballonmessungen zu
vergleichen. Er wies zudem auf mögliche Beobachtungsfehler bei den in
Ballonflügen verwendeten meteorologischen Instrumenten hin,
insbesondere auf die Tatsache, dass ein gewöhnliches, an der Gondel
befestigtes Thermometer die tatsächliche Lufttemperatur nicht
anzeigen könne, da der relative Wind fehle und die Möglichkeit
bestehe, dass direkte Sonneneinstrahlung das Thermometer erwärme.
Arago empfahl daher, Instrumente und Beobachtungsmethoden zu
entwickeln, die während Ballonflügen repräsentative Daten liefern
würden. Es scheint, dass Arago hinsichtlich der Schwierigkeiten bei
der Wettervorhersage ein Realist war. In der sogenannten
"Arago-Mahnung" erklärte er 1845: "Niemals, ganz gleich, wie weit die
Wissenschaft auch voranschreiten mag, werden ehrliche
Wissenschaftler, denen ihr Ruf am Herzen liegt, es wagen, das Wetter
vorherzusagen." Auch wenn sich diese Mahnung als falsch erwiesen hat,
spiegelt ihre Grundaussage doch zweifellos den Respekt wider, den
Wettervorhersager überall vor der Atmosphäre haben müssen, die denen,
die ihr Verhalten vorhersagen, mitunter sehr gnadenlos begegnet. 1839
stellte Arago erste frühe Verfahren zur Photographie, die zwei
französische Erfinder entwickelt hatten, offiziell der Französischen
Akademie der Wissenschaft und der Öffentlichkeit vor.
Der französische Mathematiker und Physiker Gaspard Gustave de
Coriolis (1792-1843) forschte an verschiedenen Bewegungen von
Körpern. Die Erde ist kein stationäres Bezugssystem, sie dreht sich.
Die Bewegungsgleichungen der Atmosphäre müssen diese Rotation
berücksichtigen. In einer 1835 veröffentlichten Abhandlung ("Sur les
equations du mouvement relatif des systemes de corps", übersetzt
"Über die Gleichungen der Relativbewegung von Körpersystemen") zeigte
Coriolis, wie man die Erdrotation durch das Hinzufügen einer
zusätzlichen Kraft berücksichtigen kann, die als zusammengesetzte
Zentrifugalkraft beschrieben wurde und als Corioliskraft bekannt
geworden ist. Die Corioliskraft erklärt, warum die Winde nicht direkt
von Hochdruckgebieten zu Tiefdruckgebieten wehen. Lässt man
Reibungseffekte außer Acht, lenkt die Coriolis-Kraft auf der
nördlichen (südlichen) Hemisphäre die Luftbewegung nach rechts
(links) ab, sodass die Winde parallel zu den Isobaren wehen, wobei
der niedrigere Druck links (rechts) liegt. Dieses Verhalten, das
allgemein als Coriolis-Effekt bezeichnet wird, ist ein
Schlüsselkonzept der Meteorologie. Coriolis war der Erste, der eine
klare mathematische Erklärung für diesen Effekt lieferte. Einige
frühere Forscher hatten bereits erkannt, dass er existieren musste.
Auf der Grundlage physikalischer Überlegungen hatten sie qualitative
Beschreibungen vorgeschlagen (bspw. Hadley 1735, siehe Teil 8 der
Serie zur Geschichte der Meteorologie).
Der französische Physiker und Ingenieur Nicolas Leonard Sadi Carnot
(1796-1832) veröffentlichte 1824 die Schrift "Reflexions sur la
puissance motrice du feu et sur les machines propres a developper
cette puissance" (übersetzt: "Betrachtungen über die bewegende Kraft
des Feuers und die zur Entwicklung dieser Kraft geeigneten
Maschinen"), die als Ursprung der Thermodynamik gilt ? einer
Wissenschaft, die sich mit der Umwandlung von Wärmeenergie in andere
Energieformen und umgekehrt befasst. Die Thermodynamik ist ein
integraler Bestandteil weit gefasster Disziplinen wie Ingenieurwesen,
Physik, Chemie und Meteorologie, weshalb Carnots Arbeit in all diesen
Bereichen Anwendung fand. Carnot beschrieb einen Vorgang, der heute
als Carnot-Prozess eine theoretische Betrachtung der Dampfmaschine
(Carnot-Wärmekraftmaschine) bekannt ist, bei dem ein System bei einer
relativ hohen Temperatur Energie aufnimmt und bei einer niedrigeren
Temperatur wieder abgibt. Diese Schrift über den Wirkungsgrad von
Wärmekraftmaschinen gilt als Grundlage des Zweiten Hauptsatzes der
Thermodynamik. Sowohl die Hadley-Zelle (die in meteorologischen
Untersuchungen der allgemeinen Zirkulation eine wichtige Rolle
spielt) als auch der Hurrikan können im weitesten Sinne als
Carnot-Wärmekraftmaschinen betrachtet werden: Energie geht durch
Reibung und turbulente Dissipation bei relativ niedrigen Temperaturen
verloren und wird durch sensible und latente Wärme von der warmen
Meeresoberfläche gewonnen. Dies ist vergleichbar mit der Situation,
in der fallendes Wasser in einem Wasserfall eine Turbine antreiben
kann, um Strom zu erzeugen. Das oben einströmende Wasser verfügt über
mehr Energie (die potenzielle Energie aufgrund seiner größeren Höhe)
als das unten ausströmende Wasser. Ein Teil dieser Differenz wird
dazu verwendet, die Turbinen in Drehung zu versetzen, ein anderer
Teil geht durch verschiedene Reibungs- und mechanische Effekte
verloren.
Der französische Physiker Emile Clapeyron (1799-1864) entwickelte in
seiner 1834 veröffentlichten Arbeit "Memoire sur la puissance motrice
de la chaleur" (übersetzt "Abhandlung über die Antriebskraft der
Wärme") eine graphische Darstellung der thermodynamischen
Kreisprozesse von Carnot (siehe oben). Er gab der Arbeit von Carnot
auch eine mathematische Form. Die Zustandsgleichung für ideale Gase
in der heute üblichen Form stammt von ihm. Die sogenannte
Clapeyron-Gleichung wurde 1850 von Rudolf Clausius (1822-1888), einem
Physiker aus Pommern, zur Clausius-Clapeyron-Gleichung erweitert. Sie
beschreibt in der Meteorologie den Phasenübergang von Wasser,
insbesondere die Abhängigkeit des Sättigungsdampfdrucks von der
Temperatur. Sie ist das fundamentale Gesetz hinter der Entstehung von
Wolken, Niederschlag und der Thermodynamik der Atmosphäre. Die
Gleichung drückt eine Alltagserfahrung in mathematischer Form aus:
Warme Luft kann mehr Wasserdampf aufnehmen als kalte Luft. Pro 1 °C
(oder besser K, siehe unten) Erwärmung steigt die maximale
Wasserdampfmenge in der Atmosphäre exponentiell um etwa 6 bis 7
Prozent. Clausius formulierte das Prinzip, dass Wärme nicht von
selbst von einem kälteren auf einen wärmeren Körper übergehen kann,
ohne in der Umgebung irgendwelche Veränderungen zu hinterlassen
(Zweiter Hauptsatz der Thermodynamik) und führte 1865 den Begriff der
Entropie ein, eine in der Wärmelehre verwendete extensive
Zustandsgröße mit der Dimension Energie pro Temperatur.
Der österreichische Mathematiker und Physiker Christian Doppler
(1803-1853) beschrieb erstmals 1842, wie die beobachtete Frequenz von
Licht- und Schallwellen durch die Relativbewegung von Quelle und
Detektor beeinflusst wird. Dieses Phänomen wurde als Doppler-Effekt
bekannt. Am besten lässt es sich anhand der Tonhöhenänderung einer
Zugpfeife veranschaulichen, wenn sich der Zug einem Beobachter am
Gleis nähert, an ihm vorbeifährt und sich dann wieder von ihm
entfernt. Die moderne Meteorologie nutzt dieses Prinzip in speziellen
Radarsystemen, den sogenannten Doppler-Radaren, die Informationen
über die Komponenten der atmosphärischen Bewegung in Richtung des
Radarstandorts und von diesem weg liefern. Herkömmliche Wetterradare
liefern andere Daten, die als Radarreflektivität bezeichnet werden
und aus denen Rückschlüsse auf die Struktur von Wettersystemen und
die darin enthaltenen Partikel in Niederschlagsgröße gezogen werden
können. Ein Doppler-Radar liefert daher wichtige ergänzende
Informationen zur herkömmlichen Radarreflektivität.
Der britische Physiker John James Waterston (1811-1883) aus
Schottland gilt als Pionier der kinetischen Gastheorie. Er
entwickelte seine kinetische Gastheorie unabhängig von anderen
Wissenschaftlern. Er erkannte, dass die kinetische Energie eines
einzelnen Moleküls mit der Masse m und der Geschwindigkeit v genau
½mv2 ist und dass Wärme und Energie proportional zur Temperatur sind.
Diese Erkenntnisse ließen ihn ein Gesetz für ein ideales Gas
ableiten. Er veröffentlichte seine Erkenntnisse 1843 in einem Buch
mit dem ungewöhnlichen Titel "Thoughts on the Mental Functions"
("Gedanken zu den geistigen Funktionen"). Die Arbeit blieb zunächst
ohne größeren Einfluss. Die kinetische Gastheorie wurde erst in den
1850er Jahren akzeptiert, als andere Wissenschaftler entsprechende
Arbeiten publizierten, darunter Clausius (siehe oben). Zu diesem
Zeitpunkt waren Waterstons Beiträge jedoch bereits in Vergessenheit
geraten.
Der niederländische Physiker und Meteorologe Christoph Buys Ballot
(1817-1890) gründete 1854 das Königlich-Niederländische
Meteorologische Institut, dessen Direktor er bis zu seinem Tod im
Jahr 1890 war. Am bekanntesten ist er für das Gesetz von Buys Ballot
(Barisches Windgesetz), welches den Zusammenhang zwischen der
horizontalen Druckverteilung und der Windrichtung beschreibt. Es
lässt sich wie folgt formulieren: Steht eine Person auf der
Nordhalbkugel mit dem Rücken zum Wind, so befindet sich der tiefe
Druck zu ihrer Linken (auf der Südhalbkugel befindet sich der tiefe
Druck zu ihrer Rechten). Er veröffentlichte dieses Ergebnis 1857 in
einem Artikel mit dem Titel "Note sur le rapport de l'intensite et de
la direction du vent avec les ecarts simultanes du barometre"
(übersetzt "Anmerkung zum Zusammenhang zwischen Windstärke und
Windrichtung einerseits und den gleichzeitigen Barometerschwankungen
andererseits"). Das Gesetz von Buys Ballot ist eine verbale
Formulierung dessen, was in der Meteorologie heute als
geostrophischer Wind bekannt ist (der zum Teil vom Vorhandensein der
Corioliskraft abhängt). Das Gesetz gilt für Winde im großen Maßstab,
trifft jedoch nicht auf verschiedene Situationen zu, darunter Winde
im kleineren Maßstab, die durch die Topographie kanalisiert werden
oder beispielsweise mit Gewittern in Verbindung stehen. Es gilt auch
nicht in den äquatorialen Regionen, wo die Corioliskraft nahezu null
ist. Buys Ballot erfand ein wenig bekanntes Instrument namens
Aeroklinoskop, mit dem er die Windrichtung in Abhängigkeit vom
Luftdruck darstellte. Außerdem entwickelte er ein System von
Wettersignalen. Zusammen mit Kollegen erkannte Buys Ballot die
potentiellen Vorteile einer internationalen Zusammenarbeit in der
Meteorologie. Ein Internationaler Meteorologischer Kongress, der 1873
in Wien tagte, richtete einen Meteorologischen Ausschuss ein, um die
Gründung einer formellen internationalen meteorologischen
Organisation vorzubereiten, deren Mitglieder die Leiter der
nationalen Wetterdienste sein sollten (siehe Teil 16 der Serie zur
Geschichte der Meteorologie). Buys Ballot wurde zum Vorsitzenden des
Ausschusses ernannt und leitete dessen Arbeit bis 1879, als auf dem
Meteorologischen Kongress in Rom die neue Internationale
Meteorologische Organisation (IMO) ins Leben gerufen wurde.
Der britische Physiker James Prescott Joule (1818-1889) forschte
zunächst im Bereich des Elektromagnetismus. Er formulierte 1840 das
erste Joulesche Gesetz, nach dem die Erwärmung eines
stromdurchflossenen Leiters proportional dem Produkt aus dem Quadrat
der Stromstärke und dem Widerstand des Stromkreises ist. 1847 konnte
er das mechanische Äquivalent der Wärme (heute als spezifische
Wärmekapazität bekannt) bestimmen. Ab 1852 arbeitete Joule gemeinsam
mit Thomson (siehe unten) an Experimenten zur Bestätigung
thermodynamischer Theorien. 1852 zeigten die beiden Forscher, dass
sich ein Gas, welches sich ungestört ausdehnen kann, abkühlt. Dieser
Joule-Thomson-Effekt war ein Beweis für die Annahme, dass zwischen
den Gasmolekülen schwache Kräfte wirksam sind. Anwendung findet das
Gesetz bei der Gasverflüssigung und in der Kältetechnik sowie in der
Sensorik von Messgeräten (bspw. Korrektur von Drosselungen und
Drucksprüngen an Einlassdüsen bei Messinstrumenten im Bereich der
Flugmeteorologie). Außerdem konzipierte Joule den idealen
Kreisprozess der Heißluftmaschine (Joule-Prozess).
Der französische Physiker Leon Foucault (1819-1868) wies die
Erdrotation durch ein Experiment mit dem später als Foucaultsches
Pendel bekannten Gerät nach. Die Erdrotation bedeutet, dass die Erde
kein festes Bezugssystem ist, sodass Luftmassen, die sich ohne
erkennbare äußere Einwirkung in der Atmosphäre bewegen, dennoch von
der geraden Bewegungsbahn abweichen, die in einem festen Bezugssystem
zu erwarten wäre. Eine als Coriolis-Parameter bezeichnete Größe
berücksichtigt diesen Effekt und muss bei jeder Untersuchung
atmosphärischer Bewegungen berücksichtigt werden.
Der britische Ingenieur William John Macquorne Rankine (1820-1872)
aus Schottland begeisterte sich für viele Bereiche der
Naturwissenschaften und der Mathematik. 1849 stellte Rankine den
Zusammenhang zwischen dem Sättigungsdampfdruck und der Temperatur
her, und 1850 zeigte er, wie Temperatur, Druck und Dichte eines Gases
miteinander zusammenhängen. Außerdem leitete er eine Formel für die
Verdampfungswärme einer Flüssigkeit her. Solche Zusammenhänge sind in
der Meteorologie von Bedeutung. 1859 schlug Rankine eine neue
Temperaturskala vor, deren Nullpunkt beim absoluten Nullpunkt lag und
bei der ein Rankine-Grad dem Skalenabstand der Fahrenheit-Skala
entsprach. Diese Skala entspricht der von Lord Kelvin (s. u.) im Jahr
1848 festgelegten, mit dem Unterschied, dass letztere Celsius-Grad
anstelle von Fahrenheit-Grad verwendet. Für wissenschaftliche
Arbeiten, bei denen die absolute Temperatur erforderlich ist, hat
sich die Kelvin-Skala als internationaler Standard durchgesetzt. Die
Rankine-Skala (°Ra, °R) wird selten in wenigen technischen
Anwendungen verwendet, beispielsweise in den Vereinigten Staaten, wo
Fahrenheit-Temperaturgrade üblich sind.
Der preußische Mediziner, Physiologe und Physiker Hermann von
Helmholtz (1821-1894) ist für Entdeckungen in den Bereichen
Physiologie, Optik, Elektrodynamik, Mathematik und Meteorologie
bekannt. Zu Beginn seiner Karriere beschäftigte er sich mit
Energieerhaltung, Energieübertragung und Wellenbewegung. Diese
Untersuchungen sollten ihm später bei seiner meteorologischen Arbeit
von Nutzen sein. Helmholtz' erste Arbeiten zu Wirbel-Sätzen wurden
1858 veröffentlicht. Er arbeitete auch mit Kelvin (s. u.) bei
Untersuchungen zu Wirbeln in Flüssigkeiten zusammen, was dazu führte,
dass Kelvin 1869 seinen eigenen Zirkulationssatz veröffentlichte. All
diese Arbeiten zu Wirbeln in Flüssigkeiten waren ein Vorläufer für
Helmholtz' Untersuchungen zu Zirkulation und Wirbelstärke in der
Atmosphäre, die für Meteorologen zentrale Konzepte darstellen. Die
Ergebnisse dieser Untersuchungen veröffentlichte er 1888 in seiner
Abhandlung "Über atmosphärische Bewegungen". Helmholtz und Kelvin
werden in der Meteorologie auch gemeinsam durch eine Form der
atmosphärischen Instabilität in Erinnerung behalten, die als
Kelvin-Helmholtz-Instabilität bekannt ist.
Der britische Physiker und Ingenieur Sir William Thomson aus
Nordirland, besser bekannt unter den Namen Erster Baron Kelvin oder
Lord Kelvin (1824-1907), leistete vielfältige Beiträge zur
Meteorologie, ist jedoch vor allem als Begründer der
Kelvin-Temperaturskala in Erinnerung geblieben. 1848 schlug Thomson
eine Temperaturskala vor, die auf den Grundgesetzen der Thermodynamik
beruhte. Die Konstruktion seiner Skala war derart, dass es darin
einen Punkt geben musste, an dem keine "Wärme" (Calorique) übertragen
werden konnte. Diese absolute Kälte (heute als absoluter Nullpunkt
bekannt) war eine Idee, die bereits von Boyle 1665 diskutiert worden
war (siehe Teil 7 der Serie zur Geschichte der Meteorologie). Thomson
erhielt 1892 den Titel "First Baron Kelvin" und wurde fortan als Lord
Kelvin bekannt, ebenso wie seine Temperaturskala weithin als
Kelvin-Skala bekannt wurde. Im modernen wissenschaftlichen
Sprachgebrauch (Systeme International, kurz SI) werden diese
Temperaturen als Kelvin bezeichnet, mit dem Symbol K. Der absolute
Nullpunkt 0 K entspricht -273,16 °C auf der Celsius-Skala und -459,67
°F auf der Fahrenheit-Skala. Thomson beschäftigte sich mit Wirbeln in
Flüssigkeiten und arbeitete auf diesem Gebiet mit von Helmholtz
zusammen. Diese Arbeit führte zu Thomsons Theoremen über die
Zirkulation von Flüssigkeiten, die 1869 veröffentlicht wurden. Die
beiden Forscher sind auch für ihre Untersuchung einer Form der
atmosphärischen Instabilität bekannt, die heute als
Kelvin-Helmholtz-Instabilität bezeichnet wird (siehe oben). Thomson
untersuchte die Luftfeuchtigkeit und den Niederschlag und lieferte
1862 die erste korrekte Beschreibung des gesättigten adiabatischen
Prozesses. Bei einem solchen Prozess ist die Abkühlungsrate eines
aufsteigenden gesättigten Luftpakets mit zunehmender Höhe geringer
als die eines aufsteigenden ungesättigten Luftpakets. Diese
Erkenntnisse sind für die Untersuchung von Konvektion und Stabilität
in der Atmosphäre von Bedeutung. Thomson erkannte die Existenz
atmosphärischer elektrischer Felder unter verschiedenen
Wetterbedingungen, einschließlich Schönwetter. Thomson war fest davon
überzeugt, dass Kenntnisse über die atmosphärische Elektrizität bei
der Wettervorhersage nützlich sein könnten. Er beschrieb seine Ideen
in einem Vortrag, den er 1859 vor der British Association for the
Advancement of Science hielt ("Über die Notwendigkeit unaufhörlicher
Aufzeichnungen und gleichzeitiger Beobachtungen an verschiedenen
Orten zur Untersuchung der atmosphärischen Elektrizität"). Um eigene
Messungen der atmosphärischen Elektrizität durchzuführen, erfand
Thomson das Wassertropfen-Elektrometer. Bei diesem Instrument nahmen
die Wassertropfen, die aus einem isolierten Metallbehälter versprüht
wurden, das lokale elektrische Potential der Atmosphäre auf, das
anschließend mit einem gewöhnlichen Elektrometer gemessen werden
konnte. Dies war ein bedeutender Beitrag zur Wissenschaft der Messung
atmosphärischer Elektrizität. Das Wassertropfen-Elektrometer wurde in
der Wetterstation des britischen Met Office in Kew eingeführt, wo
Thomson 1861 ein Programm zur kontinuierlichen Messung der
atmosphärischen Elektrizität ins Leben rief. Er stellte fest, dass
sich die Aufladung der Atmosphäre bei klarem Himmel durch das
Vorhandensein positiver atmosphärischer Ladungen erklären ließ.
Die Serie Geschichte der Meteorologie wird fortgesetzt. Der nächste
Teil wird sich mit Persönlichkeiten der Meteorologie im 19.
Jahrhundert widmen, die explizit Forschungsergebnisse zu Neuerungen
im Bereich der Meteorologie lieferten.


Dipl.-Met. Markus Eifried

Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 19.10.2026

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst
 

Aktuelle Beobachtungswerte - Deutschland

Wetterbeobachtungen von Montag, 19.10.2026, 16:00 Uhr

 
STATION HÖHE LUFTD. TEMP. U% RR1 DD FF FX Wetter+Wolken Böen
Helgoland 4 1031.5 12.2 70 0.0 O 33 43 --- ---
List/Sylt 26 1033.1 12.3 70 0.0 O 23 31 --- ---
Schleswig 43 1032.7 12.3 67 0.0 O 19 38 --- ---
Leuchtturm Kiel 5 ------ --- --- ---- -- --- --- --- ---
Kiel 27 1032.6 12.1 67 0.0 O 26 46 --- ---
Fehmarn 3 1033.3 11.5 66 0.0 O 27 44 --- ---
Arkona 42 1033.6 11.3 68 0.0 O 45 59 --- Windböen
Norderney 11 1029.9 12.7 59 0.0 O 20 39 --- ---
Cuxhaven 5 1031.4 12.2 68 0.0 O 32 40 --- ---
Hamburg-Flh. 11 1031.7 12.7 63 0.0 O 19 37 --- ---
Schwerin 59 1031.9 11.8 61 0.0 NO 14 32 --- ---
Rostock 4 1032.9 11.9 58 0.0 O 14 31 wolkenlos ---
Greifswald 2 1033.1 11.7 61 0.0 O 23 37 --- ---
Emden 0 1029.5 12.4 64 0.0 O 22 36 --- ---
Bremen-Flh. 5 1030.4 12.1 63 0.0 O 22 38 --- ---
Lüchow 17 1031.1 12.2 58 0.0 NO 14 26 --- ---
Marnitz 81 1031.5 11.6 59 0.0 O 9 30 wolkenlos ---
Waren 70 1031.9 11.6 61 0.0 O 15 30 --- ---
Neuruppin 38 1031.2 11.5 55 0.0 NO 10 23 --- ---
Angermünde 56 1031.5 11.6 52 0.0 NO 12 24 wolkenlos ---
Münster/Osnabr.-Flh. 48 1028.2 11.7 78 0.0 O 10 23 --- ---
Hannover-Flh. 59 1030.2 11.1 67 0.0 O 25 39 --- ---
Magdeburg 76 1030.3 11.6 62 0.0 O 9 24 --- ---
Potsdam 81 1030.3 11.1 55 0.0 NO 14 26 wolkenlos ---
Berlin-Brandenburg-Flgh. 46 1030.7 11.5 50 0.0 NO 22 32 wolkenlos ---
Berlin-Tempelhof 48 1030.8 11.7 53 0.0 NO 20 30 wolkenlos ---
Lindenberg 98 1030.5 11.1 52 0.0 O 15 30 --- ---
Düsseldorf-Flh. 45 1025.7 15.8 69 0.0 NO 13 21 --- ---
Essen 150 1025.9 13.6 73 0.0 NO 14 24 wolkenlos ---
Kahler Asten 839 ------ 5.5 98 0.0 O 21 37 Nebel ---
Bad Lippspringe 157 1027.7 13.2 71 0.0 O 13 27 --- ---
Brocken 1142 ------ 1.6 95 0.0 O 31 40 Nebel ---
Leipzig-Flh. 142 1029.5 10.7 70 0.0 NO 14 27 --- ---
Dresden-Flh. 227 1029.2 10.3 70 0.0 NO 14 22 --- ---
Cottbus 69 1030.1 11.6 53 0.0 NO 11 27 wolkenlos ---
Görlitz 238 1029.5 9.7 70 0.0 NO 12 24 --- ---
Aachen 231 1025.2 12.2 85 0.0 O 23 31 --- ---
Nürburg 485 1024.9 11.3 85 0.0 O 8 19 --- ---
Köln/Bonn-Flh. 92 1025.6 15.8 59 0.0 O 11 26 --- ---
Gießen/Wettenberg 203 1026.0 12.5 73 0.0 NO 22 36 --- ---
Wasserkuppe 921 ------ 7.3 86 0.0 O 23 32 --- ---
Meiningen 450 1027.1 10.4 70 0.0 NO 13 24 --- ---
Erfurt 316 1028.9 9.3 78 0.0 NO 15 34 --- ---
Gera 311 1028.9 9.8 77 0.0 NO 13 28 --- ---
Fichtelberg 1213 ------ 3.4 91 0.0 O 21 31 --- ---
Trier 265 1024.3 11.6 87 0.0 NO 22 35 --- ---
Hahn-Flh. 497 1024.3 11.5 85 ---- O 19 27 --- ---
Frankfurt/M-Flh. 112 1024.7 16.7 58 0.0 NO 18 33 --- ---
OF-Wetterpark 119 1024.8 16.4 57 0.0 NO 11 21 --- ---
Würzburg 268 1026.1 12.2 70 0.0 NO 15 39 --- ---
Bamberg 239 1026.2 11.9 71 0.0 NO 20 29 --- ---
Hof 567 1028.1 7.7 78 0.0 NO 16 24 --- ---
Weiden 438 1027.0 9.1 76 0.0 NO 17 28 --- ---
Saarbrücken-Flh. 320 1022.8 14.0 78 0.0 NO 16 31 --- ---
Karlsruhe-Rheinst. 116 1023.1 16.5 66 0.0 NO 18 31 --- ---
Mannheim 96 1023.5 17.7 61 0.0 N 14 23 --- ---
Stuttgart-Flh. 371 1023.1 14.7 72 0.0 NO 12 22 --- ---
Öhringen 276 1024.2 14.3 73 0.0 NO 13 26 --- ---
Nürnberg-Flh. 314 1024.6 15.2 55 0.0 NO 11 21 --- ---
Regensburg 366 1024.4 14.8 54 0.0 NO 13 26 wolkenlos ---
Straubing 351 1023.9 15.0 59 0.0 N 9 15 wolkenlos ---
Großer Arber 1436 ------ 8.2 50 0.0 S 9 15 --- ---
Lahr 155 1022.5 14.2 85 0.0 N 8 12 --- ---
Freudenstadt 797 ------ 11.4 81 0.0 O 12 30 --- ---
Stötten 734 1022.6 12.9 66 0.0 O 16 28 wolkenlos ---
Augsburg 462 1023.1 14.3 57 0.0 NO 17 27 --- ---
München-Flh. 444 1023.6 13.8 60 0.0 O 13 22 --- ---
Fürstenzell 476 1023.4 14.9 53 0.0 O 8 22 wolkenlos ---
Feldberg/Schw. 1486 ------ 11.5 49 0.0 O 31 36 --- ---
Konstanz 443 1022.1 13.0 77 0.0 O 13 21 --- ---
Kempten 705 1022.5 11.4 82 0.0 O 7 15 --- ---
Oberstdorf 806 ------ 13.0 79 0.0 NO 8 16 --- ---
Zugspitze 2960 ------ 6.2 43 ---- SO 8 15 --- ---
Hohenpeißenberg 977 ------ 8.8 97 0.0 NO 10 20 Dunst oder flacher Nebel ---
  • HÖHE:
  • m über NN
  • LUFTD.:
  • auf Meereshöhe reduzierter Luftdruck in hPa
  • TEMP.:
  • Lufttemperatur in Grad Celsius
  • U%:
  • Relative Luftfeuchte in %
  • RR1:
  • Niederschlagsmenge, einstündig, mm ist gleich Liter pro m²
  • DD:
  • Windrichtung
  • FF:
  • Windgeschwindigkeit letztes 10-Minutenmittel in km/h
  • FX:
  • höchste Windspitze während der letzten Stunde in km/h
  • ---:
  • Wert nicht vorhanden

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Wetterbericht Deutschland

Montag, 19.10.2026

 

 
Am Montag beginnt die neue Woche mit ruhigem und weitgehend freundlichem und trockenem Hochdruckwetter. In der 1. Tageshälfte lichtet sich vereinzelt zäher Nebel oder Hochnebel, und gebietsweise lockern sich noch dichte Wolken auf. Später scheint die Sonne teils ungestört, teils bei geringer Bewölkung. Die Temperaturen bewegen sich am Nachmittag zwischen 10 und 17 Grad. Dazu weht ein schwacher bis mäßiger, an der Küste und auf den Höhen auch frischer Wind aus östlichen Richtungen mit später frischen bis starken Böen.

In der Nacht von Montag auf Dienstag bleibt es teils gering, teils wechselnd bewölkt und weitgehend trocken. Hier und da bildet sich Nebel oder Hochnebel. DIe Temperaturen sinken auf 9 bis 0 Grad. In den zentralen und östlichen Mittelgebirgen steigt die Gefahr von Bodenfrost.

Am Dienstag setzt sich nach örtlichem Nebel oder Hochnebel das sonnige oder heiter bis wolkige und meist trockene Hochdruckwetter fort. Lediglich im äußersten Nordosten und über dem äußersten Westen fällt bei zeitweise dichteren Wolken etwas Regen oder Sprühregen. Sonst bleibt es größtenteils trocken. Die Temperaturen steigen auf 8 bis 17 Grad. Der Wind weht schwach bis mäßig, an der Küste frisch mit gebietsweise frischen bis starken Böen aus östlichen bis südöstlichen Richtungen.

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch fällt aus dichten Wolkenfeldern in der West- und Südwesthälfte sowie im äußersten Nordosten Regen oder Sprühregen. Die Temperaturen sinken auf 10 bis 4 Grad.

Am Mittwoch lenkt ein Tiefdruckgebiet viele graue Wolken und zahlreiche, zum Teil kräftige Regengüsse vorüber. Die Temperaturen liegen am Nachmittag zwischen 8 und 14 Grad. Dazu weht ein schwacher bis mäßiger, in der Westhälfte auch frischer, an der Nordsee starker Wind aus südöstlichen bis westlichen Richtungen. Es treten dabei frische bis starke, auf den Ostfriesischen Inseln und auf den Höhen im Westen stürmische Böen auf.

 

Am Donnerstag setzt sich das wechselhafte Schauerwetter im Tagesverlauf fast überall fort. Dabei gehen auch mal kräftige, mitunter anhaltende Regengüsse auf. Die Luft erwärmt sich bis zum Nachmittag auf 8 bis 15 Grad. Dazu weht ein größtenteils mäßiger bis frischer, an der Nordsee starker Wind aus Südwest. Dabei treten frische bis starke, an der Nordsee und auf den Höhen im Norden und Westen auch stürmische Böen auf.

Am Freitag zeigt sich der Herbst fast überall von seiner grauen und nassen Seite. Häufig bringen graue Wolkenfelder zum Teil kräftige Regengüsse. Örtlich können sich auch Gewitter entwickeln. Die Temperaturen steigen bis zum Nachmittag auf 7 bis 16 Grad. Es weht ein mäßiger bis frischer, an der Nordsee starker Wind aus südlichen bis westlichen Richtungen. Dabei treten frische bis starke, gebietsweise stürmische Böen auf. An der Nordsee und auf den Höhen treten Sturmböen zwischen 80 und 100 km/h auf.

 

Wetteraussichten Deutschland

19.10.2026, 07:23 Uhr | MSc-Met Thore Hansen
Wetteraussichten
 

Am Rande eines Hochdruckgebiets über Skandinavien gelangt von Osten trockene Festlandsluft zu uns. Tagsüber teils heiter, weitgehend niederschlagsfrei.

Heute von Nordhessen bis an die Neiße meist stärker bewölkt, aber kaum Regen. Zudem im Südwesten anfangs noch dichter bewölkt, im Verlauf auflockernd. Sonst nach Nebelauflösung vielfach wolkig bis heiter, teils auch sonnig und niederschlagsfrei. Temperaturanstieg auf 11 bis 17 Grad. Schwacher bis mäßiger Wind um Ost, an der See teils böig. In der Nacht zum Dienstag zunächst meist gering bewölkt oder klar und gebietsweise Bildung von Nebel- und Hochnebelfeldern. In der zweiten Nachthälfte vor allem in der Osthälfte des Landes Bewölkungsaufzug und vereinzelt Regen. Tiefstwerte 8 bis 0 Grad, östlich von Weser und Werra örtlich leichter Frost bis -1 Grad. Vor allem vom Nordwesten in den Osten verbreitet Frost in Bodennähe bis -3 Grad.